{"id":10801,"date":"2018-01-28T13:11:01","date_gmt":"2018-01-28T12:11:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kupferblau.de\/?p=10801"},"modified":"2018-01-28T13:11:01","modified_gmt":"2018-01-28T12:11:01","slug":"leiden-im-kollektiv","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/2018\/01\/28\/leiden-im-kollektiv\/","title":{"rendered":"Leiden im Kollektiv"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong><em>Am Samstagabend gingen die Walter Tigers in der Paul Horn-Arena mal wieder auf die Jagd nach einem Heimsieg. Im Spiel gegen die Frankfurt Skyliners schien ein solcher dann auch tats\u00e4chlich m\u00f6glich. Nur wirkten die Tigers selbst diesmal nicht bereit und kassierten die n\u00e4chste Niederlage.\u00a0\u00a0<\/em> <\/strong><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Fan der Walter Tigers wird einem in dieser Saison einiges an Leidensf\u00e4higkeit abverlangt. Im Januar mag ein Besuch in der warmen und trockenen Paul Horn-Arena zwar generell eine gute Idee sein, doch die Spiele selbst k\u00f6nnen dann schnell ungem\u00fctlich werden. Schon vor Beginn der Partie gab es f\u00fcr die T\u00fcbinger den ersten R\u00fcckschlag zu verdauen. Neuzugang Malcolm Lee, der in seinem ersten Spiel bereits mit vielversprechender Leistung \u00fcberzeugte, fiel f\u00fcr das Aufeinandertreffen mit Frankfurt aufgrund von muskul\u00e4ren Problemen aus. Da allerdings auch die Frankfurter hartn\u00e4ckig vom Verletzungspech heimgesucht wurden, war der Optimismus zu dieser Zeit noch ungebrochen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kurze Zeit sp\u00e4ter hatte sich dies dann bereits ge\u00e4ndert. In den ersten Spielz\u00fcgen lie\u00df der Gastgeber jegliche Intensit\u00e4t vermissen und geriet prompt in den R\u00fcckstand. Die Zuschauer zeigten sich geschockt und Mathias Fischer, Trainer der T\u00fcbinger, nahm bereits nach einer Minute die erste Auszeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die in der Auszeit gew\u00e4hlten Worte schienen zu wirken. Nun legten die Tigers mehr Aggressivit\u00e4t an de Tag und zeigten auch eine deutlich h\u00f6here Konsequenz in ihren Aktionen. Dadurch gelang es das erste Viertel ausgeglichen zu gestalten. Zwar klappte es f\u00fcr die Tigers unterm Korb nicht immer, doch in der Defensive hielten sie die Frankfurter ausreichend im Griff, um stets in Schlagdistanz zu bleiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mitte des ersten Viertels sprang dann auch die erste F\u00fchrung heraus. Es sollte die Letzte bleiben. Obwohl man das erste Viertel auf Augenh\u00f6he zu Ende brachte und nur mit einem knappen R\u00fcckstand in das zweite Viertel ging, hatten die Tigers scheinbar keine Sicherheit gewonnen. Erst wollten die W\u00fcrfe einfach nicht mehr in den Korb, dann fanden die G\u00e4ste mit ihrem einfachen, aber zielstrebig gespieltem Blockspiel auch noch ein gutes Mittel gegen die T\u00fcbinger Defensive. Innerhalb k\u00fcrzester Zeit machte sich die Verunsicherung klar erkennbar und der R\u00fcckstand wuchs.<\/p>\n<figure id=\"attachment_10805\" aria-describedby=\"caption-attachment-10805\" style=\"width: 896px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-10805 size-medium\" src=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/P1080800-896x672.jpg\" alt=\"\" width=\"896\" height=\"672\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-10805\" class=\"wp-caption-text\">Die Paul-Horn-Arena war auch gegen Frankfurt wieder gut besucht.