{"id":10319,"date":"2017-11-26T09:17:27","date_gmt":"2017-11-26T09:17:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kupferblau.de\/?p=10319"},"modified":"2021-02-20T13:51:36","modified_gmt":"2021-02-20T13:51:36","slug":"mit-wem-darf-der-stura-zusammenarbeiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/2017\/11\/26\/mit-wem-darf-der-stura-zusammenarbeiten\/","title":{"rendered":"Mit wem darf der StuRa zusammenarbeiten?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong><em>Heute Abend stimmt der StuRa \u00fcber einen viel diskutierten F\u00f6rderantrag ab. Der Streitpunkt: Die Referentin, deren Vortrag finanziert werden soll, gilt als ehemalige RAF-Sympathisantin. Au\u00dferdem soll die Antifa Reutlingen-T\u00fcbingen die Veranstaltung mitorganisieren. Darf der StuRa einen inhaltlich wichtigen Vortrag unter solchen Bedingungen f\u00f6rdern? Ihre Meinung dazu verraten zwei StuRa-Mitglieder im Interview, ein Bef\u00fcrworter und ein Gegner des Antrags. <\/em><\/strong><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Widerstand j\u00fcdischer Frauen zur NS-Zeit: Das soll das Thema des Vortrags sein, den die zwei Mitglieder z\u00e4hlende \u201eStudierendengruppe f\u00fcr Kritik und Widerstreit\u201c vom StuRa <a href=\"https:\/\/www.stura-tuebingen.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Antrag-J%C3%BCdische-Frauen-im-Widerstand-geschw%C3%A4rzt.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">finanzieren lassen m\u00f6chte<\/a>. Ein f\u00f6rderungsw\u00fcrdiges Thema, da sind sich die Hochschulgruppen einig. Aber ob auch die Referentin und die Mitveranstalter f\u00f6rderungsw\u00fcrdig sind, dar\u00fcber gibt es kontroverse Diskussionen. Gerade die Liberale Hochschulgruppe (LHG) st\u00f6rt sich an der Antifa als Mitveranstalter. Was f\u00fcr die LHG ebenfalls problematisch ist: Die designierte Referentin Ingrid Strobl wurde vor 27 Jahren <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/1989\/09\/ein-wecker-fuer-x\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">wegen Beihilfe zu einem Terroranschlag verurteilt<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einige Mitglieder der Fachschaftenvollversammlung (FSVV) hingegen erwidern, Strobls Resozialisierungsprozess sei abgeschlossen und die Mithilfe der Antifa sei vom Inhalt des Vortrags zu trennen. In der FSVV-Sitzung einigte man sich jedoch noch nicht offiziell. Auch in der <a href=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/2017\/11\/14\/stura-inside-vom-13-11-2017\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">letzten StuRa-Sitzung<\/a> wurde die Abstimmung vertagt \u2013 auf heute Abend. Welche Entscheidung sie sich w\u00fcnschen, erz\u00e4hlen Jonathan Dreusch und Timothy Randall im Interview.<\/p>\n<h3><strong>Pro: Warum sollte der StuRa den Antrag annehmen? <\/strong><\/h3>\n<p><em><strong>Jonathan Dreusch, StuRa-Mitglied f\u00fcr die Fachschaftenvollversammlung (FSVV)<\/strong><\/em><br \/>\n<figure id=\"attachment_10323\" aria-describedby=\"caption-attachment-10323\" style=\"width: 1008px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-10323 size-medium\" src=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_1460x-1008x672.jpg\" alt=\"\" width=\"1008\" height=\"672\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-10323\" class=\"wp-caption-text\">Jonathan Dreusch, StuRa-Vertreter f\u00fcr die FSVV, stimmt dem Antrag zu.<\/figcaption><\/figure><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die FSVV wird ja erst am Abend vor der StuRa-Sitzung \u00fcber eine gemeinsame Position abstimmen \u2013 argumentierst du also erst einmal f\u00fcr deine private Meinung?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Moment ist es nat\u00fcrlich meine private Meinung, dass ich den Antrag f\u00f6rderungsw\u00fcrdig finde. Im Gegensatz zu anderen Studierendenr\u00e4tInnen will und kann ich meine private Meinung nicht im StuRa vertreten, aber ich hoffe, die FSVV wird sich dieser Meinung anschlie\u00dfen. Nicht alle lassen sich auf diese Hexenjagd von LHG-Seite ein: Als ob wir uns RAF-Propaganda ins Haus holen w\u00fcrden! \u00a0Das ist definitiv nicht der Fall.