{"id":16188,"date":"2019-07-22T11:53:24","date_gmt":"2019-07-22T11:53:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kupferblau.de\/?p=16188"},"modified":"2021-02-19T17:50:03","modified_gmt":"2021-02-19T17:50:03","slug":"hoheit-darueber-freiheit-und-emanzipation-zu-bestimmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/2019\/07\/22\/hoheit-darueber-freiheit-und-emanzipation-zu-bestimmen\/","title":{"rendered":"Hoheit dar\u00fcber, Freiheit und Emanzipation zu bestimmen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong>Vor dem 10. Juli w\u00e4lze ich die Gedanken immer wieder durch meinen Kopf. Stellen wir uns vor, ich h\u00e4tte zu Schulzeiten Kopftuch getragen. W\u00e4re eines Tages eine Lehrkraft auf mich zugekommen, um mich anzuweisen, das Kopftuch abzulegen, was w\u00e4re geschehen? H\u00e4tte ich es heimlich abgelegt, weil meine Eltern es wollten? H\u00e4tte ich es weiterhin getragen, weil ich es unbedingt wollte? W\u00e4re ich dann \u2013 somit vermutlich keine Studentin mehr \u2013 vom Unterricht ausgeschlossen worden? Die Frage, die ich mal mit \u201eNein\u201c und dann wieder mit \u201eJa\u201c beantwortet h\u00e4tte: Soll das Kopftuch f\u00fcr M\u00e4dchen an Schulen verboten werden?<\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Anlass zur Podiumsdiskussion: \u201e1,5 qm Stoff und Debatten ohne Ende?\u201c am Mittwochabend des 10. Juli 2019. Der Aufruf der Organisation \u201eTerre des Femmes\u201c zum Kopftuchverbot an p\u00e4dagogischen Einrichtungen bleibt nicht die einzige Leitfrage des Abends. Ein klares F\u00fcr oder Wider in dieser Debatte zu finden, so lernen wir an diesem Abend, ist nicht leicht. Denn die Diskussion setzt noch viel fr\u00fcher an und er\u00f6ffnet einen F\u00e4cher von Vorurteilen, kulturellen Begegnungen und der Frage nach individueller Selbstbestimmung, der die wichtigste Stimme verstummen l\u00e4sst: die der bedeckten M\u00e4dchen und Frauen. Durch den Aufruf von Terre des Femmes reproduziert sich einseitig das stark vertretene Bild von M\u00e4dchen als Opfer von Zwangsverh\u00e4ltnissen, ein Verbot w\u00fcrde die p\u00e4dagogische Begleitung der bedeckten M\u00e4dchen oft verunm\u00f6glichen. Doch wo liegen die Ressourcen der p\u00e4dagogischen Arbeit mit M\u00e4dchen und Frauen, die Kopftuch tragen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Alten Aula kommen auf dem Podium vier Frauen zusammen, die stellvertretend f\u00fcr genau diese Frauen sprechen und die Herausforderungen f\u00fcr P\u00e4dagogen und P\u00e4dagoginnen beleuchten. Das \u201e<a href=\"https:\/\/www.rassismuskritik-bw.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Netzwerk rassismuskritische Migrationsp\u00e4gagogik<\/a>\u201c leitet unter der Moderation von Prof. Dr. Barbara Stauber gemeinsam mit dem Institut f\u00fcr Erziehungswissenschaften und<a href=\"https:\/\/adis-ev.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"> adis e.V. <\/a>durch den Abend.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Meinungen, berufliche Erfahrungen und Handlungsalternativen in der aufgeladenen Debatte \u00e4u\u00dfern Sabrina Fellous von der <a href=\"http:\/\/www.foedem.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Herrenberger Bildungsinitiative F\u00f6deM<\/a>, Dr. Jussra Schr\u00f6er vom Zentrum f\u00fcr islamische Theologie der Universit\u00e4t T\u00fcbingen, Aischa Kartal von der Beratungsstelle <a href=\"https:\/\/www.eva-stuttgart.de\/unsere-angebote\/angebot\/beratungsstelle-yasemin\/?&amp;no_cache=1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Yasemin, Evangelische Gesellschaft Stuttgart e.V. <\/a>und Lena Hezel vom <a href=\"https:\/\/www.maedchentreff-tuebingen.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">M\u00e4dchen*Informations- und Beratungszentrum\/M\u00e4dchen*treff e.V. T\u00fcbingen.