<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Selbst das Publikum schien konsterniert und mit der Zeit zunehmend entt\u00e4uscht als die Partie durch einfache technische Fehler und schlafm\u00fctzige Aktionen immer weiter aus der Hand gegeben wurde. Doch immer, wenn es so aussah als w\u00fcrden die Raubkatzen endg\u00fcltig den Anschluss verlieren, kam durch Aktionen wie einem gelungenen 3-Punkt-Spiel von Javon McCrea wieder Hoffnung auf. Leider trafen auch die Frankfurter, die zwischenzeitlich drei Dreipunktw\u00fcrfe in einem einzigen Spielzug vergaben, gegen Ende des zweiten Viertels wieder zunehmend ihre W\u00fcrfe. Zwar riss Reggie Upshaw die Zuschauer mit einem Treffer aus der eigenen H\u00e4lfte noch einmal von den Sitzen, doch nachdem dieser aberkannt wurde ging es mit 27:39 in die Pause.<\/p>\n<h2><strong>Pl\u00f6tzlich zur\u00fcck im Spiel<\/strong><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im dritten Viertel ver\u00e4nderte sich zun\u00e4chst wenig an der Situation auf dem Parkett. Die W\u00fcrfe der T\u00fcbinger fielen einfach nicht durch die Reuse und falsche Entscheidungen in der Offensive brachten die Skyliners immer wieder zu leicht in Ballbesitz. Die daraus resultierenden Fast-Breaks spielten die G\u00e4ste zudem konsequent zu Ende und so wuchs der Vorsprung weiter an.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Tiefpunkt schien erreicht als sich zwei Tigers beim sicheren Rebound gegenseitig behinderten, wodurch der Ball doch einem Frankfurter in die H\u00e4nde fiel, der erneut zu zwei leichten Punkten kam. Und obwohl die Geduld des Publikums wiederholt dem Ende zuging, behielten die Fans doch noch eine gewisse Motivation. Auf den Spielerb\u00e4nken sah man bemerkenswerter Weise \u00e4hnliches. Zwar f\u00fchrten die Frankfurter inzwischen mit 17 Punkten, doch war die Stimmung auf der Bank der Hessen geradezu trostlos, w\u00e4hrend sich die diesmal in gelb gekleideten T\u00fcbinger stets weiter motivierten.<\/p>\n<figure id=\"attachment_10804\" aria-describedby=\"caption-attachment-10804\" style=\"width: 896px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-10804 size-medium\" src=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/P1080772-896x672.jpg\" alt=\"\" width=\"896\" height=\"672\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-10804\" class=\"wp-caption-text\">Frankfurts Tai Webster, mit 21 Punkten bester Werfer des Spiels, beim Freiwurf.<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im vierten Viertel wurden Publikum und Mannschaft f\u00fcr diese Ausdauer auch belohnt. Zun\u00e4chst fand die T\u00fcbinger Defensive durch enge und konzentrierte Verteidigung wieder ein Mittel gegen das Blockspiel der Skyliners und allm\u00e4hlich gelangen auch vorne wieder ansehnliche Spielz\u00fcge. Sechs Minuten vor dem Ende war der R\u00fcckstand auf f\u00fcnf Punkte geschrumpft, die G\u00e4ste wirkten nun ihrerseits verunsichert und Javon McCrea, mit 20 Punkten bester T\u00fcbinger Werfer, holte zwei wichtige Rebounds. Doch wom\u00f6glich wollte man nun zu schnell zu viel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Offensive waren die Aktionen pl\u00f6tzlich \u00fcberhastet und erneut waren unn\u00f6tige Ballverluste auf Seiten der Tigers die Folge. Obwohl die Defensive bis zum Ende gut arbeitete, bekamen die G\u00e4ste nun die M\u00f6glichkeit das Spiel herunterzuspielen. Letztlich blieb eine 57:65 Niederlage, die sicherlich nicht unverdient, aber zu vermeiden war. Gescheitert war man diesmal leider nicht an der Klasse des Gegners, sondern viel mehr an sich selbst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Fotos:<\/span> Max Hansche<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Samstagabend gingen die Walter Tigers in der Paul Horn-Arena mal wieder auf die Jagd nach einem Heimsieg. 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