{"id":1232,"date":"2013-06-02T14:19:54","date_gmt":"2013-06-02T14:19:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kupferblau.de\/?p=1232"},"modified":"2021-02-21T13:37:17","modified_gmt":"2021-02-21T13:37:17","slug":"das-ende-der-reise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/2013\/06\/02\/das-ende-der-reise\/","title":{"rendered":"DAS ENDE DER REISE?"},"content":{"rendered":"<h3>Die Zukunft des EU-Mobilit\u00e4tsstipendiums ist ungewiss<\/h3>\n<p><span style=\"color: #004b88;\"><strong>ERASMUS ist aufgrund der aktuellen politischen Lage von der K\u00fcrzung der EU-F\u00f6rdergelder betroffen.\u00a0 Das Aus droht einem der erfolgreichsten Austauschprogramme jedoch nicht! Ganz im Gegenteil: das Programm feiert 25-j\u00e4hriges Jubil\u00e4um und will in Zukunft expandieren.<\/strong><\/span><br \/>\n<em>von Anna Nisch<\/em><br \/>\n<!--more--><br \/>\n\u201eHelp the ERASMUS Programme!!!\u201c \u2013 so lautet ein Aufruf auf Facebook, den 92.496 Personen unterst\u00fctzen. Die alarmierende \u00dcberschrift und die stolze Zahl der \u00fcberwiegend studentischen Unterst\u00fctzer verfehlen ihre Wirkung nicht. Die Angst der Studierenden ist gro\u00df! Verst\u00e4ndlich, wenn es \u00fcberall hei\u00dft, dass die prek\u00e4re Haushaltslage der EU zuk\u00fcnftig die Stipendien f\u00fcr rund 270.000 ERASMUS-Studenten gef\u00e4hrdet. Diese Zahl ist zwar nicht zu ignorieren, doch klingt alles schlimmer als es ist. Befasst man sich genauer mit den Fakten, l\u00e4sst sich die Problematik immens einschr\u00e4nken. \u201eEs wird zwar weniger F\u00f6rdergelder f\u00fcr das sogenannte kleine Mobilit\u00e4tsstipendium geben, die Existenz des Programms ist aber keineswegs gef\u00e4hrdet\u201c, erl\u00e4utert Dr. Thomas Lange, der das Programm in T\u00fcbingen koordiniert.<br \/>\nNachdem der jetzige ERASMUS-Jahrgang bald ausl\u00e4uft, soll das Programm unter einem neuen Namen sogar erweitert und optimiert werden. \u201eERASMUS f\u00fcr Alle\u201c wird das Folgeprogramm hei\u00dfen, dass alle Programmlinien unter einen Hut bringen soll, und sogar Drittl\u00e4nder au\u00dferhalb Europas, wie Asien und die USA, zum Austausch anbieten wird.<br \/>\n1987 gegr\u00fcndet, sendet ERASMUS j\u00e4hrlich \u00fcber 200.000 Studierende an Hochschulen in anderen L\u00e4ndern. Insgesamt 27 Mitgliedsstaaten der EU und sechs weitere europ\u00e4ische L\u00e4nder (Norwegen, Island, Liechtenstein, Schweiz, T\u00fcrkei, Kroatien) bietet das Programm aktuell an. ERASMUS lockt neben seiner fachspezifischen Ausrichtung und dem einfachen Bewerbungsprozedere durchaus auch mit seiner attraktiven Zusatzfinanzierung. Das sogenannte kleine Mobilit\u00e4tsstipendium war anf\u00e4nglich blo\u00df als Anschubfinanzierung\u00a0 gedacht, wurde aber auf Wunsch der Universit\u00e4ten beibehalten. \u201eDoch auch ohne dieses Stipendium wird es ERASMUS weiter geben\u201c, so Dr. Lange. \u201eDas Budget der Universit\u00e4t T\u00fcbingen f\u00fcr das Universit\u00e4tsjahr 2012\/13 wurde au\u00dferdem bereits zu 80 % erhalten. Der Hauptteil f\u00fcr die Studierenden ist gesichert, lediglich 30 Euro pro Kopf stehen noch aus.\u201c Ein Manko, das in Anbetracht der finanziellen Lage Europas wohl in Kauf genommen werden muss.<br \/>\nDes Weiteren bezieht sich Dr. Lange auf eine allgemeine Statistik des Deutschen Akademischen Austausch Diensts (DAAD), die besagt, dass 75 % der Studierenden angeben, der finanzielle Aspekt sei kaum ein Problem. \u201eVor allem in T\u00fcbingen, wo die Lebenshaltungskosten auch f\u00fcr Studenten recht hoch sind, sind die Finanzen kein Grund, nicht ins Ausland zu gehen\u201c, best\u00e4tigt Dr. Lange. Der Reiz am kulturellen Austausch \u00fcberwiegt und so nehmen Studierende auch gewisse Kosten auf sich. Problematisch k\u00f6nnte die aktuelle Lage aber f\u00fcr Studenten aus anderen EU L\u00e4ndern, wie beispielsweise Spanien, sein. ERASMUS will schlie\u00dflich einen kulturellen Austausch f\u00f6rdern. Nicht nur sollen deutsche Studierende ins Ausland gehen k\u00f6nnen, auch umgekehrt soll Studierenden aus ganz Europa ein Auslandssemester erm\u00f6glicht werden. Eine K\u00fcrzung der Stipendien k\u00f6nne europaweit betrachtet wirklich das Auslandssemester erschweren, gibt auch Dr. Lange zu.<br \/>\nDas eigentliche Problem sieht Dr. Lange jedoch in der verschulten Form des Bachelor- und Mastersystems. \u201eEs ist als Student immer noch sehr schwierig ein Auslandssemester in das Studium zu integrieren. Programme wie ERASMUS haben unter anderem zum Ziel, einen Auslandsaufenthalt in einem\u00a0 jeden Studium m\u00f6glich zu machen und ein \u201eAuslandswindow\u201c als selbstverst\u00e4ndlichen Teil eines Studiums durchzusetzen.<br \/>\nDie Universit\u00e4t T\u00fcbingen verspricht sich, dass die j\u00e4hrliche Anzahl von 400 Studierenden, die \u00fcber das Programm ins Ausland gehen, auf 500 ansteigt. Allein aufgrund der wachsenden Zahl von Studierenden ist ein Aussterben des Programms undenkbar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Zukunft des EU-Mobilit\u00e4tsstipendiums ist ungewiss ERASMUS ist aufgrund der aktuellen politischen Lage von der K\u00fcrzung der EU-F\u00f6rdergelder betroffen.\u00a0 Das Aus droht einem der erfolgreichsten &hellip; <\/p>\n","protected":false},"author":220,"featured_media":1233,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[49],"tags":[481,50],"class_list":["post-1232","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unipolitik","tag-erasmus","tag-unipolitik"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1232","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/220"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1232"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1232\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":24291,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1232\/revisions\/24291"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1232"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1232"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1232"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}