{"id":16320,"date":"2019-08-15T09:27:03","date_gmt":"2019-08-15T07:27:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kupferblau.de\/?p=16320"},"modified":"2019-08-15T09:27:03","modified_gmt":"2019-08-15T07:27:03","slug":"stura-inside-vom-12-august-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/2019\/08\/15\/stura-inside-vom-12-august-2019\/","title":{"rendered":"Stura-Inside vom 12. August 2019"},"content":{"rendered":"\n<p><strong><em>Der Studierendenrat, kurz StuRa, tagt alle zwei Wochen, um die Interessen aller Studierenden an der Uni T\u00fcbingen zu vertreten. Wie genau laufen die \u00f6ffentlichen Sitzungen ab und was wird dort besprochen? Das Wichtigste aus der StuRa-Sitzung vom Montag, 12. August, erfahrt ihr hier.<\/em><\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><strong>Tagesordnung, Mitteilungen und eine neue Hochschulgruppe<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer glaubt, der Stura ist nur w\u00e4hrend des Semesters aktiv, der irrt gewaltig. Ganze vierzehn Antr\u00e4ge wurden in der ungew\u00f6hnlich langen Sitzung am 12. August besprochen. Trotz der hohen Zahl an Antr\u00e4gen machten sich viele Mitglieder rar. Die Beschlussf\u00e4higkeit des Gremiums wurde nur knapp erreicht. Die Sitzungsleitung wies darauf hin, dass sich gerade einmal eine Person ordnungsgem\u00e4\u00df abgemeldet hatte. Im Hinblick auf k\u00fcnftige Sitzungen mahnte der Sitzungsleiter an, sich ordentlich abzumelden, wenn man nicht zur Sitzung erscheine.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu Beginn der Sitzung wurde sogleich \u00fcber einen \u00c4nderungsantrag zur Tagesordnung befunden. Die Tagesordnung wurde dahingehend ge\u00e4ndert, dass der nicht-\u00f6ffentliche Teil der Sitzung vor die Aussprache der \u00f6ffentlichen Antr\u00e4ge gelegt wurde. Die Mitglieder des Rats stimmten mit Mehrheit zu. Es folgte eine kurze Runde der Kritik am Protokoll der letzten Sitzung vom 15. Juli. Angesprochen wurden haupts\u00e4chlich sprachliche Details, die die Lesbarkeit beeinflussten. Mitunter gab es Begriffe, die nicht eindeutig genug waren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Anschluss wurde eine Sitzung des Sturas f\u00fcr den 26. August beantragt. Einige Mitglieder \u00e4u\u00dferten die Bef\u00fcrchtung, der Stura sollte in dieser Sitzung lediglich abnicken, w\u00e4hrend die Arbeitskreise die eigentliche Arbeit leisteten. Schlie\u00dflich wurde eine L\u00f6sung im Umlaufverfahren beschlossen, obwohl es Bedenken an der Durchf\u00fchrung dieser Methode gab. Die n\u00e4chste Sitzung wurde f\u00fcr den 9. September anberaumt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun wendete sich der Stura der Post und den aktuellen Mitteilungen zu. Die Hochschule Kehl machte auf ein Seminar f\u00fcr Vertreter der verfassten Studierendenschaft Ende November aufmerksam. Der Enthusiasmus \u00fcber eine Teilnahme hielt sich allerdings in Grenzen. Die Teilnahmekosten von 315 Euro pro Person lagen immerhin ungew\u00f6hnlich hoch. Aus einer weiteren Mitteilung ging hervor, dass die Partei Volt den Hochschulgruppenstatus erreichen wollte. Der Stura stellte klar, dass es einen solchen Status in T\u00fcbingen gar nicht g\u00e4be. Man sollte sich allerdings darauf einstellen, dass diese Partei bei der n\u00e4chsten Stura-Wahl eine Liste stellen k\u00f6nnte.