{"id":12488,"date":"2018-11-08T10:36:32","date_gmt":"2018-11-08T10:36:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kupferblau.de\/?p=12488"},"modified":"2021-02-19T18:19:15","modified_gmt":"2021-02-19T18:19:15","slug":"die-franzoesischen-filmtage-ein-katalysator-fuer-kreative-koepfe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/2018\/11\/08\/die-franzoesischen-filmtage-ein-katalysator-fuer-kreative-koepfe\/","title":{"rendered":"Die Franz\u00f6sischen Filmtage: ein Katalysator f\u00fcr kreative K\u00f6pfe"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong>Vom 31.10. \u2013 7.11.2018 fanden die 35. Franz\u00f6sischen Filmtage in T\u00fcbingen und Stuttgart statt. Auf dem gr\u00f6\u00dften frankophonen Filmfestival Deutschlands wurden dieses Jahr wieder 90 Filme von Filmemachern aus allen franz\u00f6sischsprachigen Teilen der Welt gezeigt. Zu diesem Anlass trafen wir uns mit der Pressesprecherin der Filmtage, Andrea Bachmann, im offiziellen Filmtageb\u00fcro am Stadtgraben. In einer lockeren Atmosph\u00e4re auf alten, gem\u00fctlichen Kinosesseln hatten wir die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen.<\/strong><\/em><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von Christine Scharf und Theresa Heil<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Ein Gl\u00e4schen Wein und eine sich lohnende Unterhaltung<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Idee f\u00fcr das Festival entstand schon vor 35 Jahren, bei einem Gespr\u00e4ch des Franzosen Pierre Achour und dem T\u00fcbinger Filmkritiker Michael Friederici, w\u00e4hrend die beiden gem\u00fctlich eine Flasche Wein tranken. Seitdem hat sich das Festival zu einer festen Gr\u00f6\u00dfe des frankophonen Kulturaustausches etabliert. Durch das bunt gemischte Publikum der Universit\u00e4tsstadt ist T\u00fcbingen der ideale Ort f\u00fcr eine solche Veranstaltung.<\/p>\n<figure id=\"attachment_12490\" aria-describedby=\"caption-attachment-12490\" style=\"width: 1000px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-12490\" src=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/fft15-eroeffnung-209-1.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"667\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-12490\" class=\"wp-caption-text\">Franzoesische Filmtage Tuebingen 2015.<\/figcaption><\/figure>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Festivalstimmung erfasst, laut Andrea Bachmann: \u201enicht nur Franz\u00f6sischlehrer und ehemalige Erasmus-Studenten aus Frankreich, die der Liebe wegen in T\u00fcbingen h\u00e4ngen geblieben sind\u201c, sondern eben auch die B\u00fcrger der Stadt, denn gerade durch die Gr\u00f6\u00dfe T\u00fcbingens k\u00f6nne eine richtige Festivalstimmung aufkommen, die in einer gr\u00f6\u00dferen Stadt so nicht zustande kommen k\u00f6nnte.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Bandbreite der auf dem Festival gezeigten Filme reicht von Kom\u00f6dien bis hin zu Thrillern \u00fcber Dokumentationen. Der diesj\u00e4hrige Schwerpunkt der Filmtage lag auf belgischem Kino, das laut Andrea Bachmann auszeichnet wird durch den schwarzen Humor und \u201efranz\u00f6sische Leichtigkeit mit englischer Skurrilit\u00e4t verbindet\u201c. Die dort nominierten Filme treten in verschiedenen Wettbewerben gegeneinander an: zum Beispiel bei dem T\u00fcbinger Publikumspreis, dessen Gewinner seinen Weg in die deutschen Kinos findet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Laut Andrea Bachmann war es diesmal ein besonders spannendes Filmjahr, was sich auch an den Besucherzahlen zeigt. Die S\u00e4le waren voll und man merkte, dass das Publikum Lust hatte zu lachen und sich vom frankophonen Flair in der Stadt mitrei\u00dfen lie\u00df.<\/p>\n<figure id=\"attachment_12492\" aria-describedby=\"caption-attachment-12492\" style=\"width: 1000px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-12492 size-full\" src=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Unbenannte-Anlage-00017.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"667\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-12492\" class=\"wp-caption-text\">Viele T\u00fcbinger statten den Franz\u00f6sischen Filmtagen einen Besuch ab.<\/figcaption><\/figure>\n<h3><strong>Von \u00fcber 600 Filmen finden j\u00e4hrlich 90 ihren Weg auf das Festival<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit der Planung des Festivals beginnt das Filmteam schon immer ein Jahr im Voraus. Dazu schaut Hasan Ugur, der Programm-Manager, \u00fcber 600 Filme im Jahr, von denen dann 90 ausgew\u00e4hlt werden. Finanziert wird das Festival von verschiedenen F\u00f6rderern, wie zum Beispiel der Kreissparkasse T\u00fcbingen. Arte ist nicht nur der Hauptsponsor, sondern ist auch mit zehn selbst produzierten Filmen auf dem Festival vertreten, die sp\u00e4ter auch von dem Fernsehsender ausgestrahlt werden.