{"id":10371,"date":"2017-12-11T07:24:35","date_gmt":"2017-12-11T06:24:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kupferblau.de\/?p=10371"},"modified":"2017-12-11T07:24:35","modified_gmt":"2017-12-11T06:24:35","slug":"kupferblaus-mensa-mythen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/2017\/12\/11\/kupferblaus-mensa-mythen\/","title":{"rendered":"Kupferblaus Mensa-Mythen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong>F\u00fcr die einen sind sie das Gr\u00f6\u00dfte, andere meiden sie konsequent. Auf welcher Seite man auch steht: Die T\u00fcbinger Uni-Mensen sind legend\u00e4r. Wir beleuchten f\u00fcnf Mythen.<\/strong><\/em><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">T\u00fcbingen ist unter den Studierenden f\u00fcr einige Dinge bekannt: die Neckarmauer, das Nachtleben, aber auch die Mensa der Universit\u00e4t. Letztere hat gegen\u00fcber den anderen beiden einen weniger guten Ruf. Aber warum ist das so? Wir nehmen f\u00fcnf Mythen unter die Lupe \u2013 vom Teller-Tablett in der Wilhelmstra\u00dfe \u00fcber den Preis bis hin zum Geschmack. Warum sind die Mensen in T\u00fcbingen so wie sie sind?<\/p>\n<hr \/>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-10515\" src=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/mythos-1-674x672.jpg\" alt=\"\" width=\"674\" height=\"672\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Mensa-Mythos 1:<\/strong> Die legend\u00e4ren Tabletts der Mensa Wilhelmstra\u00dfe stammen aus einer Schenkung einer JVA, also eines Gef\u00e4ngnisses. (Gefunden auf Jodel)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Realit\u00e4t:<\/strong> &#8222;Das stimmt \u00fcberhaupt nicht&#8220;, sagt Simon Leimig vom Studierendenwerk Hohenheim-T\u00fcbingen. Auch wenn sich manche Studierende von den Tabletts an ein Gef\u00e4ngnis erinnert f\u00fchlen, ist der Grund f\u00fcr ihre Nutzung ein ganz pragmatischer. Das System mit den Tabletts existiert seit Jahrzehnten und zur Reinigung wird eine entsprechende Sp\u00fclmaschine eingesetzt. Eine Sp\u00fclmaschine f\u00fcr konventionelles Geschirr w\u00fcrde mehr Platz einnehmen als die aktuelle. Auch der Denkmalschutz des Mensageb\u00e4udes erweist sich dabei als problematisch. Nach der angestrebten Sanierung im Jahr 2019 wird auch in der Mensa Wilhelmstra\u00dfe wie in allen anderen Mensen normales Geschirr eingesetzt werden. Auch die F\u00f6rderb\u00e4nder werden der Vergangenheit angeh\u00f6ren, sagt Leimig.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-10516\" src=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/mythos-2-674x672.jpg\" alt=\"\" width=\"674\" height=\"672\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Mensa-Mythos 2:<\/strong> Obwohl das Essen von den gleichen Lieferanten kommt, schmeckt es in jeder Mensa T\u00fcbingens anders.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Realit\u00e4t:<\/strong> Dieser Mythos stimmt. Die Zutaten f\u00fcr das Essen kommen in allen Mensen von denselben Lieferanten, aber jede Mensa hat ihre eigene K\u00fcche und eigenen K\u00f6che. Somit ist das sehr gut m\u00f6glich. Entsprechend unterschiedlich k\u00f6nnen auch die Gerichte schmecken. Lediglich die Mensa Prinz Karl wurde fr\u00fcher von der Mensa Wilhelmstra\u00dfe beliefert. Obwohl es sich hier also teilweise um genau dasselbe Essen handelte, wurde die Mensa Prinz Karl geschmacklich besser bewertet. \u201eHier spielt sicherlich die Optik auf Tellern eine Rolle \u2013 das Auge isst mit\u201c, sagt Leimig.