{"id":12525,"date":"2018-11-10T15:26:11","date_gmt":"2018-11-10T15:26:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kupferblau.de\/?p=12525"},"modified":"2021-02-19T18:18:44","modified_gmt":"2021-02-19T18:18:44","slug":"tigers-mit-herz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/2018\/11\/10\/tigers-mit-herz\/","title":{"rendered":"Tigers mit Herz"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em><b>Nach einem entt\u00e4uschenden Saisonbeginn, waren die Tigers T\u00fcbingen am Freitagabend in der heimischen Paul-Horn-Arena gefordert gegen Ph\u00f6nix Hagen eine Reaktion zu zeigen. In einer ansehnlichen und mitrei\u00dfenden Partie mussten die Fans dabei einiges Auf und Ab \u00fcber sich ergehen lassen.<\/b><\/em><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Niederlagen hinterlassen gerne einmal Spuren. Die Spuren eines Abstieges sind, wie im Falle der Tigers zu beobachten ist, jedoch um einiges tiefer. W\u00e4hrend der Schmerz des Abstiegs sicher noch tief in den Knochen sa\u00df, wurde bereits deutlich, dass ein gro\u00dfer Teil des Kaders nicht den Weg mit in die zweite Liga gehen w\u00fcrde. Sp\u00e4testens als der Hauptsponsor der Tigers ank\u00fcndigte den Umfang seiner Unterst\u00fctzung zu verringern &#8211; und so auch der Vereinsname gek\u00fcrzt werden musste &#8211; wurde deutlich, dass in der zweiten Liga ein Neuanfang n\u00f6tig sein w\u00fcrde. Mit einer ganzen Reihe an neuen Spielern ging es also in die neue Saison. Darunter eine Mischung verschiedenster Spieler wie dem US-Amerikaner Elijah Allen oder dem erst 18-j\u00e4hrigen Nemanja Nadjfeji, der aus der eigenen Jugend in den Profibereich vorstie\u00df.<\/p>\n<figure id=\"attachment_12529\" aria-describedby=\"caption-attachment-12529\" style=\"width: 448px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-12529\" src=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Youngstar-Nemanja-Nadjfeji-in-Aktion-448x672.jpg\" alt=\"\" width=\"448\" height=\"672\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-12529\" class=\"wp-caption-text\">Youngstar Nemanja Nadjfeji in Aktion.<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Optimismus und Aufbruchstimmung wichen zu Saisonbeginn allm\u00e4hlich wieder den ersten Spuren der Verbitterung, die das T\u00fcbinger Publikum aus der Vorsaison gew\u00f6hnt war. Anstatt eines Angriffs auf den sofortigen Wideraufstieg standen nach sieben Spieltagen magere zwei Siege und f\u00fcnf Niederlagen zu Buche. Im Heimspiel gegen Tabellennachbarn Ph\u00f6nix Hagen drohte bei einer Niederlage sogar das Abrutschen auf einen Abstiegsrang. Einige Dinge machten f\u00fcr das Spiel gegen den langj\u00e4hrigen Bundesligakontrahenten zumindest Mut. So hatte man in der heimischen Paul-Horn-Arena bisher zwei der drei absolvierten Spiele gewinnen k\u00f6nnen und \u00fcberzeugte mit einer der besten Offensiven der Liga. Die gro\u00dfe Schwachstelle war die Defensivarbeit der Tigers, die bisher mehr Punkte gegen sich zulie\u00dfen als jeder andere Konkurrent und auch im Spiel gegen Ph\u00f6nix Hagen wieder Schw\u00e4chen offenbaren sollten.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><strong>Spielbericht &#8211; das erste Viertel<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schon vor Beginn der Partie war die Unterst\u00fctzung f\u00fcr den potenziellen Befreiungsschlag gro\u00df. An Zuschauern mangelte es in der Halle trotz Liga Zwei nicht und auch Center Robert Nortmann, auf den die Tigers weiterhin aus Verletzungsgr\u00fcnden verzichten m\u00fcssen, feuerte die Mannschaft von der Bank aus an. Ein Schild auf der Trib\u00fcne wies die T\u00fcbinger zudem auf das hin, was heute nur allzu n\u00f6tig war: \u201eSpielt mit Herz\u201c. Etwas viel Pathos, sicher, aber die Forderung sollte Wirkung zeigen. Wobei die ersten Minuten b\u00f6ses erahnen lie\u00dfen. Zwar zeigte sich T\u00fcbingen in der Offensive wieder einmal zielstrebig und durchsetzungsstark, lie\u00df aber genau diese Eigenschaften in der Defensive vermissen und profitierte h\u00f6chstens von einigen Fehlern im Hagener Offensivspiel. Vor allem im Eins-gegen-Eins schienen die T\u00fcbinger immer wieder vor unl\u00f6sbare Aufgaben gestellt und hielten zus\u00e4tzlich viel zu viel Abstand zu ihren Gegenspielern. Zumindest bei freien B\u00e4llen war der der Biss der Tigers zu erkennen und dank des guten Zusammenspiels ging es mit einer 27:20-F\u00fchrung in die erste Pause.