<\/p>\n<p><strong>Warum unterst\u00fctzt du den Antrag?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es geht ja in erster Linie um den Inhalt des Vortrags. Das Thema kommt auf jeden Fall zu kurz, und die Referentin hat sich schon lange mit dem Widerstand j\u00fcdischer Frauen besch\u00e4ftigt. Unabh\u00e4ngig von ihrem Hintergrund kennt sie sich also sehr gut aus. Au\u00dferdem finde ich es super unterst\u00fctzenswert, dass eine Studierendengruppe von nur zwei Leuten so etwas auf die Beine stellt. Dass man sich zu zweit Hilfe holt, finde ich verst\u00e4ndlich \u2013 und offensichtlich kennen die beiden Studierenden Leute aus der Antifa. Mir ist bewusst, dass die Antifa sehr \u201einteressante\u201c Ma\u00dfnahmen f\u00fcr legitim h\u00e4lt, die ich nicht unterst\u00fctze. Gerade Gewalt und Sachbesch\u00e4digungen lehne ich ab. Aber indem ich diesen Vortrag unterst\u00fctze, unterst\u00fctze ich nicht die Antifa. Ich gebe nicht der Antifa Geld, und ich sage damit nicht, dass ich die Antifa toll finde. Ich finde es auch zu kurz gegriffen, pauschal alle Antifa-Gruppen als Verfassungsfeinde abzustempeln. Die Leute, die Flyer f\u00fcr den Vortrag austeilen w\u00fcrden, werden schon keine gesuchten Verbrecher sein. Und der Vortrag ist keine Propaganda-Veranstaltung f\u00fcr die Ideologie der Antifa.<\/p>\n<p><strong>Und findest du Ingrid Strobl als Referentin problematisch?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ingrid Strobl hat eine belastete Vergangenheit und ist verurteilt worden \u2013 allerdings unter eher dubiosen Umst\u00e4nden. Sie soll einen Wecker gekauft haben, den irgendjemand in eine Bombe eingebaut hat. Aber was wichtiger ist: Das war Anfang der 90er. Sie hat diese Strafe abgesessen und ihre Bew\u00e4hrung hinter sich gebracht. Nach meinem Rechtsverst\u00e4ndnis ist jemand damit rehabilitiert. Es l\u00e4sst auf ein grauenhaftes Rechtsverst\u00e4ndnis bei der LHG schlie\u00dfen, wenn sie glaubt, dass fr\u00fcher einmal verurteilte Leute direkt von Veranstaltungen auszuschlie\u00dfen sind. Wir haben unterschiedliche Strafen, weil wir der Meinung sind, dass mit der Abgeltung der Strafe die Schuld zumindest f\u00fcr den Rechtsstaat getilgt ist. Ich finde es daher nicht richtig, dass Ingrid Strobl als \u201eGegnerin der freiheitlich-demokratischen Grundordnung\u201c dargestellt wird. Es ist schade, dass so ein Vortrag unter ideologischen Erw\u00e4gungen zu leiden hat.<\/p>\n<blockquote><p><strong>\u201eNicht alle lassen sich auf diese Hexenjagd von LHG-Seite ein\u201c <\/strong><\/p><\/blockquote>\n<p><strong>G\u00e4be es nicht andere Gruppen als die Antifa, die als Mitveranstalter infrage k\u00e4men?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sicherlich, aber das ist ja nicht der Punkt. Jetzt zu sagen \u201eWir veranstalten den Vortrag, aber ohne die\u201c, das f\u00e4nde ich unh\u00f6flich. Es ist billige Politik, sich den Vortrag selbst auf die Fahne schreiben zu wollen. Um uns von ihrer Meinung zu \u00fcberzeugen, ist die LHG sogar in die FSVV gekommen. Grunds\u00e4tzlich begr\u00fc\u00dfe ich es, G\u00e4ste in der FSVV zu haben, aber in diesem Zusammenhang wurde ein Schreckgespenst von einem linksradikalen Hintergrund aufgemalt. Nach dem Motto: Wir holen uns den Untergang des Grundgesetzes ins Haus. Ich denke, ohne den Besuch der LHG w\u00e4re in der FSVV schon abgestimmt worden \u2013 und zwar f\u00fcr den Antrag.<\/p>\n<p><strong>Sollte man Inhalt und Organisatoren von Veranstaltungen immer getrennt voneinander sehen? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man kann beides nat\u00fcrlich nicht komplett trennen. Aber es ist ja kein Vortrag der Antifa zum Thema \u201eWie baue ich Reifenblockaden?\u201c oder \u201eWie z\u00fcnde ich Polizeiwagen an?\u201c. Es ist doch klar, dass wir nichts Verfassungsfeindliches unterst\u00fctzen, sondern eine studentische Initiative zu einem interessanten Thema.<\/p>\n<p><strong>Wie beeinflusst eine Kooperation mit der Antifa die \u00f6ffentliche Wahrnehmung vom StuRa? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die LHG hat das Thema jetzt in die \u00d6ffentlichkeit getragen \u2013 nat\u00fcrlich beeinflusst das das Bild vom StuRa. In der Elefantenrunde vor der vorletzten Wahl hat der RCDS bem\u00e4ngelt, es w\u00fcrden nur linke Projekte gef\u00f6rdert. Dazu muss ich sagen: Der StuRa f\u00f6rdert diejenigen, die die Initiative ergreifen. Ich verstehe es eher, wenn man das Logo der Antifa auf den Flyern kritisch sieht. Aber solange nichts gegen die Antifa Reutlingen-T\u00fcbingen vorliegt, finde ich einen Abdruck des Logos in Ordnung. Wir drucken auch sonst die Logos von allen Veranstaltern auf die Flyer. Es w\u00e4re ja Bl\u00f6dsinn, uns die ganze Organisationsarbeit selbst auf die Fahne zu schreiben. Wenn sich Leute vom Antifa-Logo abgeschreckt f\u00fchlen, finde ich das sehr schade. Potenziell k\u00f6nnte das Thema Leute aus jeder ideologischen Richtung interessieren, auch wenn die Veranstalter nat\u00fcrlich weit links sind. Letztlich muss man selbst wissen, ob man offen genug ist, zu so einer Veranstaltung zu gehen.<\/p>\n<h3><strong>Kontra: Warum sollte der StuRa den Antrag ablehnen? <\/strong><\/h3>\n<p><em><strong>Timothy Randall, StuRa-Mitglied f\u00fcr die Liberale Hochschulgruppe (LHG)<\/strong><\/em><br \/>\n<figure id=\"attachment_10325\" aria-describedby=\"caption-attachment-10325\" style=\"width: 1008px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-10325 size-medium\" src=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/IMG_1157x-1008x672.jpg\" alt=\"\" width=\"1008\" height=\"672\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-10325\" class=\"wp-caption-text\">Timothy Randall, der im StuRa die LHG repr\u00e4sentiert, ist gegen den Antrag.<\/figcaption><\/figure><br \/>\n<strong>Sprichst du mit deiner Meinung als Vertreter der LHG oder nur als Privatperson? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich spreche im Namen der Liberalen Hochschulgruppe. Dass wir den Antrag ablehnen, das ist bei uns Konsens. Im StuRa hat jeder gew\u00e4hlte Vertreter der LHG grunds\u00e4tzlich ein freies und kein imperatives Mandat, und ist somit seinem Gewissen verpflichtet &#8211; aber wir sind alle gegen den Antrag.<\/p>\n<p><strong>Was an dem Antrag ist f\u00fcr dich problematisch? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Kombination aus der Vergangenheit der Referentin und der Zusammenarbeit mit der Antifa. Zum einen hat die Autorin eine kontroverse Biografie: Sie hat sich nie \u00f6ffentlich von der RAF distanziert. Zum anderen hat sie kein Problem damit, offen mit einer Gruppierung zusammenzuarbeiten, die sich gegen unsere Rechtsordnung stellt. Im Internet ruft die Antifa Reutlingen-T\u00fcbingen zum Beispiel in Bezug auf G20 in Hamburg zu Gewalt auf. Es werden offen Aussagen wie \u201eDas Ziel ist es, die Logistik des Kapitals zu zerst\u00f6ren\u201c getroffen und es wird daran appelliert, dass Menschen ihre Wut in Hamburg auch anders als durch Tanzveranstaltungen zum Ausdruck bringen. Das ist f\u00fcr mich ein klarer Aufruf zur Gewalt.<\/p>\n<p><strong>Geht es dir also um die Gesinnung von Referentin und Organisatoren? Oder doch eher um das \u00f6ffentliche Bild vom StuRa? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das \u00f6ffentliche Bild ist nat\u00fcrlich auch ein wesentlicher Faktor. Ich war in der letzten FSVV-Sitzung anwesend, weil ich die Fachschaften davon \u00fcberzeugen wollte, gegen den Antrag zu stimmen. In dieser Sitzung ging es auch um den Einfluss auf die \u00f6ffentliche Wahrnehmung \u2013 wie es zum Beispiel wirke, wenn das Antifa-Logo auf Flyern zum Vortrag neben dem StuRa-Logo gedruckt w\u00fcrde. Aus der FSVV kam dann der Antrag, im Falle einer F\u00f6rderung das Logo nicht abzudrucken. Dieser Antrag wurde aber zur\u00fcckgezogen \u2013 man wollte die Kooperation mit der Antifa nicht verschleiern. Viele in der FSVV sehen in Ber\u00fchrungspunkten mit der Antifa also kein Problem, was ich bedenklich finde.<\/p>\n<p><strong>W\u00fcrdest du es generell ablehnen, Referenten mit Vorstrafen zu f\u00f6rdern?