{"id":16298,"date":"2019-10-09T10:00:52","date_gmt":"2019-10-09T10:00:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kupferblau.de\/?p=16298"},"modified":"2021-02-17T22:45:48","modified_gmt":"2021-02-17T22:45:48","slug":"interview-welche-helden-braucht-tschetschenien-studieren-ohne-grenzen-e-v","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/2019\/10\/09\/interview-welche-helden-braucht-tschetschenien-studieren-ohne-grenzen-e-v\/","title":{"rendered":"Interview: Welche Helden braucht Tschetschenien? Studieren Ohne Grenzen e.V."},"content":{"rendered":"\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><em>Wer ist in Tschetschenien ein Held? In der zu Russland geh\u00f6renden Republik war das lange Zeit ein K\u00e4mpfer. Zehn Jahre nach den beiden Kriegen gegen Russland fehlen nun aber Lehrer, Wissenschaftler und Sozialarbeiter. Das m\u00f6chten Karo vom studentischen Verein <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/studierenohnegrenzen\/\">Studieren Ohne Grenzen (SOG)<\/a> und der tschetschenische SOG-Stipendiat Ibrahim \u00e4ndern. Wir haben mit Karo und Ibrahim \u00fcber soziale Projektideen, erfolgreiche internationale Zusammenarbeit und die Studienbedingungen in Tschetschenien gesprochen. <\/em><\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich treffe Karo und Ibrahim im Caf\u00e9 Rosa, im Institut f\u00fcr Erziehungswissenschaft, wo Ibrahim seit einem Jahr studiert. Wir bestellen unseren \u201eKaffee f\u00fcr den t\u00e4glichen Aufstand\u201c, wie auf einem Plakat an der Wand zu lesen ist. Den scheinen Ibrahim und Karo aber gar nicht n\u00f6tig zu haben: Ibrahim ist gelernter Sozialarbeiter, der mit Projekten wie Schulen f\u00fcr behinderte Kinder schon lange gegen die Unterdr\u00fcckung von Minderheiten k\u00e4mpft. Sein T\u00fcbinger Studium der Erziehungswissenschaft hat ihm unter anderem Karo erm\u00f6glicht, zweite Vorsitzende des <a href=\"https:\/\/www.studieren-ohne-grenzen.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Vereins Studieren Ohne Grenzen in Deutschland<\/a> (SOG). Die deutsche Sektion der urspr\u00fcnglich franz\u00f6sischen Gruppe \u201e\u00c9tudes sans fronti\u00e8res\u201c wurde 2006 in T\u00fcbingen und Konstanz gegr\u00fcndet und vergibt Stipendien an Studierende aus Tschetschenien, dem Kongo, Afghanistan, Burundi, Sri Lanka und Guatemala. Aktuell ist Ibrahim der einzige tschetschenische Stipendiat in T\u00fcbingen, ihm gingen jedoch sieben weitere voraus. Die Unterst\u00fctzung soll es den StipendiatInnen erm\u00f6glichen, ihre Projektideen in den jeweiligen Herkunftsl\u00e4ndern selbst umzusetzen. Welche Projekte sie in Tschetschenien realisieren m\u00f6chten und nach welchem Konzept dies bei Studieren Ohne Grenzen funktioniert, erl\u00e4utern Ibrahim und Karo im Interview.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<blockquote>\n<h3><strong>&#8222;Und am Ende braucht kein Mensch einen Brunnen.\u201c <\/strong><\/h3>\n<\/blockquote>\n<p><strong>Karo, was ist deine Hauptmotivation, bei Studieren ohne Grenzen mitzumachen? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Karo:<\/strong> Zu SOG gekommen bin ich vor fast vier Jahren. Damals war ich im Rahmen der Week of Links bei einem SOG-Workshop, bei dem es um postkoloniale Perspektiven und um internationale Zusammenarbeit ging. Zu dem Zeitpunkt hatte ich mich schon mit globalen Zusammenh\u00e4ngen besch\u00e4ftigt und wusste, dass ich mich gerne neben dem Studium engagieren wollte, aber ich wusste noch nicht, wo. Mich hat es genervt, dass es in der internationalen Zusammenarbeit so viele Projekte gibt, bei denen irgendjemand aus Europa irgendjemandem in einem anderen Land sagt \u201eWir bauen jetzt hier einen Brunnen, das ist, was ihr braucht\u201c \u2013 und am Ende braucht kein Mensch einen Brunnen. Ich war begeistert von dem Konzept, dass Leute gef\u00f6rdert werden, die selber Ideen haben. Au\u00dferdem finde ich es sehr wichtig, dass wir bei SOG unsere Arbeit aus einer machtkritischen Perspektive reflektieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Du favorisierst also Konzepte, bei denen die Perspektive der Gef\u00f6rderten st\u00e4rker einbezogen wird. Was geh\u00f6rt f\u00fcr dich noch zu erfolgreicher internationaler Zusammenarbeit dazu? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Karo:<\/strong> Ich finde es wirklich total wichtig, dass man Leuten zuh\u00f6rt. Dass man sich bewusst wird, dass es eine globale Ungerechtigkeit gibt und dass wir aus der privilegierten Position heraus eine Verantwortung haben, an der Verbesserung der Situation mitzuwirken. Aber uns muss klar sein, dass wir es nicht besser wissen. Wir d\u00fcrfen nichts vorschreiben.<\/p>\n<p><strong>Wie w\u00fcrdet ihr SOG in drei Worten beschreiben? <\/strong><\/p>\n<p><strong>Karo: <\/strong>Austausch, Sinn und Spa\u00df.<\/p>\n<p><strong>Ibrahim: <\/strong>M\u00f6glichkeit, Selbstst\u00e4ndigkeit und Wissen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_16299\" aria-describedby=\"caption-attachment-16299\" style=\"width: 846px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-16299\" src=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/IMG_0118-846x672.jpg\" alt=\"\" width=\"846\" height=\"672\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-16299\" class=\"wp-caption-text\">Karo ist die zweite Vorsitzende von Studieren Ohne Grenzen. Die 23-J\u00e4hrige studierte in T\u00fcbingen Psychologie.<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Ibrahim, wie hast du von Studieren O<\/strong><strong>hne Grenzen erfahren? Was hat dich motiviert, in Deutschland zu studieren? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ibrahim:<\/strong> In Tschetschenien habe ich schon Ingenieurswissenschaften studiert und gleichzeitig eine dreimonatige Ausbildung als Sozialarbeiter gemacht. Die Umsetzung eigener sozialer Projekte ist bei uns b\u00fcrokratisch schwierig, aber ich habe mit zwei Freunden eine Kunstschule gegr\u00fcndet. Also eigentlich war es ein Raum mit 20 Sch\u00fclern, die meisten davon mit geistigen oder k\u00f6rperlichen Behinderungen. Dann bin ich zuf\u00e4llig auf Instagram auf einen Link eines ehemaligen Stipendiaten von Studieren Ohne Grenzen gesto\u00dfen. Ich habe den Beitrag mit M\u00fche und Not \u00fcbersetzt und verstanden, dass die Menschen f\u00f6rdern, die in ihren Heimatl\u00e4ndern soziale Projekte in die Tat umsetzen. Ich wollte weitere eigene Projekte realisieren, und so habe ich mich beworben. Und ich wollte unbedingt wissen, wie es in einem demokratischen Land wie Deutschland aussieht. In Tschetschenien wird die Demokratie ambivalent dargestellt, vor allem in den russischen Massenmedien. Aber ich kannte Menschen, die in Europa leben, und was die erz\u00e4hlten, passte gar nicht zum Bild in den Medien.<\/p>\n<p><strong>Hast du zu der Zeit schon Deutsch gelernt? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ibrahim:<\/strong> Wirklich Deutsch gelernt, so f\u00fcnf Stunden am Tag, habe ich erst hier. Im April 2018 bin ich nach Deutschland gekommen, dann habe ich erstmal ganz viele B\u00fccher von SOG bekommen. Ich habe auch gute Freunde, die mir geholfen haben, ich habe alle immer mit Fragen bombardiert. Wie sagt man? Mit den richtigen Menschen kann man alles erreichen (lacht). \u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Karo:<\/strong> Das war wirklich beeindruckend, Ibrahim hat super schnell gelernt. Wir hatten am Anfang noch einen \u00dcbersetzer ins Russische, aber nach einem Monat ging es im Prinzip besser ohne.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<blockquote>\n<h3><strong>\u201eIch kam auf die Idee der \u00d6kotherapie.\u201c<\/strong><\/h3>\n<\/blockquote>\n<p><strong>Karo, wie w\u00e4hlt ihr Stipendiaten wie Ibrahim aus? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Karo:<\/strong> Wir haben insgesamt acht Stipendienprogramme. Bei allen sind die zwei Hauptkriterien eine eigene Projektidee, mit der sich die StipendiatInnen bewerben, und Bed\u00fcrftigkeit. Die eingehenden Bewerbungen werden in den meisten F\u00e4llen nach einem vorgegebenen Schema von mehreren JurorInnen bewertet, mit den besten BewerberInnen wird nochmals pers\u00f6nlich gesprochen, die finale Entscheidung wird anschlie\u00dfend meistens von der Projektgruppe in Deutschland getroffen. Bei den anderen Stipendienprogrammen werden die Studierenden vor Ort gef\u00f6rdert, nur im Tschetschenienprojekt wird jemand f\u00fcr eine bestimmte Zeit nach Deutschland geschickt. In den anderen Projekten sprechen daher oft Kontaktpersonen vor Ort mit den BewerberInnen, oder wir f\u00fchren Auswahlgespr\u00e4che \u00fcber Skype. Die Auswahlkriterien sind die Motivation, die Projektidee und deren Umsetzbarkeit. Die Idee sollte eine Multiplikatoreffekt in sich tragen, sodass auch andere Leute im Heimatland von der F\u00f6rderung profitieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Du hast ja schon von der Kunstschule gesprochen, Ibrahim, hast du Pl\u00e4ne, diese weiterzuf\u00fchren? Oder was sind deine Projektideen? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ibrahim:<\/strong> Die Kunstschule war f\u00fcr uns als Amateure ein erfolgreiches Projekt. Jetzt wollen wir etwas in der Natur machen, ich kam auf die Idee der \u201e\u00d6kotherapie\u201c. Ich habe es sozusagen f\u00fcr Tschetschenien selber erfunden, aber ich habe erfahren, dass es das in Deutschland schon gibt. Ein gro\u00dfes Problem ist bei uns, dass die meisten Menschen nur zuhause sitzen. Vor allem Menschen mit Behinderung, mit denen ich arbeiten m\u00f6chte, sind wenig mobil, k\u00f6nnen nicht einfach in den Urlaub fahren oder sogar nicht alleine einkaufen gehen. Deshalb will ich mit den Menschen in die Natur gehen und verschiedene \u00dcbungen in der Natur machen. Das soll eine Alternative dazu sein, den Leuten einfach ganz viele Medikamente zu verschreiben.<\/p>\n<p><strong>Karo:<\/strong> \u201a\u00d6kotherapie\u2018, das ist sowas wie Erlebnisp\u00e4dagogik, oder?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ibrahim: <\/strong>Ja, genau. Au\u00dferdem habe ich mit Freunden geplant, eine neue Schule zu gr\u00fcnden, in der Kinder mit Behinderungen Sprachen lernen k\u00f6nnen. Wir wollen Englisch, Deutsch und Arabisch unterrichten.<\/p>\n<figure id=\"attachment_16301\" aria-describedby=\"caption-attachment-16301\" style=\"width: 812px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-16301 size-medium\" src=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/IMG_0145-812x672.jpg\" alt=\"\" width=\"812\" height=\"672\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-16301\" class=\"wp-caption-text\">Sein Stipendium erm\u00f6glichte dem 25-j\u00e4hrigen Ibrahim, bereits Sozialarbeiter und Ingenieursabsolvent, in T\u00fcbingen Erziehungswissenschaft zu studieren.<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Abgesehen von den Projekten, was sind deine weiteren Studienpl\u00e4ne, nachdem dein Stipendium ausl\u00e4uft? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ibrahim:<\/strong> Wir in Tschetschenien brauchen Lehrer und Lehrerinnen. Die meisten Tschetschenen, die im Ausland studieren, studieren Medizin oder Ingenieurswissenschaften, im Bereich soziale Arbeit fehlen Menschen. Ich w\u00fcrde daher gerne hier in Deutschland mit Erziehungswissenschaft oder P\u00e4dagogik weitermachen, in Erlangen oder Halle. F\u00fcr das weitere Studium bewerbe ich mich bei Stiftungen f\u00fcr andere Stipendien.<\/p>\n<p><strong>Du hast in Tschetschenien zun\u00e4chst auch Ingenieurswissenschaften studiert. Hast du dich nebenher immer f\u00fcr soziale Arbeit interessiert? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ibrahim:<\/strong> Eigentlich wollte ich nie Ingenieurswissenschaften studieren, ich wollte gleich entweder mit Politikwissenschaft oder sozialer Arbeit anfangen. Aber leider habe ich in den gew\u00fcnschten Studieng\u00e4ngen keinen Studienplatz bekommen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<blockquote>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><strong>\u201e\u00dcber Tschetschenien werden auch andere Geschichten erz\u00e4hlt, wie die Geschichte von Ibrahim.\u201c <br \/><\/strong><\/h3>\n<\/blockquote>\n<p><strong>Was war denn dein Berufswunsch als Kind? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ibrahim:<\/strong> Als Kind wollte ich K\u00e4mpfer sein \u2013 sehr komisch (lacht). Tschetschenien hat zwei Kriege gegen Russland gef\u00fchrt, wir haben f\u00fcr Freiheit gek\u00e4mpft. Daher war in meiner Kindheit das typische Spielzeug eine Pistole \u2013 um mich herum waren \u00fcberall Ruinen. Dann kam der Wiederaufbau, aber in Tschetschenien gibt es viele Minderheiten, die noch heute unterdr\u00fcckt sind. Daran kann die soziale Arbeit etwas \u00e4ndern.