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Knappe F\u00fchrung<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im zweiten Viertel sollte diese schnell schwinden. Zwar bekam die T\u00fcbinger Defensive das Blockspiel der Ph\u00f6nixe nun endlich in den Griff und behauptete sich auch zunehmend im Eins-gegen-Eins, allerdings wurden die G\u00e4ste auf den Au\u00dfenpositionen teils str\u00e4flich alleine gelassen. Das nutzten diese f\u00fcr eine Reihe von Dreiern und gingen so Mitte des zweiten Viertels zum ersten Mal in F\u00fchrung. Das heraufbeschworene Tigerherz schien daraufhin erst einmal in die Hose gerutscht zu sein und die Fans sahen mit an wie Hagen zu enteilen drohte. Dank drei verwandelter Dreier von Wolf und Timmer (22 Punkte am Abend) sowie einem Hagener Ballverlust mit darauffolgendem unsportlichem Foul, herrschte zur Halbzeit dann aber doch wieder Aufregung auf Parkett und Trib\u00fcne bei einer knappen 1-Punkte-F\u00fchrung f\u00fcr T\u00fcbingen.<a name=\"_GoBack\"><\/a><\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Es l\u00e4uft wieder<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu Beginn des dritten Viertelsbrach Hagen pl\u00f6tzlich ein und die Tigers starteten mit einem 7:0-Lauf. Zu dieser Zeit trat auch Youngster Nemanja Nadjfeji zum ersten Mal in Erscheinung als er einen starken Offensivrebound sicherte und wenige Sekunden sp\u00e4ter einen Wurf f\u00fcr drei Punkte im Korb unterbrachte. Dieser Schwung und die Begeisterung der Halle wurden von der Mannschaft daraufhin mitgenommen und auf einmal gelang es auch vor dem eigenen Korb n\u00e4her am Gegenspieler zu bleiben und die Hagener reihenweise zu schwierigen W\u00fcrfen zu zwingen. Der Vorsprung wuchs dabei stetig an und nach einem ansatzlosen Dreier von Tyler Laser (mit 29 Punkten bester Werfer des Abends) ging es unter lautem Jubel mit einer 81:63-F\u00fchrung in den letzten Abschnitt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_12530\" aria-describedby=\"caption-attachment-12530\" style=\"width: 448px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-12530\" src=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Bank-und-Fans-bejubelten-am-Ende-einen-Dreier-nach-dem-anderen-448x672.jpg\" alt=\"\" width=\"448\" height=\"672\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-12530\" class=\"wp-caption-text\">Bank und Fans bejubelten am Ende einen Dreier nach dem anderen.<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Zufriedenheit der Zuschauer war un\u00fcberh\u00f6rbar und sicherlich auch ein Ergebnis dessen, dass die T\u00fcbinger nun wirklich das von ihnen verlangte Herz zeigten. Allerdings trug auch Hagen zur nun sehr hohen Intensit\u00e4t der Partie bei, die von vielen harten Duellen gepr\u00e4gt war. Ein richtiges Mittel fanden die G\u00e4ste aber nicht mehr w\u00e4hrend die T\u00fcbinger sich wieder auf ihre Offensive verlassen konnten und durch hohe Geschwindigkeit und ein hervorragendes Passspiel den Abstand hielten. Zum Ende spielte man sich geradezu in einem Rausch und so konnten die Fans in den letzten Minuten einige sch\u00f6ne Offensivaktionen der nun v\u00f6llig losgel\u00f6st aufspielenden Tigers genie\u00dfen. Am Ende standen ein klarer 113:87-Erfolg, eine aufgebesserte Bilanz von 3:5 Siegen und ein begeistertes Publikum. Der Optimismus war wieder da, das Herz sowieso&#8230;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Fotos<\/span>: Thomas Dinges<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach einem entt\u00e4uschenden Saisonbeginn, waren die Tigers T\u00fcbingen am Freitagabend in der heimischen Paul-Horn-Arena gefordert gegen Ph\u00f6nix Hagen eine Reaktion zu zeigen. 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