{"id":1274,"date":"2013-06-09T18:08:40","date_gmt":"2013-06-09T18:08:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kupferblau.de\/?p=1274"},"modified":"2021-02-21T13:35:20","modified_gmt":"2021-02-21T13:35:20","slug":"hast-du-es-drauf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/2013\/06\/09\/hast-du-es-drauf\/","title":{"rendered":"HAST DU ES DRAUF?"},"content":{"rendered":"<h3>T\u00fcbinger Studierende sprechen \u00fcber Anforderungen, Stress und Durchhalteverm\u00f6gen im Uni-Alltag<\/h3>\n<p><!--more--><br \/>\n<span style=\"color: #004b88;\"><strong>Johannes<\/strong><\/span><br \/>\n<strong><span style=\"color: #004b88;\">Physik, 3. Semester<\/span><\/strong><br \/>\n\u201eIch k\u00f6nnte durchaus mehr f\u00fcr mein Studium machen. \u00dcberfordert bin ich aber nicht! Ich bin mit der Wahl meines Studienfachs zufrieden und glaube auch, gen\u00fcgend Motivation mitzubringen. Nat\u00fcrlich braucht man auch eine Portion Talent. Das h\u00e4ngt aber auch wiederum am jeweiligen Interesse. Schon w\u00e4hrend der Schulzeit habe ich mich sehr f\u00fcr Physik interessiert und mich daraufhin entschieden dieses Studienfach zu belegen. Obwohl man immer etwas tun muss, bleibt die Lernerei \u00fcberschaubar. In Pr\u00fcfungsphasen ist der Aufwand nat\u00fcrlich h\u00f6her und dementsprechend mehr mache ich dann.<br \/>\nDass Studenten nicht wissen, wann der Zweite Weltkrieg stattgefunden hat, kann ich mir nicht vorstellen! Das sie nicht so gut Kopfrechnen k\u00f6nnen, ist eine andere Sache. Im Studium bewegen wir uns einfach auf einer anderen, abstrakteren Ebene. Es gibt aber auch Professoren, die nicht im Kopf rechnen k\u00f6nnen, so auch unser Matheprof. Der hat sich neulich bei einer einfachen Matheaufgabe an der Tafel verrechnet. Das finde ich aber gar nicht so schlimm! Wir haben schlie\u00dflich die M\u00f6glichkeiten, auch ohne Kopfrechnen gut klarzukommen. Warum sollten wir diese nicht nutzen, um wissenschaftlich zu arbeiten? Das Studium ist nunmal sehr zeitintensiv. Man muss gerade in Pr\u00fcfungsphasen noch mal mehr Zeit investieren als sonst. Da kann man sich nicht an solchen Dingen wie Kopfrechnen aufhalten, sondern muss komplexere Themen angehen. Schlie\u00dflich spezialisiert man sich in jedem Fach relativ fr\u00fch.\u201c<\/p>\n<p><span style=\"color: #004b88;\"><strong>Mareike<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #004b88;\"><strong>Geschichte mit Nebenfach <\/strong><strong>Germanistik, 1. Semester<\/strong><\/span><br \/>\n\u201eIch glaube, dass jeder Ersti zu Anfang des Studiums \u00fcberfordert ist. Der Unialltag an sich ist eine Herausforderung, in die ich mich sicher bald hereinfinden werde. Man kommt ja gerade frisch von der Schule und ist dieses eigenst\u00e4ndige Arbeiten noch nicht so gewohnt. Deswegen will ich vorerst nicht nebenher arbeiten, sondern mich erst in den Unialltag hineinfinden.Vor allem der volle Stundenplan ist zu Anfang abschreckend. Mit viel Ehrgeiz und Eigenorganisation findet man sich aber recht schnell zurecht. Man kann sich den Arbeitsaufwand auch mehr selbst einteilen. So sehe ich den gro\u00dfen Vorteil des Studiums darin, dass ich nun meine Zeit selbst organisieren und auch zu Hause \u201estudieren\u201c kann. In der Schule musste ich dagegen mehr vor Ort machen.<br \/>\nIch denke, dass das Interesse am jeweiligen Fach ein erfolgreiches Studium garantiert. Deswegen studiere ich auch nicht Mathe&#8230;<br \/>\nObwohl ich eigentlich Medien\u00adwissenschaften studieren wollte, leider aber keinen Platz bekam, hat mich das Geschichtsstudium nicht entt\u00e4uscht. Ich hatte Geschichte bereits als Leistungskurs in der Schule und dementsprechend viel Interesse bringe ich mit. \u00dcberraschenderweise muss ich f\u00fcr mein Hauptfach viel weniger tun, als f\u00fcr mein Nebenfach! Ich denke aber, dass die stressige Phase da noch kommen wird. Germanistik beansprucht schon viel Zeit. Man muss viel lesen und zusammenfassen und je nach Umfang des Textes kann das bis zu drei Stunden dauern.