{"id":1575,"date":"2013-10-26T14:41:24","date_gmt":"2013-10-26T14:41:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kupferblau.de\/?p=1575"},"modified":"2021-02-21T13:17:36","modified_gmt":"2021-02-21T13:17:36","slug":"ein-barenstarkes-team-teddydocs-im-einsatz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/2013\/10\/26\/ein-barenstarkes-team-teddydocs-im-einsatz\/","title":{"rendered":"Ein b\u00e4renstarkes Team &#8211; TeddyDocs im Einsatz"},"content":{"rendered":"<h3>T\u00fcbinger Studierende verarzten Kuscheltiere<\/h3>\n<p><strong><span style=\"color: #004b88;\">T\u00fcbinger Studierende behandeln ungew\u00f6hnliche Patienten: Kuscheltiere. Schonend bringen Sie Kindern im Vorschulalter den Besuch beim Arzt oder im Krankenhaus n\u00e4her und lernen dabei selbst einiges f\u00fcr das sp\u00e4tere Berufsleben.<\/span><\/strong><br \/>\n<em>von Charlotte H\u00fctten<\/em><br \/>\n<!--more--><br \/>\nTim ist aufgeregt. Sein Teddy hat eine gebrochene Pfote. Deswegen wird er heute von den TeddyDocs behandelt, die ihre ambulante Sprechstunde in Tims Kindergarten abhalten. Sorgf\u00e4ltig untersucht eine junge Medizinstudentin Tims B\u00e4ren.<br \/>\nDie aus Skandinavien stammende Idee soll Kindern den Besuch beim Arzt oder im Krankenhaus nahe bringen und ihnen somit die Angst davor nehmen. Die Kinder schl\u00fcpfen in die Rolle f\u00fcrsorglicher Eltern und begleiten ihren Teddyb\u00e4ren zum Arztbesuch. Daf\u00fcr engagieren sich die T\u00fcbinger Medizinstudenten bereits seit 2001 und geh\u00f6ren somit zu einer der ersten Fakult\u00e4ten Deutschlands, die dieses Projekt unterst\u00fctzt.<\/p>\n<h3><span style=\"color: #004b88;\">Als TeddyDoc ist auch schauspielerisches Talent gefragt<\/span><\/h3>\n<p>Mitmachen ist ganz einfach: Vor jeder Aktion wird ein TeddyDoc-Training abgehalten. Hier werden den Interessierten von erfahrenen Kommilitonen Szenen aus dem Teddyklinik-Alltag vorgespielt und grundlegende Fragen beantwortet. Auch schwierige Situationen werden besprochen. Wie gehe ich zum Beispiel damit um, wenn ein Kind erz\u00e4hlt, sein Teddy habe Krebs? Hier gilt: schauspielerisches Talent erproben, Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen beweisen und die Kinder ernstnehmen. Ist dieses Training einmal absolviert, k\u00f6nnen die TeddyDocs sooft teilnehmen wie sie m\u00f6chten. Dieses Angebot gilt f\u00fcr Humanmedizin-, Pharmazie- und Zahnmedizinstudenten.<br \/>\nNicht nur die Kinder lernen den Arztbesuch spielerisch kennen, sondern auch die Studierenden k\u00f6nnen erste Praxisluft schnuppern. Von der Patientenaufnahme, \u00fcber die umfassende Diagnose bis zum Apothekenbesuch wird versucht, alles m\u00f6glichst realistisch nachzuspielen. Dabei sind auch kleine Fehler kein Problem: \u201eDas ist den Kindern ja egal, ob du vergessen hast in die Augen zu leuchten\u201c, sagt Cornelia Wagner, 23, die im achten Semester Medizin studiert. Au\u00dferdem lernen die Studierenden, wie man richtig mit Kindern umgeht. Das ist nicht nur interessant f\u00fcr die angehenden Kinder\u00e4rzte, sondern wird in fast allen medizinischen Fachbereichen gebraucht.<br \/>\nOrganisationstalent und Ideenreichtum sind vor allem bei der gro\u00dfen station\u00e4ren Klinik in Stuttgart gefragt: Zelte bestellen, Einladungen rausschicken und TeddyDocs einteilen. Hier bieten die Studierenden den Kindern eine gro\u00dfe Show. Mit einem echten Krankenwagen liefern sie einen speziellen, mit Rei\u00dfverschl\u00fcssen und Stofforganen versehenen Teddy ein und operieren ihn unter staunenden Kinderaugen. Doch auch im ambulanten Bereich haben die TeddyDocs so ihre Tricks.<\/p>\n<h3><span style=\"color: #004b88;\">Kleine Tricks sorgen f\u00fcr strahlende Kinderaugen<\/span><\/h3>\n<p>M\u00f6chte ein Kind den Herzschlag seines kleinen Lieblings abh\u00f6ren, h\u00e4lt der Arzt den B\u00e4ren in seiner Hand und klopft unauff\u00e4llig gegen den R\u00fccken des Tieres. \u201eEs ist richtig cool, wenn das Kind das Klopfen h\u00f6rt und die Augen anfangen zu strahlen: Mein Teddy hat ein Herz!\u201c, erz\u00e4hlt Cornelia begeistert. \u201eWir gehen auch immer raus und freuen uns, weil die Kinder sich so gefreut haben. Das ist ein Geben und Nehmen\u201c, betont Cornelias Kommilitonin Julia B\u00e4\u00dfler, 23.<br \/>\nNicht nur Teddyb\u00e4ren werden behandelt: Von der Pl\u00fcsch-Riesenschlange bis hin zum einfachen Kissen, ist im Teddyklinik-Alltag alles vertreten. Kaputte Teddyb\u00e4ren flicken die TeddyDocs jedoch nicht. Das f\u00fchrt schon mal zu Missverst\u00e4ndnissen.<br \/>\nWenn man die beiden engagierten Medizinstudentinnen fragt, was sie sich f\u00fcr die Teddyklinik in Zukunft w\u00fcnschen, gibt es nur eines: \u201eAlles soll so weitergehen wie bisher! Ist doch sch\u00f6n, wenn man in zehn Jahren sagen kann: Das haben wir mit aufgebaut!&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>T\u00fcbinger Studierende verarzten Kuscheltiere T\u00fcbinger Studierende behandeln ungew\u00f6hnliche Patienten: Kuscheltiere. 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