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-10517\" src=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/mythos-3-674x672.jpg\" alt=\"\" width=\"674\" height=\"672\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Mensa-Mythos 3:<\/strong> Die Mensa die viertteuerste der Republik, daf\u00fcr schwankt die Qualit\u00e4t des Essens gerne. (Untersuchung vom Portal &#8222;Netzsieger&#8220;)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Realit\u00e4t:<\/strong> &#8222;Es ist nicht alles perfekt&#8220;, gibt Simon Leimig mit Blick auf die Qualit\u00e4t unumwunden zu. Aber das StuWe sei stets bem\u00fcht, die eigene Leistung zu verbessern, versichert er. Den Vorwurf der viertteuersten Universit\u00e4tsmensa muss sich T\u00fcbingen und das Studierendenwerk in jedem Fall nicht gefallen lassen. Bei genauerer Betrachtung der Studie f\u00e4llt auf, dass die Preise nicht konsequent verglichen wurden. W\u00e4hrend manche Mensen nur mit 100-Gramm-Preisen arbeiten, zahlt man bei anderen nur die Hauptspeise und muss die Beilagen noch extra bezahlen. In T\u00fcbingen erh\u00e4lt man dagegen ein vollst\u00e4ndiges Men\u00fc. Ein weiterer Aspekt ist der Zusammenhang mit dem Teil des Semesterbeitrags, der an das StuWe gezahlt wird: Andere Universit\u00e4ten haben deutlich h\u00f6here Beitr\u00e4ge \u2013 so kann das Essen in der entsprechenden Mensa g\u00fcnstiger angeboten werden. T\u00fcbingen liegt hier im vorderen Mittelfeld: Mit 51 Euro befindet sich der Beitrag deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 68,38 Euro. Und ist vom Spitzenwert von 105 Euro noch sehr weit entfernt. Deshalb ist das Essen nicht das g\u00fcnstigste \u2013 der Semesterbeitrag aber auch nicht der h\u00f6chste.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-10518\" src=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/mythos-4-674x672.jpg\" alt=\"\" width=\"674\" height=\"672\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Mensa-Mythos 4:<\/strong> Irgendwann ziehen die Juristen wirklich in die Mensa um.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Realit\u00e4t:<\/strong> Was wohl wirklich einmal auf dem Tisch war, wird nie Realit\u00e4t werden. Die Anzugtr\u00e4ger unter den Studierenden m\u00fcssen sich nicht mehr f\u00fcrchten, denn nach dem zeitweiligen Umzug in eine Behelfsmensa kehrt das StuWe mit dem Essensbetrieb in den Baumgarten-Bau zur\u00fcck. Die zwangsweise Umsiedlung aus der altehrw\u00fcrdigen Neuen Aula bleibt den Juristen also erspart.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-10519\" src=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/mythos-5-674x672.jpg\" alt=\"\" width=\"674\" height=\"672\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Mensa-Mythos 5:<\/strong> Das vegetarische Gericht finanziert das Fleischgericht mit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Realit\u00e4t:<\/strong> Auch dieser Mythos stimmt nicht. Laut dem Studierendenwerk h\u00e4lt sich der Wareneinsatz bei vegetarischem Essen und Fleischgericht die Waage. Dabei kann einmal\u00a0das eine, einmal das andere Gericht vom Warenwert teurer sein. Bei gr\u00f6\u00dferen Differenzen wird deshalb oft Obst oder ein Dessert beigelegt. Obwohl ein niedriger Preis f\u00fcr das vegetarische Gericht nachhaltiger w\u00e4re, wird aus Gr\u00fcnden der Gleichbehandlung kein Essen der vegetarischen Fraktion zugunsten der carnivore Fraktion subventioniert. Denn auch hier gilt: Gleicher Semesterbeitrag bedingt gleiche Behandlung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Grafiken \/ Fotos:<\/span> Stjepan Cesar, Marko Knab.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr die einen sind sie das Gr\u00f6\u00dfte, andere meiden sie konsequent. Auf welcher Seite man auch steht: Die T\u00fcbinger Uni-Mensen sind legend\u00e4r. 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