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><strong>Money Makes the World Go Round \u2013 Die Antr\u00e4ge<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Durch die \u00c4nderung der Tagesordnung wurde als erster Antrag des Abends der Antrag mit der Nummer 13 besprochen. In diesem Antrag ging es um eine Veranstaltung des Jungen Forums der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG), bei denen mehreren Besuchern aus scheinbar rassistischen Gr\u00fcnden der Einlass verwehrt worden war. Bei dem Antrag ging es um viel. Stellte sich heraus, dass die Ablehnung der Besucher tats\u00e4chlich rassistisch motiviert war, m\u00fcsste der Stura die F\u00f6rderung der Gruppe einstellen. Aufgrund der pers\u00f6nlichen Dimension dieses Antrags fand die Aussprache nicht-\u00f6ffentlich statt. Die \u00f6ffentliche Sitzung wurde eine gute Stunde sp\u00e4ter fortgesetzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der erste \u00f6ffentlich behandelte Antrag des Abends wurde von der Fachschaft Medizintechnik gestellt. Es ging darin um die Bundesfachschaftentagung KOMET, die die Fachschaft gerne vom 7. bis zum 11. November in T\u00fcbingen ausrichten wollte. Mit dem Hinweis, das Thema Ethik sei zu allgemeinwissenschaftlich, hatte das Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung einen Antrag auf F\u00f6rderung mit 4.000 Euro bereits abgelehnt. Der Stura war anderer Meinung, als er dem Antrag einstimmig entsprach.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Antrag zum Arabischen Filmfestival sorgte wieder f\u00fcr mehr kontroversen Z\u00fcndstoff. Strittig war hier vor allem die Aufschl\u00fcsselung der anfallenden Kosten. W\u00e4hrend einige Mitglieder eine unzul\u00e4ssige Pauschalf\u00f6rderung vermuteten, bekr\u00e4ftigte vor allem der Vertreter des Festivals, dass das Geld absolut zweckgebunden w\u00e4re. Mit einer Enthaltung wurde dem Antrag stattgegeben. Kurzfristig wurde der Arbeitskreis Finanzen damit beauftragt, eine generelle Verfahrensweise f\u00fcr \u00e4hnliche F\u00e4lle zu erarbeiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es wurde nun ein vertagter Antrag aufgegriffen. F\u00fcr den geplanten H\u00f6rsaalslam am 20. November sollten rund 3.400 Euro als Maximalkosten zur Verf\u00fcgung gestellt werden. Dies beinhaltete neben Fahrtkosten, Unterbringung und Verpflegung der Auftretenden auch einzelne Gagen und die Bewerbung der Veranstaltung durch Flyer und Aush\u00e4nge. Dem Antrag wurde bei drei Gegenstimmen und einer Enthaltung zugestimmt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es folgten die beiden Antr\u00e4ge zur Buchvorstellung des Werks <em>Gegendiagnose 2<\/em> im Rahmen der Ernst-und-Karola-Bloch-Woche Ende Oktober sowie zum Vortrag zum Thema Radikale Therapien. Die beantragte F\u00f6rdersumme f\u00fcr letzteren Vortrag belief sich auf gut 500 Euro. Die Summe f\u00fcr die Buchvorstellung lag mit rund 1.300 Euro doppelt so hoch. Darin enthalten war aber auch ein Honorar f\u00fcr Herausgeber*innen und Autorinnen (hier nur Frauen). Beiden Antr\u00e4gen wurde mit deutlicher Mehrheit entsprochen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcber diverse Antr\u00e4ge zu Fahrtkostenerstattungen wurde ebenso gemeinsam abgestimmt. Haupts\u00e4chlich handelte es sich dabei um Fahrtkosten nach Stuttgart. Bei einer Enthaltung wurden diese Antr\u00e4ge angenommen. Aufgrund der inzwischen fortgeschrittenen Uhrzeit wurde der Antrag des Arbeitskreises Neue Rechte ohne Aussprache angenommen. Der Arbeitskreis hatte die Erstattung von Kosten f\u00fcr den letzten Vortrag der Reihe in H\u00f6he von knapp 500 Euro beantragt. Der Antrag auf Mitgliedschaft des Sturas im F\u00f6rderverein der Landesstudierendenvertretung Baden-W\u00fcrttemberg wurde bis auf weiteres vertagt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr mehr Gespr\u00e4chsbedarf sorgte ein Antrag der Gr\u00fcnen Hochschulgruppe. Diese forderte eine Solidarisierung mit den Aktionen von Fridays for Future beim Internationalen Klimastreik am 20. September. Zur Disposition stand, ob eine solche Solidarisierung nicht die Kompetenzen der Mandatstr\u00e4ger des Sturas \u00fcberschreiten w\u00fcrde. Trotzdem wurde einer generellen Solidarisierung mit deutlicher Mehrheit zugestimmt. Der zust\u00e4ndige Arbeitskreis sollte zudem eine Stellungnahme ausarbeiten.