<\/a><\/p>\n<figure id=\"attachment_16189\" aria-describedby=\"caption-attachment-16189\" style=\"width: 1007px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-16189 size-medium\" src=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/DSC00194_print-1007x672.jpg\" alt=\"\" width=\"1007\" height=\"672\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-16189\" class=\"wp-caption-text\">Die Podiumsdiskussion hat viele G\u00e4ste in die Alte Aula gezogen: junge und alte Menschen, Studierende, Lehrkr\u00e4fte, das Publikum ist bunt gemischt.<\/figcaption><\/figure>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><strong>Wenn ein Individuum synonym gesetzt wird f\u00fcr tausend andere <\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die G\u00e4ste auf dem Podium skizzieren einen p\u00e4dagogischen Umgang mit der Kopftuch-Debatte, der den bedeckten M\u00e4dchen und Frauen mehr Chancen gibt, als ein blo\u00dfes Verbot. Vorab kl\u00e4ren sie: \u201eP\u00e4dagogik hat nicht auf alles eine Antwort, Grenzen bestehen immer.\u201c Diese Grenzen beginnen bei gesellschaftlichen Zuschreibungsmustern. In \u201eDie Gefahr einer einzigen Geschichte\u201c \u00e4u\u00dfert die Schriftstellerin Chimamanda Ngozi Adichie pr\u00e4zise und scharf Kritik an den \u201eSingle Stories\u201c. Die Gesellschaft, so Adichie, st\u00fclpt ein einziges Narrativ \u00fcber Milliarden Individuen, die alle eigentlich nicht unterschiedlicher sein k\u00f6nnten, und kreiert so den Charakter der \u201eMuslime\u201c, die Figur der \u201eAfroamerikaner\u201c, \u201etypische\u201c M\u00e4nner, \u201etypische\u201c Frauen. Und diese \u201esingle story\u201c reproduziert sich stetig: \u201eshow people as one thing over and over again\u201c. Deshalb macht die Anmoderation das Ziel f\u00fcr den Abend deutlich. Es ginge weniger um eine politische Diskussion im engeren Sinn, sondern darum, andere sprechen zu lassen, statt f\u00fcr sie zu sprechen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Antwort der P\u00e4dagogik darauf, so sind sich die vier G\u00e4ste einig, ist die Ermutigung zur Selbstbestimmung. Anstatt sich auf das Narrativ der jeweiligen Heimat und Kultur zu fokussieren, ist die p\u00e4dagogische Hauptaufgabe die Orientierung am Subjekt und der Biographie, und diese auch eingebunden in gesellschaftliche Kontexte mit individuellen Wirkungen zu betrachten. Diese Biographien werden in Bildungsinitiativen und Beratungszentren unterst\u00fctzt. Den Jugendlichen wird ein vertrauensvoller Raum geboten, in welchem sie zum einen ermutigt werden, ihre Identit\u00e4t als St\u00e4rke und Ressource zu erkennen und zum anderen lernen k\u00f6nnen, Strategien f\u00fcr den Umgang mit rassistischen Begegnungen zu entwickeln.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Team von Aischa Kartal arbeitet deshalb bewusst multiethnisch, um den Frauen in der Beratung zu zeigen, dass \u201eandere Lebensentw\u00fcrfe okay sind und jede*r auf einer breiten Identifikationsfl\u00e4che einen Platz findet\u201c. Entgegen der weitverbreiteten \u00dcberzeugung, dass bedeckte Frauen nicht aus freien St\u00fccken ein Kopftuch tragen, ist das Kopftuch nicht einseitig als Zeichen von R\u00fcckst\u00e4ndigkeit zu lesen: \u201eIch habe viel von den jungen Damen gelernt. Wenn man die Religion entdeckt, erkennt man, dass manche Frauen das Kopftuch unter anderem als ein Symbol des Protests tragen\u201c, erkl\u00e4rt Kartal.<\/p>\n<figure id=\"attachment_16190\" aria-describedby=\"caption-attachment-16190\" style=\"width: 1026px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-16190 size-medium\" src=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/DSC00199_print-1026x672.jpg\" alt=\"\" width=\"1026\" height=\"672\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-16190\" class=\"wp-caption-text\">Sabrina Fellous, Jussra Schr\u00f6er, Barbara Stauber und Lena Hezel geben Einblicke in ihre p\u00e4dagogische Arbeit. (v.l.n.r.).