{"id":12391,"date":"2018-10-13T11:10:17","date_gmt":"2018-10-13T11:10:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kupferblau.de\/?p=12391"},"modified":"2021-02-19T18:20:36","modified_gmt":"2021-02-19T18:20:36","slug":"tuebinger-geschichten-das-ammertal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/2018\/10\/13\/tuebinger-geschichten-das-ammertal\/","title":{"rendered":"T\u00fcbinger Geschichten: Das Ammertal"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong><em>Wer T\u00fcbingen gen Westen verl\u00e4sst und in Richtung Unterjesingen f\u00e4hrt, der passiert das Ammertal. Woher kommt der Name des sch\u00f6nen Flecks Erde \u2013 und was zeichnet ihn aus?\b\u00a0Eine kleine Liebeserkl\u00e4rung.<\/em><!--more--><\/strong><em><br \/>\n<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Still liegt der Nebel im Ammertal. Langsam aber sicher hebt sich die feuchte Luft unter der aufgehenden Sonne und gibt den Blick auf die sanften H\u00fcgel, Ausl\u00e4ufer des Spitzbergs, frei. Ruhig und etwas magisch wirkt es noch, doch bald sind die Radwege voll von Pendlern, die sich Richtung T\u00fcbingens Kernstadt bewegen. Es hat etwas Besonderes, wenn man einen Sonnenaufgang von der Wurmlinger Kapelle aus miterlebt und in das Ammertal blicken kann.<\/p>\n<p>Obwohl die namensgebende Ammer durch weite Teile des T\u00fcbinger Stadtgebiets verl\u00e4uft und selbst direkt zwischen den Geb\u00e4uden der Universit\u00e4tsbibliothek flie\u00dft, fristet sie neben dem Neckar eher ein\u00a0Schattendasein. Doch zu Unrecht: Verl\u00e4sst sie das Siedlungsgebiet in der Weststadt, so ist das anschlie\u00dfende Ammertal eine der gr\u00fcnen Lungen der Universit\u00e4tsstadt. Im offenen Gel\u00e4nde f\u00fchlen sich dabei auch die Goldammern wohl, die allerdings nicht f\u00fcr den Namen verantwortlich sind.<br \/>\n<figure id=\"attachment_12380\" aria-describedby=\"caption-attachment-12380\" style=\"width: 1008px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-12380\" src=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/IMG_7559x-1008x672.jpg\" alt=\"\" width=\"1008\" height=\"672\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-12380\" class=\"wp-caption-text\">Die Goldammern f\u00fchlen sich im offenen Gel\u00e4nde des Ammertals pudelwohl.<\/figcaption><\/figure><br \/>\nVielmehr kommt der Name des kleinen Flusses aus dem Keltischen. Dort bedeutete &#8222;Amra&#8220;, von dem sich der heutige Name Ammer ableitet, so viel wie Wasser, Dampf oder Feuchte. Keine Frage, warum der Fluss und damit auch das Tal so hei\u00dfen, wenn man an einem k\u00fchlen Herbstmorgen auf das Tal blickt und der Nebel zwischen den H\u00e4ngen liegt. S\u00fcdlich von Herrenberg entspringt die Ammer aus f\u00fcnf Quellt\u00f6pfen und m\u00fcndet im T\u00fcbinger Stadtteil Lustnau in den Neckar. Schon im elften Jahrhundert sch\u00e4tzten die Menschen die N\u00e4he der Ammer und siedelten am Schw\u00e4rzlocher Hof und dem Ammerhof. Aber auch vielen Tieren bietet das kleine Flie\u00dfgew\u00e4sser eine Lebensgrundlage und ist ein wichtiges Biotop f\u00fcr verschiedenste Arten. Keine Frage, warum das Ammertal teilweise zum Naturschutzgebiet erkl\u00e4rt wurde.<br \/>\n<figure id=\"attachment_12396\" aria-describedby=\"caption-attachment-12396\" style=\"width: 1008px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-12396\" src=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/IMG_1577x-1008x672.jpg\" alt=\"\" width=\"1008\" height=\"672\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-12396\" class=\"wp-caption-text\">Auch Graureiher jagen an der Ammer &#8211; manchmal nur wenige Meter entfernt von Menschen.<\/figcaption><\/figure><br \/>\nDabei hat die kleine Ammer eine wechselvolle Geschichte erlebt: Vom urspr\u00fcnglichen Bach wurde sie immer weiter begradigt und ihr Tal im 20. Jahrhundert trocken gelegt. Bis heute sind die Fische aus dem Ammertal mit PCB belastet, das sich wohl in den 1980er-Jahren im Bach abgelagert hat. Aber es gibt auch positive Entwicklungen: In der Weststadt wurde die\u00a0alte, begradigte Ammer\u00a0renaturiert und\u00a0m\u00e4andert wieder. Nicht nur zur Freude des Fischreihers &#8211; auch die ungefiederten und zweibeinigen T\u00fcbinger nehmen\u00a0die nat\u00fcrliche Alternative zum Freibad an hei\u00dfen Sommertagen gerne an.<br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline;\">Fotos:<\/span> Marko Knab.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer T\u00fcbingen gen Westen verl\u00e4sst und in Richtung Unterjesingen f\u00e4hrt, der passiert das Ammertal. 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