<\/p>\n<h3>Von Streiks, Vernetzung und dem FZS<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf der Agenda stand auch ein geplanter Streik gegen die Finanzierungsma\u00dfnahmen der Hochschulen durch das Land. Bem\u00e4ngelt wurde vor allem, dass die bewilligten Summen nicht zur Gew\u00e4hrleistung einer guten Lehre f\u00fcr eine wachsende Studierendenschaft ausreichten. Es sollte an Demos aus den Vorjahren angekn\u00fcpft werden. F\u00fcr deren Bewerbung mussten allerdings 300 Euro beantragt werden, welche bei einer Enthaltung bewilligt wurden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Antrag der Lernfabriken Meutern besch\u00e4ftigte sich mit einem Vernetzungstreffen in T\u00fcbingen. Bei einem solchen Termin treffen verschiedene B\u00fcndnisse aufeinander, um \u00fcber Bildung, Unis und Hochschulen zu diskutieren. Der Antrag sah eine Ausrichtung durch den Stura vor, wof\u00fcr Verpflegungskosten von 600 Euro anfallen w\u00fcrden. Der Antrag wurde mit gro\u00dfer Mehrheit angenommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Berichte aus den verschiedenen Arbeitskreisen und -gruppen fielen gr\u00f6\u00dftenteils knapp aus. Der AK Finanzen bem\u00e4ngelte, dass die Zweckbindung bei F\u00f6rdergeldern strikter einzuhalten w\u00e4re. Des weiteren rief er dazu auf, sich genauer an die vorgegebenen Formalien zu halten. Aktuell w\u00fcrde au\u00dferdem eine R\u00fcckforderung von F\u00f6rdergeldern gepr\u00fcft. Ein Redner hatte eine als exklusiv ausgewiesene Rede auch an der VHS Wien gehalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der n\u00e4chste LAK (die Landesstudierendenvertretung Baden-W\u00fcrttembergs) wurde f\u00fcr den 8. September in Karlsruhe bekanntgegeben. F\u00fcr den FZS (Freier Zusammenschluss von Student*innenschaften) war zwischenzeitlich ein neuer Vorstand gew\u00e4hlt worden. T\u00fcbingen war erneut im Ausschuss der Student*innenschaften vertreten. Zudem war das Arbeitsprogramm f\u00fcr das komplette n\u00e4chste Jahr festgelegt worden. Darin sollte es vor allem um die Themen BAF\u00f6G, Hochschulfinanzierung und Kampagnen gegen Rassismus gehen. Die Sitzung wurde schlie\u00dflich einige Minuten nach halb 12 geschlossen.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Grafik:<\/span> Yvonne Pless<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":367,"featured_media":9444,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3,49,307],"tags":[78,1003,229,230,145,20,21,22],"class_list":["post-16320","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-unipolitik","category-uni-inside","tag-stura","tag-stura-tuebingen","tag-stura-inside","tag-stura-sitzung","tag-uni","tag-uni-tuebingen","tag-universitaet","tag-universitaet-tuebingen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16320","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/367"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=16320"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16320\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=16320"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=16320"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=16320"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}