{"id":11564,"date":"2018-05-31T09:46:40","date_gmt":"2018-05-31T07:46:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kupferblau.de\/?p=11564"},"modified":"2018-05-31T09:46:40","modified_gmt":"2018-05-31T07:46:40","slug":"wenn-die-einhorn-zombie-satire-zur-erotischen-romanze-wird","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/2018\/05\/31\/wenn-die-einhorn-zombie-satire-zur-erotischen-romanze-wird\/","title":{"rendered":"Wenn die Einhorn-Zombie-Satire zur erotischen Romanze wird"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong><em>\u201aDas Einhorn, der Zombie und ich\u2019 &#8211; so hei\u00dft der Roman der Lektorin <\/em><\/strong><a href=\"https:\/\/www.hugendubel.de\/de\/ebook\/michaela_harich-der_zombie_das_einhorn_und_ich-33116562-produkt-details.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong><em>Michaela Harich<\/em><\/strong><\/a><strong><em>, den sie diese Woche zusammen mit dem Brechtbautheater in einem Dramatic Reading vorstellt. Die Angebote von Verlagen kamen f\u00fcr die Autorin \u00fcberraschend &#8211; denn die Idee entstand unter Alkoholeinfluss auf einer Verlagsparty. An ihre skurrile Verkn\u00fcpfung von Erotik, Einh\u00f6rnern und Zombies musste Harich sp\u00e4ter erst wieder erinnert werden. <\/em><\/strong><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als ich eine Einladung zum Dramatic Reading von \u201aDas Einhorn, der Zombie und ich\u2018 erhielt, war ich zugegebenerma\u00dfen ein kleines bisschen \u00fcberrascht. Nat\u00fcrlich ging ich direkt zur ersten Lesung bzw. Vorstellung, denn diesem Titel kann kein (normaler) Mensch widerstehen. Jedoch muss ich zugeben, dass ich mich v\u00f6llig ahnungslos auf etwas einlie\u00df, das sich kaum beschreiben l\u00e4sst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu Beginn erscheint alles so normal, wie man es beim Titel des Werks erwarten kann. Der Erz\u00e4hler berichtet von Mark &#8211; Mark der Billion\u00e4r und Zombie, der Einh\u00f6rner z\u00fcchtet. Eines der Einh\u00f6rner kann sogar sprechen: Es hei\u00dft Chris und ist so etwas wie Marks bester Freund. Nat\u00fcrlich ist Mark aufgrund der Einhorn-Zucht Billion\u00e4r geworden. Die Genmanipulation scheint jedoch am Anfang von Marks Forschung nicht ganz glimpflich verlaufen zu sein, denn Mark und Chris deuten an, dass andere diesen Experimenten zum Opfer gefallen sind.<\/p>\n<figure id=\"attachment_11565\" aria-describedby=\"caption-attachment-11565\" style=\"width: 896px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-11565 size-medium\" src=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/einhorn-896x672.jpg\" alt=\"\" width=\"896\" height=\"672\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-11565\" class=\"wp-caption-text\">Der Erz\u00e4hler beginnt, \u00fcber die Anf\u00e4nge der Geschichte zu berichten.<\/figcaption><\/figure>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><strong>Callgirls zum Anbei\u00dfen (f\u00fcr Zombies)<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Interessant wird es, als eine (von Chris lang erwartete) Frau in Marks Leben tritt. Nicole ist bildh\u00fcbsch und weckt sehr viele Gef\u00fchle in Mark. Sie weckt auch noch andere Dinge, wie das Publikum schnell erfahren darf \u2013 und zwar als Marks K\u00f6rper selbstst\u00e4ndig wird. Nat\u00fcrlich kann dieser Fauxpas dem ein oder anderen Mann einen unangenehmen Moment bereiten \u2013 aber bei Mark ist die ungewollte Erektion folgenschwer. Nicht nur leidet er an f\u00fcrchterlichen Schmerzen, als er Nicole die Einhornst\u00e4lle zeigt und sie schmachtend beobachtet, nein, sein Raketenpenis schie\u00dft regelrecht von ihm. Bei einem Zombie l\u00f6st sich eben mal ein Glied vom K\u00f6rper. Ein ganz sch\u00f6ner Schock. Vor allem f\u00fcr das Publikum.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Noch schockierender wird es, als Mark beim Verspeisen seiner \u201aOhrenchips\u2018 der Penis wieder anw\u00e4chst. Daf\u00fcr sorgt der Verzehr von menschlichem Fleisch. Kannibalismus als\u00a0 Selbstheilungszweck? In diesem Roman ist das ganz normal! Nicht nur das &#8211; an Marks K\u00f6rper kann JEDES beliebige Sex-Spielzeug anwachsen. Mark ist das jedoch ein bisschen peinlich, weshalb er sich immer nur Callgirls nach Hause bestellt, die er mit seinen Billionen zum Stillschweigen verpflichtet. Bis aus Versehen eines dieser Callgirls die Treppe hinunter st\u00fcrzt und als Nahrungsquelle f\u00fcr den erprobten Zombie und seinen Freund Chris endet.<\/p>\n<figure id=\"attachment_11568\" aria-describedby=\"caption-attachment-11568\" style=\"width: 505px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-11568 size-medium\" src=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/chris-das-sprechende-einhorn-Kopie-505x672.jpg\" alt=\"\" width=\"505\" height=\"672\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-11568\" class=\"wp-caption-text\">Mark unterh\u00e4lt sich mit dem Einhorn Chris. Nur er versteht, was das Tier zu sagen hat.<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nicole, die Haush\u00e4lterin auf Marks Anwesen, erf\u00e4hrt nat\u00fcrlich schnell vom Schicksal unseres Zombies. Sie f\u00fchlt sich ihm sehr nahe und w\u00fcnscht sich eigentlich nichts sehnlicher, als ihn nackt zu sehen und bestimmte Dinge mit ihm anzustellen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie sie reagiert als alles herauskommt? Nun, um das zu erfahren, m\u00fcsst ihr entweder das Buch lesen oder zu den anderen Lesungen im Brechtbau am Donnerstag (31.05) oder Freitag (01.06.) gehen. Man kann es nur empfehlen, denn nicht nur die Geschichte sorgt daf\u00fcr, dass man Tr\u00e4nen lacht, sondern auch die schauspielerische Leistung der Darsteller, die die Geschichte mit einer solchen Ernsthaftigkeit vortragen, dass es fast schon unheimlich ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><u>Fotos:<\/u> Ellen Lehmann<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201aDas Einhorn, der Zombie und ich\u2019 &#8211; so hei\u00dft der Roman der Lektorin Michaela Harich, den sie diese Woche zusammen mit dem Brechtbautheater in einem &hellip; <\/p>\n","protected":false},"author":343,"featured_media":11567,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[62,877],"tags":[1769,1684,1685,90,4256,4257,4258,11,4259,4260,453,40,647,4261,18,19,21,2544],"class_list":["post-11564","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-kultur","category-theater","tag-alkohol","tag-brechtbau","tag-brechtbautheater","tag-buch","tag-dramatic-reading","tag-einhoerner","tag-erotik","tag-featured","tag-michaela-harich","tag-romanze","tag-satire","tag-schauspiel","tag-sexualitaet","tag-sprechendes-einhorn","tag-studierende","tag-tubingen","tag-universitaet","tag-zombies"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11564","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/343"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11564"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11564\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11564"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11564"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11564"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}