{"id":1407,"date":"2013-08-18T18:56:20","date_gmt":"2013-08-18T18:56:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kupferblau.de\/?p=1407"},"modified":"2021-02-21T13:29:14","modified_gmt":"2021-02-21T13:29:14","slug":"you-are-the-future","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/2013\/08\/18\/you-are-the-future\/","title":{"rendered":"You are the Future"},"content":{"rendered":"<h3>21 T\u00fcbinger Studierende in New York City<\/h3>\n<p><span style=\"color: #004b88;\"><strong>Nach halbj\u00e4hriger Vorbereitung vertreten die T\u00fcbinger Studierenden im M\u00e4rz 2013 das Land Australien bei National Model United Nations \u2014 der weltgr\u00f6\u00dften Simulation der Vereinten Nationen. Die f\u00fcnft\u00e4gige Konferenz versammelt circa 5000 Studierende aus aller Welt in New York City.&nbsp; Ein Erfahrungsbericht.<\/strong><\/span><br \/>\n<em>von Isabel Kommol<\/em><br \/>\n<!--more--><br \/>\n<span style=\"color: #004b88;\"><strong>Sonntag, 17. M\u00e4rz<\/strong><\/span><br \/>\n\u201eYou are the future!\u201c Mit diesen Worten begr\u00fc\u00dft uns der Portier des Sheraton Times Square Hotels in Midtown Manhattan. Es ist Tag eins von National Model United Nations (NMUN) New York 2013 und damit Anreise- und Er\u00f6ffnungstag.&nbsp;Wie die Heuschrecken fallen Studierende aus aller Welt im Hotel ein. In der Lobby ist bald kaum ein Durchkommen m\u00f6glich. Angesichts des gro\u00dfen Andrangs verl\u00e4sst so manch normaler Gast mit sorgenvollem Blick fluchtartig die Lobby. Im \u201eTower\u201c des Hotels sind die Aufz\u00fcge dem Ansturm nicht gewachsen.<br \/>\nBereits nach zehn Minuten machen wir Bekanntschaft mit Studierenden aus dem Irak. Neben arabischen und spanischen, sind auch japanische Sprachfetzen zu vernehmen. Dass man sich mit Betreten des Hotels an die vorgegebene Konferenzsprache \u2014 Englisch \u2014 zu halten hat, ger\u00e4t bei der Aufregung der ersten Eindr\u00fccke in Vergessenheit. Zu den bei NMUN nachgestellten 19 Komitees geh\u00f6ren unter anderem der Sicherheitsrat und UNICEF. Als Australische Delegation sind wir in elf dieser Komitees vertreten, deren Gr\u00f6\u00dfe von etwa 30 bis zu 400 Leuten variiert.<br \/>\nDie Er\u00f6ffnungsfeier beginnt und nach mehreren Reden setzt der Generalsekret\u00e4r zum entscheidenden Satz an: \u201eI declare NMUN New York 2013 open!\u201c Endlich geht es los! In den Komitees sind alle gespannt auf die Ideen der anderen Delegierten. Einige sind in ihrem Verhandlungseifer nicht zu bremsen. Nach Ende der ersten \u201eCommittee Session\u201c begeben wir uns um 23 Uhr auf die Suche nach einem \u201eAbendessen\u201d.<br \/>\n<span style=\"color: #004b88;\"><strong>Montag, 18. M\u00e4rz<\/strong><\/span><br \/>\nDie freie Zeit zwischen den Verhandlungen nutzen wir f\u00fcr Strategiebesprechungen bei Starbucks oder ein gemeinsames Mittagessen mit koreanischen und kanadischen Studierenden, die \u201eSpanien\u201d und \u201eChina\u201d vertreten. Um dem Transportchaos an den Aufz\u00fcgen zu entgehen, haben die findigeren Studierenden kurzerhand die Feuertreppe zweckentfremdet. In den Komitees l\u00e4uft derweil alles nach Plan.<br \/>\n<span style=\"color: #004b88;\"><strong>Dienstag, 19. M\u00e4rz<\/strong><\/span><br \/>\nUm 8 Uhr morgens sitzen wir im Konferenzsaal und arbeiten am Text unserer \u201eResolution-to-be\u201d. In einer Stunde beginnen die \u201eCommittee Session\u201d des ber\u00fchmt-ber\u00fcchtigten \u201eMelt Down Tuesday\u201d. Der l\u00e4ngste Tag der Konferenz tr\u00e4gt nicht umsonst diesen Beinamen. Bis 22.30 Uhr jagt eine Verhandlungsrunde die n\u00e4chste. Selbst die \u00e4u\u00dferst taffe \u201eMadame Director\u201c in der Internationalen Atomenergie-Organisation f\u00fchlt sich heute bem\u00fc\u00dfigt uns zu erinnern, das Essen und Trinken nicht zu vergessen. Auf den Rettungswagen f\u00fcr dehydrierte Delegierte m\u00f6chte man dieses Jahr verzichten.<br \/>\n<span style=\"color: #004b88;\"><strong>Mittwoch, 20. M\u00e4rz<\/strong><\/span><br \/>\nMit jedem Konferenztag sehen viele Gesichter m\u00fcder aus. Nochmals wird \u00fcber die Israelische Siedlungspolitik, Menschenhandel, Nahrungsmittelsicherheit, den Kampf gegen den illegalen Waffenhandel oder den verbesserten Zugang zu Bildung verhandelt. Die letzte M\u00f6glichkeit die Resolutionstexte zu \u00e4ndern, l\u00e4sst doch noch Hektik aufkommen. Die Abstimmungen ziehen sich teils bis zum Abend.<br \/>\n<span style=\"color: #004b88;\"><strong>Donnerstag, 21. M\u00e4rz<\/strong><\/span><br \/>\nNach mehreren Tagen in den Konferenzs\u00e4len des Hotels d\u00fcrfen wir endlich in das Herzst\u00fcck der Vereinten Nationen \u2014 kr\u00f6nender Abschluss ist die \u201eClosing Ceremony\u201d in der Halle der Generalversammlung. Als letzte Amtshandlungen vertagen die studentischen Delegierten die Konferenz auf n\u00e4chstes Jahr. Bevor abends die Abschlussparty im \u201eTerminal 5\u201c auf dem Programm steht, lassen wir die Konferenz in einem australischen Restaurant ausklingen. Die vergangenen Tage waren spannend, bereichernd, zuweilen hektisch und niemals langweilig. Sie hielten von hitzigen Diskussionen \u00fcber nette Bekanntschaften und unauffindbaren Delegierten bis zu erfolgreichen Abstimmungen vieles bereit. Auf die n\u00e4chste Delegierten-Generation wartet 2014 eine abwechslungsreiche Zeit.<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>21 T\u00fcbinger Studierende in New York City Nach halbj\u00e4hriger Vorbereitung vertreten die T\u00fcbinger Studierenden im M\u00e4rz 2013 das Land Australien bei National Model United Nations &hellip; <\/p>\n","protected":false},"author":222,"featured_media":1408,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[49],"tags":[],"class_list":["post-1407","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unipolitik"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1407","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/222"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1407"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1407\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":24270,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1407\/revisions\/24270"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1407"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1407"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1407"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}