<\/figcaption><\/figure>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><strong>Alles was anders ist, ist Zwang?<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sabrina Fellous, die selbst seit ihrem 11. Lebensjahr aus eigener \u00dcberzeugung bedeckt ist, formuliert erg\u00e4nzend die Gegenfrage: \u201eWie kommst d u darauf, dass ich nicht freiwillig muslimisch bin?\u201c. Deshalb will F\u00f6deM junge Frauen in ihrer Selbstbestimmung f\u00f6rdern. Und zwar um die M\u00e4dchen und Frauen nicht trotz, sondern mit Religion stark zu machen. Die H\u00fcrden hierbei liegen vor allem in der starken Polarisierung der Diskussion um Migration, Islam und Stereotypen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jussra Schr\u00f6er vom Zentrum f\u00fcr Islamische Theologie, die auch religi\u00f6se Diskriminierungserfahrungen gemeinsam mit den Studierenden thematisiert, macht deutlich: Menschen muslimischen Glaubens sind vielf\u00e4ltig, es ist komplex das \u201emuslimisch sein\u201c einfach mit einem Wort zu beschreiben, das gleichzeitig alle muslimischen Diversit\u00e4ten im Alltag zusammenfasst.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieser Pauschalisierung zu begegnen bedeutet, das Bild von muslimischen Frauen weniger einseitig zu gestalten. Die negative Darstellung der Kopfbedeckung formt eine Barriere der Chancenungleichheit, die sich messen l\u00e4sst. Eine Studie des Bonner Forschungsinstituts zur Zukunft der Arbeit aus dem Jahr 2016 zeigt: Bedeckte Frauen m\u00fcssen vier Mal mehr Bewerbungen verschicken als Bewerberinnen mit identischer Qualifikation, um zum Vorstellungsgespr\u00e4ch eingeladen zu werden. Deshalb steht der Begriff des \u201eantimuslimischen Rassismus\u201c ausdr\u00fccklich nicht f\u00fcr die Projektion des Islam als \u201eMonolith\u201c, sondern weist vielmehr auf die Pauschalisierung im gesellschaftlichen Diskurs hin. Weiter pauschalisiert: Der Zwang zur Bedeckung, Rollenbilder und Lebensentw\u00fcrfe der bedeckten Frauen, sowie das Kopftuch als scheinbares Zeichen von fehlender Emanzipation. Der Diskurs ist starr, der Dialog nicht immer differenziert. Deshalb ist ein wichtiger Auftrag der P\u00e4dagogik, respektvolle Auseinandersetzung anzusto\u00dfen und schematisch-einseitige Bilder aufzul\u00f6sen. Ihren Platz m\u00fcssen, so Hezel, Bilder der Vielfalt einnehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Vertreterin des M\u00e4dchen*treff gibt Stimmen der jungen M\u00e4dchen im offenen Treff wieder:<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eWir f\u00fchren normale Leben, unter unseren Kopft\u00fcchern haben wir Gehirne. Wir gehen schwimmen und machen Sport, wie alle anderen\u201c.<\/p>\n<\/blockquote>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><strong>Kopftuch, K\u00f6rperbilder und Kategorien<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fellous setzt dem Bild der fehlenden Emanzipation weiter entgegen: \u201eEs ist nicht mein Kopftuch, dass mich einschr\u00e4nkt, sondern die Reaktion und die Behinderung und der Ausschluss durch die Gesellschaft. Schwimmen mit Bedeckung ist m\u00f6glich, was mich behindert, ist das Burkini-Verbot\u201c. Sie stellt die Frage in den Raum, welche Botschaft jungen Frauen durch ein Verbot des Kopftuchs vermittelt wird. Wird religi\u00f6se Identit\u00e4t nicht respektiert? Werden junge Frauen im Umkehrschluss nur respektiert, wenn sie einem expliziten Stereotyp entsprechen? In diesen reihen sich eine Vielzahl von Merkmalen ein, die den Diskurs in die Diskussionen um K\u00f6rperbilder und um Gender Identity sto\u00dfen. Es wird klar, wie weit man sich von der Ursprungsfrage des Abends entfernen kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Antworten darauf k\u00f6nnen nur gefunden werden, wenn die \u201eDiskurse au\u00dferhalb der Community angesto\u00dfen werden\u201c, so Fellous. Diese Sensibilisierung kann nur stattfinden, wenn die betroffenen Gesellschaften miteinbezogen