{"id":16100,"date":"2019-07-07T18:59:01","date_gmt":"2019-07-07T18:59:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kupferblau.de\/?p=16100"},"modified":"2021-02-19T17:52:27","modified_gmt":"2021-02-19T17:52:27","slug":"buchempfehlung-zum-buecherfest-bittersuesse-schokolade","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/2019\/07\/07\/buchempfehlung-zum-buecherfest-bittersuesse-schokolade\/","title":{"rendered":"Buchempfehlung zum B\u00fccherfest: Bitters\u00fc\u00dfe Schokolade"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong>Im Rahmen des <a href=\"https:\/\/www.tuebinger-buecherfest.de\/startseite.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">T\u00fcbinger B\u00fccherfests<\/a>, das vom 05. bis 07 Juli in ganz T\u00fcbingen stattfindet, gew\u00e4hrt auch das Campusmagazin Kupferblau dieses Jahr einen kleinen Einblick in die Welt der B\u00fccher. Gestern haben wir euch schon <a href=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/2019\/07\/06\/buchempfehlung-zum-buecherfest-die-geschichte-der-bienen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">&#8222;Die Geschichte der Bienen&#8220; <\/a>von Maja Lunde vorgestellt, heute stellen wir euch den Roman &#8222;Bitters\u00fc\u00dfe Schokolade&#8220; vor.<br \/>\n<\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Bitters\u00fc\u00dfe Schokolade von Laura Esquiavel<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Bitters\u00fc\u00dfe Schokolade&#8220; ist ein Roman der mexikanischen Schriftstellerin Laura Esquiavel, der 1989 ver\u00f6ffentlicht wurde. Die Geschichte ist eine Manifestation des magischen Realismus, eine literarische Form, welche die Grenzen zwischen Realit\u00e4t und Phantasie vermischt. Realit\u00e4t und Phantasie k\u00f6nnen hier sehr wohl nebeneinander existieren und m\u00fcssen nicht zwangsweise im Konflikt stehen, sie verschmelzen miteinander.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Geschichte ist auf eine syn\u00e4sthetische Art erz\u00e4hlt und beschreibt hierbei vor allem Ger\u00fcche, D\u00fcfte und Geschm\u00e4cke. Das Buch besteht aus 12 Kapiteln, jedes Kapitel f\u00e4ngt mit einem Rezept an, als l\u00e4se man ein Kochbuch. Die Gerichte stammen aus der traditionellen Mexikanischen K\u00fcche. Gleich am Anfang vermischen sich die Stufen der Vorbereitung des Essens mit der Geschichte und den Gef\u00fchlen des Hauptcharakters.<\/p>\n<h3>Zum Inhalt<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bitters\u00fc\u00dfe Schokolade\u00a0handelt von Tita de la Garza, einem M\u00e4dchen, dass zur Zeit der Revolution in Mexiko geboren wird. Sie kommt auf einem K\u00fcchentisch zur Welt, auf dem gerade eine Zwiebelsuppe vorbereitet wurde, und wird von ihrer Geburt an von der K\u00f6chin Nacha aufgezogen. Jedes Mal, wenn sie eine Zwiebel schneidet, tr\u00e4nen ihre Augen so f\u00fcrchterlich wie am Tag ihre Geburt. Tita ist die j\u00fcngste von drei Schwestern und muss der Familientradition nach ihre Mutter bis zum Tod pflegen, sie darf deswegen nicht heiraten. Dennoch verliebt sich in Pedro Muzquiz und er sich in sie. Doch sie traut sich nicht, sich ihrer Mutter Elena zu widersetzen und muss seinen Heiratsantrag ablehnen. Um Tita n\u00e4her zu sein, sieht Pedro eine einzige M\u00f6glichkeit: ihre Schwestern Rosaura zu heiraten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als die Geschichte sich entwickelt, sehen wir wie Tita teilweise resignierter wird, aber es l\u00e4sst sich auch ihre Leidenschaft erleben. Das Kind ihre Schwester bringt Fr\u00f6hlichkeit und Sinn in ihr Leben. Auf dieses wird sie aufpassen, wie Nacha auf sie aufgepasst hat, mit viele Suppe und viel Zuneigung. Allerdings f\u00fchren schmerzhafte Verluste dazu, dass Tita auch mit dem Wahnsinn zu k\u00e4mpfen hat. Zum Gl\u00fcck hat sie ihre Liebe f\u00fcr die K\u00fcche. Tita muss einen inneren Kampf gewinnen, um sich aus dem Griff von Mama Elena zu befreien. Doch die Verletzungen durch ihre herzlose Mutter sind nicht einfach auszul\u00f6schen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_12848\" aria-describedby=\"caption-attachment-12848\" style=\"width: 