<\/p>\n<p><strong>Was gef\u00e4llt dir an Deutschland und an T\u00fcbingen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ibrahim: <\/strong>T\u00fcbingen ist mit seiner Altstadt sehr sch\u00f6n, und ich habe hier viele Menschen kennengelernt, die mich gut beeinflussen. Was mir in Deutschland wirklich gef\u00e4llt, ist, dass man einfach demonstrieren darf. Ich bin ab und zu auf Demos gegangen und dachte mir: Hier kann man seine Meinung \u00e4u\u00dfern! Das fehlt uns sehr.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Karo:<\/strong> Ich habe auf jeden Fall gemerkt, wie gl\u00fccklich wir uns in manchen Punkten sch\u00e4tzen k\u00f6nnen. Ich habe ja gar kein Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr, was das Recht auf freie Meinungs\u00e4u\u00dferung und Demonstration f\u00fcr ein hohes Gut ist. \u00dcber Tschetschenien wird aber sehr einseitig berichtet \u2013 \u00fcber Gefl\u00fcchtete, Clans, Homosexuellenverfolgung<span lang=\"DE\">\u2026 <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"DE\">Es ist uns wichtig, zu zeigen, dass es immer verschiedene Geschichten \u00fcber ein Land zu erz\u00e4hlen gibt. Und zu Tschetschenien geh\u00f6ren eben nicht nur Geschichten \u00fcber die Unterdr\u00fcckung der Meinungsfreiheit, sondern auch Geschichten wie die von Ibrahim.<\/span><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<blockquote>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><strong>\u201eAlle Helden sind K\u00e4mpfer. Keiner will studieren.\u201c<\/strong>\u00a0<\/h3>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Was kann eurer Meinung nach der Einzelne tun, um Bildung weltweit zu f\u00f6rdern? <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Karo:<\/strong> Kurzer Einschub: Studieren Ohne Grenzen existiert nicht, um Bildung zu f\u00f6rdern. Sondern, um Menschen mit Ideen zu f\u00f6rdern. Bildung ist eher das Mittel dorthin, nicht der Selbstzweck. Noch wichtiger ist f\u00fcr uns gegenseitiger Austausch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ibrahim:<\/strong> Austausch ist wirklich wichtig. Deutschland war f\u00fcr mich eine parallele Welt. Ich habe gesehen: Wir k\u00f6nnen auch ohne Korruption leben. Gute Ideen aus einem Land sind \u00fcbertragbar.<\/p>\n<p><strong>Karo:<\/strong> Willst du zu Bildung noch dein Lieblingszitat anbringen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ibrahim:<\/strong> Na gut. Ich benutze es nur, wenn ich wirklich etwas Neues entdecke. Jedes Land hat Helden, an denen man sich orientiert. Unsere Helden waren immer K\u00e4mpfer, was auf Kriege im Kaukasus zur\u00fcckgeht. Keiner will studieren. K\u00e4mpfer sind auch cool (lacht). Aber ich finde, das ist gerade nicht sinnvoll. Wir brauchen andere Vorbilder: Ingenieure, Wissenschaftler\u2026Und wir brauchen Bildung. Dazu habe ich von Nelson Mandela gelesen: \u201eBildung ist die m\u00e4chtigste Waffe, um die Welt zu ver\u00e4ndern.\u201c Das ist die Devise, nach der ich lebe.<\/p>\n<p>Vielen Dank an Karo und Ibrahim f\u00fcr das Interview!<\/p>\n<p><u>Fotos:<\/u> Alexa Bornfleth<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":318,"featured_media":16303,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3,534,62],"tags":[1375,220,94,11,86,458,5065,5066,18,19,20,21,22,2721,5067,5068],"class_list":["post-16298","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-alltagswelten","category-kultur","tag-baden-wuerttemberg","tag-deutschland","tag-engagement","tag-featured","tag-hochschulgruppen","tag-studenten","tag-studentinnen","tag-studieren-ohne-grenzen","tag-studierende","tag-tubingen","tag-uni-tuebingen","tag-universitaet","tag-universitaet-tuebingen","tag-vereine","tag-vereine-tuebingen","tag-wintersemester"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16298","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/318"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=16298"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16298\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23480,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16298\/revisions\/23480"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=16298"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=16298"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=16298"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}