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><strong>A<\/strong><strong>ls Helfer oder Praktikant einen Blick hinter die Kulissen werfen<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn man einen Arbeitsplatz im frankophonen Bereich anstrebt, kann ein Praktikum bei den franz\u00f6sischen Filmtagen auch als Sprungbrett dienen.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eEine ehemalige Praktikantin von uns arbeitet mittlerweile bei Arte\u201c, erz\u00e4hlt uns Frau Bachmann.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer aber auch einfach so etwas Filmluft schnuppern m\u00f6chte, kann sich jedes Jahr als freiwilliger Helfer beteiligen, beispielsweise wird jedem Gast ein \u201eSchutzengel\u201c zur Seite gestellt, der Speisekarten \u00fcbersetzen kann und den Gast durch das sch\u00f6ne T\u00fcbingen lotst. Voraussetzung daf\u00fcr: Franz\u00f6sischkenntnisse und flexible Einsatzzeiten. Zu Gast auf den Filmtagen waren in den letzten Jahren zum Beispiel: Julie Delpy, Ulrich Tukur und C\u00e9dric Klapisch. Zur Belohnung winken Freikarten und Einladungen zu den Festen.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-12491 size-medium\" src=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Maskottchen-Lucy-1-896x672.jpg\" alt=\"\" width=\"896\" height=\"672\" \/><\/strong><\/h3>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Filmtage sind mehr als nur ein \u201abulimischer\u2018 Filmmarathon<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Festival bietet seinen Besuchern, abgesehen von den Filmerlebnissen, ein umfassendes Begleitprogramm. \u201eEin Filmfestival besteht nicht nur daraus, dass man sich eine Woche lang Filme bulimisch anschaut, sondern Filme sind ja auch ein Instrument, mit dem man hofft die Welt ver\u00e4ndern zu k\u00f6nnen\u201c, stellt Frau Bachmann klar. Zu diesem Zweck finden im Anschluss an die Filme Diskussionsrunden statt, wie zum Beispiel bei dem Film \u201eLibre\u201c von Michel Toesca. Der Dokumentarfilm folgt dem Olivenbauer C\u00e9dric Herrou, der vom Staat verklagt wird, weil er illegale Fl\u00fcchtlinge auf seinem Hof beherbergt hat. In der anschlie\u00dfenden Diskussion konnte man sich frei \u00fcber Film, Europas Grenzen und die Abschiebung der Fl\u00fcchtlinge in EU-Randstaaten, wie Spanien und Italien, austauschen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieses Jahr wurde den Zuschauern auch zum ersten Mal ein Virtual Reality Erlebnis geboten. Neben dem Besuch einer Ausstellung im Stadtmuseum mit einer VR-Installation hatten Festivalbesucher die M\u00f6glichkeit im Brechtbau-Theater Virtual Reality-Kurzfilmprogramme und eine Augmented Reality-Ausstellung zu erleben. Das Festival sollte den Besuchern aufzeigen, welche M\u00f6glichkeiten sich mit bewegtem Bild er\u00f6ffnen k\u00f6nnen. Auch wenn Virtual Reality in naher Zukunft nicht das Kinoerlebnis revolutionieren wird, ist es eine neue und spannende Art, um Geschichten zu erz\u00e4hlen, findet Frau Bachmann.<\/p>\n<h3><strong>Zusammenkommen der kreativen K\u00f6pfe<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Sch\u00f6nste an dem Festival ist f\u00fcr die Pressesprecherin die aufkommende \u201eSchullandheimstimmung\u201c, wenn alle G\u00e4ste in T\u00fcbingen eintrudeln; denn es ist eine ereigniseiche Woche, in der die verschiedensten Menschen aus allen Teilen der frankophonen Welt zusammenkommen. Das Festival versteht sich so als \u201eKatalysator f\u00fcr diese kreativen K\u00f6pfe\u201c, welche nach dem Filmerlebnis wieder mit neuer Inspiration und Ideen ihren eigenen Weg gehen.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Fotos:<\/span> Pressebilder Franz\u00f6sische Filmtage T\u00fcbingen\/Stuttgart, Alexander Gonschior<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vom 31.10. \u2013 7.11.2018 fanden die 35. Franz\u00f6sischen Filmtage in T\u00fcbingen und Stuttgart statt. Auf dem gr\u00f6\u00dften frankophonen Filmfestival Deutschlands wurden dieses Jahr wieder 90 &hellip; <\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":12489,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3,810,62],"tags":[513,841,34,245,222,458,18,19,21,22],"class_list":["post-12488","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-film","category-kultur","tag-film","tag-franzoesische-filmtage","tag-kultur","tag-kunst","tag-kupferblau","tag-studenten","tag-studierende","tag-tubingen","tag-universitaet","tag-universitaet-tuebingen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12488","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12488"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12488\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23558,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12488\/revisions\/23558"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12488"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12488"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12488"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}