1008px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-12848\" src=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/IMG_5998x-1008x672.jpg\" alt=\"\" width=\"1008\" height=\"672\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-12848\" class=\"wp-caption-text\">Schokolade ist bekanntlicherwei\u00dfe was f\u00fcrs Herz. ChocolART \/ Foto: Marko Knab<\/figcaption><\/figure>\n<h3>Lesenswert, weil:<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die beschriebene Syn\u00e4sthesie in dem Buch ist verb\u00fcffend, man bl\u00e4ttert mit gro\u00dfem Erstaunen und Freude schnell und aufgeregten durch die Seiten. Wer sich davon einfangen l\u00e4sst, kann den Roman an einem einzigen Wochenende lesen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die L\u00fcste, Leidenschaften und Schmerzen der Hauptcharakterin verwandeln sich in dem Buch in D\u00fcfte und Geschm\u00e4cke, was den Charme der Geschichte ausmacht. In der K\u00fcche verarbeitet Tita ihre Gef\u00fchle und beeinflusst dadurch unabsichtlich die Leute um sich herum. Beispielsweise, in Kapitel zwei, \u201eFebrero: Pastel Chabela\u201d, weint Tita vor tiefer Traurigkeit, als sie die Torte f\u00fcr die Hochzeit ihre Schwester und ihres geliebten Pedro vorbereitet. Ihre Tr\u00e4nen fallen auf das Essen und etwas ganz komisches passiert auf dem Hochzeitfest: nachdem die G\u00e4ste die Chabela Torte essen, f\u00fchlen sie sich sehr schlecht, sie brechen in Tr\u00e4nen aus und \u00fcbergeben sich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Oder, in Kapitel drei \u201eMarzo: Codornices en P\u00e9talas de Rosas\u201c, kocht Tita ein typisch mexikanisches Gericht mit den Rosenbl\u00fctenbl\u00e4ttern eines Blumenstrau\u00dfes, den Pedro ihr mitgebracht hat. Beim vorbereiten verletzte sie sich an einem Stachel und ihre Blut f\u00e4llt in das Essen. Das Gericht hat eine besondere Auswirkung auf die Leute, die es essen: es weckt die sexuelle Begierde in ihnen in einem fast unertr\u00e4glichen Ma\u00dfe. Die j\u00fcngste Schwester Gertrudis kann die Lust nicht unterdr\u00fccken und flieht mit einem Soldat. Sp\u00e4ter wird sie eine Rolle in der Revolution spielen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Bitters\u00fc\u00dfe Schokolade&#8220; ist nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern auch eine Geschichte \u00fcber die Macht der Seele, wie sie vor Gl\u00fcck den Himmel erreichen-, oder auch am Boden zerst\u00f6rt sein kann. Magie kann in den f\u00fcnf Sinnen sein, die uns umschlie\u00dfen, und jeder Mensch kann die Kraft in sich finden seine Seele zu heilen.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Fotos<\/span>: Marko Knab<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Rahmen des T\u00fcbinger B\u00fccherfests, das vom 05. bis 07 Juli in ganz T\u00fcbingen stattfindet, gew\u00e4hrt auch das Campusmagazin Kupferblau dieses Jahr einen kleinen Einblick &hellip; <\/p>\n","protected":false},"author":371,"featured_media":12355,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3,534,62],"tags":[90,446,5033,11,34,245,1547,458,18,19,5034,145,20,21,22,1336],"class_list":["post-16100","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-alltagswelten","category-kultur","tag-buch","tag-buecher","tag-buchfest","tag-featured","tag-kultur","tag-kunst","tag-lesen","tag-studenten","tag-studierende","tag-tubingen","tag-tuebinger-buecherfest","tag-uni","tag-uni-tuebingen","tag-universitaet","tag-universitaet-tuebingen","tag-zukunft"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16100","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/371"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=16100"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16100\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23491,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16100\/revisions\/23491"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=16100"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=16100"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=16100"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}