{"id":10817,"date":"2018-01-29T12:41:38","date_gmt":"2018-01-29T12:41:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kupferblau.de\/?p=10817"},"modified":"2021-02-20T13:43:02","modified_gmt":"2021-02-20T13:43:02","slug":"die-fuenf-studierendentypen-der-klausurenphase","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/2018\/01\/29\/die-fuenf-studierendentypen-der-klausurenphase\/","title":{"rendered":"Die f\u00fcnf Studierendentypen der Klausurenphase"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong><em>Wir Studierenden wissen: Jeder Mensch ist einzigartig. Jedoch scheinen sich in Extremsituationen aus den vielen Subjekten typische Muster herauszubilden und jeder Studierende ab dem zweiten Semester wird mir zustimmen: Wir sind Objekte der Klausurenphase. Dam-dam-daaaaaam!<\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese zu jedem Ende des Semesters stattfindende und (zumindest bis die Hausarbeiten ins Bewusstsein r\u00fccken) in z\u00fcgellose Festivit\u00e4ten ausklingende Phase der vergleichenden Leistungsabfrage weckt in uns Studierenden das Allerschlimmste. N\u00e4mlich die folgenden f\u00fcnf Typen, denen wir w\u00e4hrend dieser Zeit auf den Stra\u00dfen T\u00fcbingens, in den Unigeb\u00e4uden und WGs entgegentreten m\u00fcssen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_10812\" aria-describedby=\"caption-attachment-10812\" style=\"width: 504px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-10812 size-medium\" src=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Geordnete_cSeverineRauch-1-504x672.jpg\" alt=\"\" width=\"504\" height=\"672\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-10812\" class=\"wp-caption-text\">Foto: Severine Rauch.<\/figcaption><\/figure>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Typ 1: Der Organisierte<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr ihn kommt die Klausurenphase nicht \u00fcberraschend, sondern ist im perfekt gef\u00fchrten Jahresplaner schon im Voraus eingetragen und mit Lernfristen belegt. Parallel zum Semester wird sowieso schon penibel der Lernaufschrieb immer weiter erg\u00e4nzt. So sitzen sie dann zwischen den Seminaren in Bergen von Karteikarten und seitenweise Aufschrieben vor den Zimmern und pauken, pauken, pauken. Jede Pause ist durchgetaktet, bei Treffen mit Freunden f\u00e4llt der Blick immer wieder auf den vorr\u00fcckenden Sekundenzeiger und die Seminarlekt\u00fcre ist vor lauter Post-Its doppelt so dick als eh schon. Am Ende steht dann nat\u00fcrlich ein makelloses Klausurergebnis fest, allerdings ist der Schritt ins normale soziale Leben vor allem \u00fcber die Ferien nicht gerade einfach. Doch \u2013 zum Gl\u00fcck \u2013 ist bald schon die Lekt\u00fcreliste zur Vorbereitung f\u00fcr das n\u00e4chste Semester in ILIAS hochgeladen. Gerettet!<\/p>\n<hr \/>\n<figure id=\"attachment_10811\" aria-describedby=\"caption-attachment-10811\" style=\"width: 448px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-10811 size-medium\" src=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Bibbewohner_cFelixM\u00fcller-448x672.jpg\" alt=\"\" width=\"448\" height=\"672\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-10811\" class=\"wp-caption-text\">Foto: Clara Thier.