{"id":10491,"date":"2017-12-08T18:11:37","date_gmt":"2017-12-08T17:11:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kupferblau.de\/?p=10491"},"modified":"2017-12-08T18:11:37","modified_gmt":"2017-12-08T17:11:37","slug":"fuck-mittelmass-bessis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/2017\/12\/08\/fuck-mittelmass-bessis\/","title":{"rendered":"Gegen das Mittelma\u00df"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">\u201e<em><strong>Fuck Mittelma\u00df! Seid besser als das Schema F.\u201c Jeder kann mit der richtigen Strategie topkreativ sein, sagt Lukas-Pierre Bessis. Er ist Gr\u00fcnder der Ideenagentur BPPA Bessis Pink Pony Advertising. Der Bestsellerautor und Influencer referierte gestern zum Thema \u201eCreative Effectiveness \u2013 Kreativit\u00e4t und Ideenentwicklung systematisch angehen\u201c.<\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jeden Tag werden wir auf verschiedensten Kan\u00e4len mit Content \u00fcberflutet, meistens mit dem Ziel, etwas zu verkaufen. Egal ob im Fernsehen, auf Instagram oder klassischen Werbeplakaten: Jederzeit und \u00fcberall erreichen uns Werbenachrichten \u00fcber verschiedenste Sinnesreize. Wie sticht man da \u00fcberhaupt noch als besonders kreativ heraus?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der selbsternannte \u201eDigital Prophet\u201c Lukas-Pierre Bessis sprach in einem Gastvortrag am Institut f\u00fcr Medienwissenschaft von digitalen Trends, Neuromarketing und der F\u00e4higkeit, Kreativit\u00e4t mit Effizienz zu verbinden.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">\u201eAlle wollen unsere Aufmerksamkeit\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als das Fernsehen in den f\u00fcnfziger Jahren noch in den Kinderschuhen war, kamen die ersten Unternehmen auf die Idee, Werbebotschaften an die breite \u00d6ffentlichkeit zu senden. Damals war das sehr einfach, da es wenig Konkurrenten und ebenso wenige Werbekan\u00e4le gab. Heutzutage ist \u00f6ffentliche Kommunikation in viele Kan\u00e4le fragmentiert und fordert Kreative dazu heraus, mit der richtigen Idee den richtigen Empf\u00e4nger zum richtigen Zeitpunkt zu erreichen. Bessis nennt das die \u201eAttention Economy\u201c.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eAlle wollen unsere Aufmerksamkeit. Nicht nur die Marken buhlen um jede Minute, sondern auch ein sinnloses Video auf YouTube m\u00f6chte von uns diese 60 Sekunden der ungeteilten Zuwendung.\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie reagieren Kommunikatoren auf diese Entwicklung? \u201eDie Werbung ist zu generisch\u201c, glaubt\u00a0Bessis und verweist auf das immer wiederkehrende Schema F: Lachende Familien f\u00fcr Lebensmittelhersteller, Science-Fiction Motive bei Smartphone Herstellern und das sch\u00f6ne Model f\u00fcr die Kosmetikwerbung.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">\u201eYou\u2019ve got to know the rules to break them\u201c<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es sei wichtig, diese Regeln zu kennen, um aus dem Muster auszubrechen. Schon vor Jahrhunderten lehrte uns die Bibel bin\u00e4res Denken, welches immer noch in unserem Gehirn verankert ist. F\u00fcr kreative Ideen brauche es mehr als Schwarzwei\u00dfdenken. Doch wie stellt man das an? \u201eEine gute Idee beginnt mit der Planung\u201c, so Bessis. Er\u00a0verweist auf seinen \u201eCreative-Effectiveness-Prozess&#8220;: Gute Ideen seien kreativ und effizient zugleich und bed\u00fcrften einer Ausarbeitung, bevor es an die \u201ePerformance\u201c gehe: Was m\u00f6chte ich sagen? Wen m\u00f6chte ich ansprechen? Erst dann k\u00f6nne man entschieden, wie man seine Nachricht sendet.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Der Mensch will nicht nachdenken m\u00fcssen<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit einem Exkurs ins Neuromarketing, also der Untersuchung von Vorg\u00e4ngen im Gehirn des Konsumenten, zeigt Bessis anhand von Hormonwirkprozessen bei verschiedenen Altersgruppen, dass die Wirkung von kreativen Ideen von der Zielgruppe abh\u00e4ngt. \u201eDon\u2019t make me think\u201c sei jedoch eine Devise, die auf jede Altersklasse zutrifft. Die Botschaft m\u00fcsse binnen Sekunden beim Rezipienten ankommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bessis Ans\u00e4tze zur Systematisierung von Kreativit\u00e4t sind jedoch mit Nichten nur in der Werbung anwendbar. Egal ob f\u00fcr einen Instagram Post oder eine Uni-Pr\u00e4sentation: Jeder ist in der Lage, seine Botschaft kreativ und effizient zu vermitteln. Bessis geht mit gutem Beispiel voran und gibt einen \u201eFuck\u201c auf das Mittelma\u00df: Seine Pr\u00e4sentationen sind fern vom pr\u00fcden PowerPoint, sondern bleiben dank Memes und GIFs langfristig in Erinnerung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Lukas-Pierre Bessis Buch &#8222;Kill your Agency: Denn top kreativ kann jeder sein&#8220; ist im Haufe Verlag erschienen. Das Taschenbuch ist f\u00fcr 34,99\u20ac erh\u00e4ltlich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Foto:<\/span> Paula Accordi<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eFuck Mittelma\u00df! Seid besser als das Schema F.\u201c Jeder kann mit der richtigen Strategie topkreativ sein, sagt Lukas-Pierre Bessis. 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