werden und ihnen Handlungsspielr\u00e4ume er\u00f6ffnet werden: \u201eDiese M\u00e4dchen und Frauen sind Expertinnen ihrer Lebenswelt und wir m\u00fcssen sie auch so wahrnehmen\u201c, so Hezel. Statt den Stoff des Kopftuchs in den Mittelpunkt der Debatte zu stellen, sollte diese Position den M\u00e4dchen und Frauen gew\u00e4hrt sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An der Schnittstelle von politischer Bildung, P\u00e4dagogik, Wissenschaft und politischer Debatte verfehlt der Aufruf zum Verbot die Komplexit\u00e4t der Lebenswelten und der Religionen. Letztendlich geht es um Menschenfeindlichkeit. Deshalb soll die p\u00e4dagogische Aufgabe neben den Informations- und Beratungsangeboten in der Ermutigung zum Dialog sein. \u201eSingle Stories\u201c bleiben n\u00e4mlich dadurch so stark, dass jeder einzelne Antworten liefert. Antworten auf Fragen, die dem Individuum nie gestellt wurden. Das bedeutet nicht nur, dass beispielsweise Frauen mit Kopftuch diesen Narrativen noch st\u00e4rker und selbstbestimmter begegnen m\u00fcssen. Auch die p\u00e4dagogische Fachlichkeit wird gebrochen, wenn Lehrkr\u00e4fte diese Narrative ins Klassenzimmer tragen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_16193\" aria-describedby=\"caption-attachment-16193\" style=\"width: 1038px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-16193 size-medium\" src=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/IMG_0359_print-1-1038x652.jpg\" alt=\"\" width=\"1038\" height=\"652\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-16193\" class=\"wp-caption-text\">Prof. Dr. Barbara Stauber l\u00e4dt die Podiumssprecherinnen und G\u00e4ste zur Debatte \u00fcber das Kopftuchverbot ein.<\/figcaption><\/figure>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><strong>\u00a0<\/strong><strong>Zwangsverh\u00e4ltnisse l\u00f6sen sich nicht mit einem St\u00fcck Stoff auf<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Dame aus dem Publikum, selber als Lehrerin t\u00e4tig, teilt ihre Gedanken zu dem aufgerufenen Kopftuchverbot: \u201eIch hatte zwei bedeckte Sch\u00fclerinnen in meiner Klasse. Wenn ich mir vorstelle, diesen selbstbewussten Frauen von offizieller Seite die Bedeckung zu untersagen, dann w\u00e4re das f\u00fcr mich ein Akt der Gewalt an diesen jungen Frauen\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn die Bedeckung tats\u00e4chlich unter Zwang stattfindet, wie in der Geschichte einer jungen Diskussionsteilnehmerin, die sich erfolgreich vom Kopftuch befreit hat, dann greift p\u00e4dagogische Unterst\u00fctzung, wie sie etwa Yasemin durch Beratungsangebote leistet. Es braucht aber auch Vorsicht und Reflexion als Teil der p\u00e4dagogischen Praxis. Hierzu geh\u00f6ren Workshops an Schulen, wie es der M\u00e4dchen*treff anbietet. Mit Jugendlichen zu erarbeiten, was Rassismus und Diskriminierung bedeutet, aber auch die Vielfalt von sexueller Identit\u00e4t und Orientierung zu beleuchten, tragen zu einer antirassistischen Haltung bei.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Denn \u201edie W\u00fcrde ist unantastbar. Akzeptiert zu werden bedeutet, nicht alleine gelassen zu werden. Daf\u00fcr braucht es Positionierung und Auseinandersetzung. Wir setzen uns f\u00fcr Elternrechte, aber auch f\u00fcr Kinderrechte ein\u201c. Damit formuliert Aischa Kartal beinahe eine universale Antwort auf das Kopftuchverbot: \u201eEs gibt andere Wege als ein Verbot. Diese brauchen Zeit, M\u00fche und Aufmerksamkeit. Verbote sind vielleicht schnelle L\u00f6sungen, aber bei weitem nicht die wertvollsten.\u201c<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Fotos:<\/span> Daniel B\u00f6ckle<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor dem 10. Juli w\u00e4lze ich die Gedanken immer wieder durch meinen Kopf. Stellen wir uns vor, ich h\u00e4tte zu Schulzeiten Kopftuch getragen. 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