<\/figcaption><\/figure>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Typ 2: Der Bib-Bewohner<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit mehr eingetupperten Konserven im Rucksack als auf einer Antarktisexpedition n\u00f6tig, steht der Bib-Bewohner bewaffnet mit einem durchsichtigen Bibbag voller B\u00fccher p\u00fcnktlich zum Beginn der \u00d6ffnungszeit vor der UB. Der Lernraum ist schon seit langem gebucht oder das Handtuch am Coworking Space platziert. Und in der Bib bleiben sie dann auch gef\u00fchlt bis zum bitteren Ende, einzig unterbrochen von kurzen Kaffee- oder Kippenpausen. Man munkelt, dass sich manche dieser Gruppe nachts einschlie\u00dfen lassen, um auch au\u00dferhalb der \u00d6ffnungszeiten weiter in der Bib bleiben zu k\u00f6nnen. Wichtig ist, den Bib-Bewohner nicht mit seinem b\u00f6sen Zwilling zu verwechseln, welcher sich nur f\u00fcr das gute Gef\u00fchl in der Bib befindet, ganzt\u00e4gig Serien schaut und verst\u00e4rkt in der Cafeteria zu finden ist. Er hofft, dass die reine Pr\u00e4senz in den Hallen des Wissens ihn f\u00fcr die Klausur vorbereitet \u2013 und postet davon st\u00fcndlich eine Insta-Story, damit es auch alle mitbekommen #biblife #astudentslife #hardworking. Auf jeden Fall ist es bei beiden schwer, sie w\u00e4hrend der Klausurenphase \u00fcberhaupt noch au\u00dferhalb der UB anzutreffen.<\/p>\n<hr \/>\n<figure id=\"attachment_10816\" aria-describedby=\"caption-attachment-10816\" style=\"width: 448px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-10816 size-medium\" src=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/IMG_3165x-448x672.jpg\" alt=\"\" width=\"448\" height=\"672\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-10816\" class=\"wp-caption-text\">Foto: Marko Knab.<\/figcaption><\/figure>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Typ 3: Der Entspannte, das Nervenb\u00fcndel<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Manchmal ist nicht ganz klar, ob der Entspannte \u00fcberhaupt wei\u00df, dass Klausurenphase ist. F\u00fcr diesen Typus scheint das Leben einfach so weiterzugehen, als h\u00e4tte sich nichts ge\u00e4ndert. W\u00e4hrend andere hektisch nach B\u00fcchern suchen, Aufschriebe anfertigen und Stressfuttern betreiben, geht er weiter ruhig durch die Welt. Geht weiter in Bars feiern, ins Kino oder tags\u00fcber ausgiebig brunchen. Einfach so. Bis, ja bis dann kurz vor den Pr\u00fcfungen aus dem Entspannten ein Nervenb\u00fcndel wird. Ohne Vorwarnung. Genau diese Person fragt kurz vor und nach den Klausuren nach dem unm\u00f6glichsten Zeug, was letztendlich nur zu noch gr\u00f6\u00dferer Verwirrung und Panik f\u00fchrt. \u201eIch glaube bei Aufgabe 3 ist doch Antwort B richtig, oder?\u201c Vorsichtshalber liegen immer Papiertaschent\u00fccher griffbereit, au\u00dferdem wird das Thema Klausuren aus den Gespr\u00e4chen im Freundeskreis gestrichen. Auf dem H\u00f6hepunkt des Dramas \u00e4u\u00dfert er dann des \u00d6fteren, sich zu exmatrikulieren. Das mit dem Studium mache sowieso keinen Sinn. Nur um dann am Ende freudig strahlend die 1,0 mit dem Satz: \u201eDamit h\u00e4tte ich gar nicht gerechnet. Dabei habe ich so wenig gelernt!\u201c herumzuzeigen.<\/p>\n<hr \/>\n<figure id=\"attachment_10814\" aria-describedby=\"caption-attachment-10814\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-10814 size-medium\" src=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Lerngruppengr\u00fcnder_cFelixM\u00fcller-1024x672.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"672\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-10814\" class=\"wp-caption-text\">Foto: Felix M\u00fcller.<\/figcaption><\/figure>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Typ 4: Der Lerngruppengr\u00fcnder<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eGemeinsam ist man stark!