\u201c<\/p>\n<p><span style=\"color: #004b88;\"><strong>Lenka und Carolin<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #004b88;\"><strong>Jura, 3. Semester<\/strong><\/span><br \/>\n<strong>Lenka:<\/strong><br \/>\n\u201eIch finde, dass\u00a0 man f\u00fcr ein jedes Studium ein allgemeines Interesse aufbringen sollte. Ein punktuelles Wissen reicht nicht aus! Man muss offen f\u00fcr alles und\u00a0 dazu in der Lage sein, sich in diverse Bereiche hineinarbeiten zu k\u00f6nnen. Jura war f\u00fcr mich etwas Neues, eine besondere Herausforderung, da das Fach in der Schule nicht angeboten wurde. Ob ich mich weiter dieser Herausforderung stelle, wei\u00df ich aber noch nicht.\u201c<br \/>\n<strong>Carolin:<\/strong><br \/>\n\u201eWir haben wenig Pflichtveranstaltungen, aber die Masse an Stoff, der zu bew\u00e4ltigen ist, ist gro\u00df. So wird das Studium zum Alltag und man muss die Freizeit drumherum bauen. Nat\u00fcrlich versuche ich mir die Zeit freizuschaufeln, schlie\u00dflich ist auch ein Ausgleich neben dem Studium sehr wichtig!\u201c<\/p>\n<p><span style=\"color: #004b88;\"><strong>Sebastian<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #004b88;\"><strong>Economics und Business <\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #004b88;\"><strong> Administration, 1. Semester<\/strong><\/span><br \/>\n\u201eIch habe schon zu Schulzeiten mein\u00a0 Interesse f\u00fcr Wirtschaft entdeckt. Nach einem Praktikum im Marketing habe ich mich dann f\u00fcr das VWL-Studium entschieden. Gerade das Grundstudium ist sehr mathelastig und erfordert hohe Selbstdisziplin. Das hatte ich auch nicht anders erwartet. Ich freue mich aber schon darauf, wenn das Grundstudium abgeschlossen ist und ich mich konkreter auf den Marketingbereich spezialisieren kann.<br \/>\nEinen Taschenrechner benutzen wir so gut wie kaum. In den Klausuren ist ein programmierbarer Taschenrechner sogar verboten! Die Thematiken der Vorlesungen erscheinen oft sehr schwierig. Setzt man sich danach aber nochmals gezielt mit dem Stoff au\u00dfeinander, wird alles klarer. Ich investiere t\u00e4glich zwei bis drei Stunden in die Vor- und Nachbereitung von Vorlesungen. So bleibt der Aufwand machbar und ich habe immer noch ausreichend Freizeit. Einmal die Woche spiele ich Fu\u00dfball und das ist mir auch als Ausgleich zu meinem Studium wichtig. Das Studium erfordert vor allem gute Eigenorganisation. Au\u00dferdem muss man\u00a0 sich eigenst\u00e4ndig weiterbilden k\u00f6nnen. Aufgrund der rapiden Spezialisierung darf man sich nicht gehen lassen, was Allgemeinwissen und so weiter angeht. Dementsprechend behaupte ich, dass ich mich als VWLer auch gut in Wort und Schrift ausdr\u00fccken kann. Ich finde es generell ziemlich abwegig, zu behaupten, dass Studenten nicht mehr \u00fcber ausreichendes Allgemeinwissen verf\u00fcgen. Unabh\u00e4ngig davon, was man studiert, liegt es bei einem selbst, sich zu bilden.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"right\"><em>Aufgezeichnet von Anna Nisch<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>T\u00fcbinger Studierende sprechen \u00fcber Anforderungen, Stress und Durchhalteverm\u00f6gen im Uni-Alltag<\/p>\n","protected":false},"author":220,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-1274","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1274","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/220"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1274"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1274\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":24285,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1274\/revisions\/24285"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1274"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1274"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1274"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}