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nein \u2013 es war auch in der FSVV ein Argument, dass nach einer Strafe optimalerweise ein Resozialisierungsprozess stattfindet. Nat\u00fcrlich sollte man den Menschen Straftaten nicht ihr Leben lang vorhalten. Aber in Kombination mit allen Faktoren kann man die Vergangenheit der Referentin nicht ganz ausblenden. Zur konkreten politischen Ausrichtung von Frau Strobl kann ich nat\u00fcrlich nichts sagen, aber es spricht f\u00fcr sich, dass eine ehemalige RAF-Sympathisantin zur Antifa Kontakt hat. Die Antifa macht sich gemein mit Gruppen wie der \u201eInterventionistischen Linken\u201c oder \u201eUms Ganze\u201c, die vom Verfassungsschutz beobachtet werden und somit klar dem linksextremen Spektrum zugeordnet werden k\u00f6nnen. Unter anderen Umst\u00e4nden w\u00e4re das Argument der Resozialisierung f\u00fcr mich schlagkr\u00e4ftiger, in diesem Fall aber bin ich skeptisch.<\/p>\n<blockquote><p><strong>\u201eDie FSVV ist auf dem linken Auge blind\u201c <\/strong><\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Sind Organisatoren und Inhalt von Veranstaltungen f\u00fcr dich zu trennen? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die neu gegr\u00fcndete Studierendengruppe \u201eKritik und Widerstreit\u201c, die beim StuRa vorstellig geworden ist, besteht aus zwei Leuten. Die Gruppe hat keinen Website-Auftritt und keine Facebook-Seite. Eine neu gegr\u00fcndete Gruppe kann nat\u00fcrlich genauso vom StuRa finanziert werden wie andere Gruppen \u2013 aber in Kombination mit den anderen Umst\u00e4nden finde ich es schon problematisch, dass die Informationen \u00fcber diese Gruppe nicht transparent sind. Man wei\u00df \u00fcber sie nur, dass sie mit der Antifa kooperieren wollen.<\/p>\n<p><strong>Mit wem darf der StuRa zusammenarbeiten? Nur mit Gruppen, die sich innerhalb des politischen Spektrums im StuRa selbst befinden? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Grenze ziehe ich da, wo gegen die geltende Rechtsordnung versto\u00dfen wird und wo man sich nicht zu unserem Grundgesetz bekennt. Das sollte eigentlich eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit sein, ist aber bei den Kooperationspartnern der zu f\u00f6rdernden Studierendengruppe nicht gegeben. Der StuRa bzw. die FSVV ist scheinbar auf dem linken Auge blind. Aber es gibt keine gute und keine schlechte Gewalt \u2013 Gewalt und Verst\u00f6\u00dfe gegen unsere Rechtsordnung sind immer schlecht, egal von welcher Seite sie kommen. Wir stellen uns klar gegen jeden politischen oder auch religi\u00f6s motivierten Extremismus. F\u00fcr Gewalt von rechts sind wir mehr sensibilisiert, was nachvollziehbar ist. Dennoch sollten wir uns als Demokraten vor Augen f\u00fchren, dass jeder Extremismus schlecht ist.<\/p>\n<p><strong>Steht euer Plan noch, als LHG einen Vortrag zum gleichen Thema zu organisieren?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ja, das ist unser Angebot. Wir sind uns der Relevanz des Themas bewusst &#8211; gerade angesichts der Gefahren von rechts in Deutschland und in ganz Europa. Die Erinnerungskultur ist wesentlich, um die Menschen f\u00fcr Extremismus zu sensibilisieren. Wir sind daher nach wie vor bereit, den Vortrag mit seri\u00f6sen Referenten zu selbigem Thema auszurichten. Leute mit offensichtlichen Verbindungen ins extreme Milieu d\u00fcrfen nicht die M\u00f6glichkeit bekommen, dieses Thema zu instrumentalisieren. Im Antrag steht, dass der Widerstand gegen den Nationalsozialismus ins Themengebiet der Antifa f\u00e4llt, und die Kooperation daher nur logisch sei. Da muss man sich auch fragen, was die Antifa f\u00fcr eine Vorstellung von unserem Land hat. Leben wir etwa in einer Diktatur? Man verharmlost die Gr\u00e4ueltaten des Nationalsozialismus, wenn man Parallelen zwischen damaligem und heutigem Widerstand zieht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Fotos:<\/span> Marko Knab<span style=\"text-decoration: underline;\"><br \/>\n<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute Abend stimmt der StuRa \u00fcber einen viel diskutierten F\u00f6rderantrag ab. Der Streitpunkt: Die Referentin, deren Vortrag finanziert werden soll, gilt als ehemalige RAF-Sympathisantin. 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