\u201c ist das Motto des Lerngruppengr\u00fcnders. Und um noch gemeinsamer zu sein, hat er gleich gef\u00fchlt zwanzig davon zur Hand. Au\u00dferdem ist geteiltes Leid, halbes Leid. Anstatt von Seminar zu Seminar pendelt er von Gruppe zu Gruppe, die sich \u00fcber den ganzen Campus verteilt (aber vorrangig in der N\u00e4he von Cafeterien) treffen. Das Arbeitspensum schwankt dabei zwischen gemeinsamem Extremlernen und gemeinsamem Extremkaffeeklatsch. Doch Vorsicht: Nicht jeder Lerngruppengr\u00fcnder hat das gemeinsame Wohl und eine entspannte und fruchtbare Lernatmosph\u00e4re zum Ziel! Wir warnen vor \u201e dem Geierer\u201c, der das ganze Semester nie mitgeschrieben hat und jetzt von den anderen profitieren will. Markenzeichen: Immer unvorbereitet, immer dumme Fragen, immer der Wunsch nach den Aufschrieben der anderen, um ein gemeinsames Dokument zu erstellen. Wenn zwei der drei Punkte eintreffen: Flieht, ihr Narren! Richtig eingesetzt ist so eine Lerngruppe allerdings \u00e4u\u00dferst hilfreich \u2013 vor allem bei komplexen Themen \u2013 und h\u00e4lt den sozialen Kontaktverlust \u00fcber die Klausurenphase m\u00f6glichst gering. Feierabendbier inklusive.<\/p>\n<hr \/>\n<figure id=\"attachment_10815\" aria-describedby=\"caption-attachment-10815\" style=\"width: 447px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-10815 size-medium\" src=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/Prokrastinator_cFelixM\u00fcller-447x672.jpg\" alt=\"\" width=\"447\" height=\"672\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-10815\" class=\"wp-caption-text\">Foto: Felix M\u00fcller.<\/figcaption><\/figure>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Typ 5: Der Prokrastinator<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diesen Punkt habe ich mir bis zum Ende aufgeschoben\u2026\u00e4h aufgehoben! Der Prokrastinator findet sich w\u00e4hrend der Klausurenphase in den f\u00fcr das Erreichen des eigentlichen Ziels unm\u00f6glichsten Situationen wieder. Vorrangig ist das Putzen. Zuf\u00e4lligerweise f\u00fcllt sich der WG-Putzplan immer zu genau diesem Zeitpunkt gef\u00e4hrlich und um das gute Klima aufrechtzuerhalten (ist ja auch wichtig f\u00fcrs Lernen), wird nat\u00fcrlich erst einmal geputzt und aufger\u00e4umt. Auff\u00e4llig wird es dann nur, wenn man die Zwischenr\u00e4ume der Heizung mit der Zahnb\u00fcrste zu putzen anf\u00e4ngt, das gesamte Zimmer umr\u00e4umt, W\u00e4nde streicht, den Fu\u00dfboden austauscht\u2026ihr kennt das. Nach diesem anstrengenden Programm muss dann erst mit ein bis allen Staffeln der aktuellen Lieblingsserie entspannt werden. Ein \u201eMorgen fange ich dann an\u201c, das ewige Mantra. Montag ist aber eh ein viel besserer Tag zum Anfangen, so als Beginn der neuen Woche. Oder die Woche drauf, gerade Kalenderwochen geben mir immer besseren Schwung. Bis dann kurz vor den Klausuren mit Mut zur L\u00fccke Bulimie-Lernen die letzte Option ist. Nach dem Artikelschreiben fange ich dann auch sofort an, versprochen! Aber erst muss ich noch den M\u00fcll runterbringen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><iframe loading=\"lazy\" style=\"border: none; overflow: hidden;\" src=\"https:\/\/www.facebook.com\/plugins\/video.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Fgrandadharold%2Fvideos%2F1848403911897531%2F&amp;show_text=0&amp;width=476\" width=\"476\" height=\"476\" frameborder=\"0\" scrolling=\"no\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Titelbild:<\/span> Felix M\u00fcller.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir Studierenden wissen: Jeder Mensch ist einzigartig. 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