{"id":16561,"date":"2019-10-19T13:54:40","date_gmt":"2019-10-19T11:54:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kupferblau.de\/?p=16561"},"modified":"2019-10-19T13:54:40","modified_gmt":"2019-10-19T11:54:40","slug":"experimentelle-klaenge-mit-viel-schlagwerk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/2019\/10\/19\/experimentelle-klaenge-mit-viel-schlagwerk\/","title":{"rendered":"Experimentelle Kl\u00e4nge mit viel Schlagwerk"},"content":{"rendered":"\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong>Seit 20 Jahren bringen die T\u00fcbinger <a href=\"http:\/\/www.jazzklassiktage.de\/2019\/index.html#9\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Jazz- und Klassiktage<\/a> verschiedenste R\u00e4ume der ganzen Stadt zum Klingen. Von klassischen Klavierkl\u00e4ngen bis hin zu experimentellen Jazz-Sounds ist bei den \u00fcber 60 Konzerten in dieser Woche alles dabei. Am Freitagabend war die Band 2plus1 im <a href=\"http:\/\/www.club-voltaire.com\/v03\/index.php\/jevent-kalender\/week.listevents\/2019\/10\/19\/-\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Club Voltaire<\/a> zu Gast. Mit ihrem neuen interaktiven Programm \u201eListen and Move\u201c brachten die drei Musiker das Publikum zum Springen und tauchten den Raum in eine tranceartige Stimmung.<\/strong><\/em><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Club Voltaire sind alle St\u00fchle besetzt, als die Band 2plus1 mit Applaus auf der B\u00fchne begr\u00fc\u00dft wird. Mit ihrem St\u00fcck \u201eArrival in Space\u201c beginnen sie den Abend und pr\u00e4sentieren elektronische Kl\u00e4ngen mit klarem Rhythmus &#8211; ihre Interpretation des Modernen Jazz. Mit dr\u00f6hnender Loop-Station, afrikanischen Kl\u00e4ngen und viel Schlagwerk nimmt die Band, die sich nur f\u00fcr den Abend gegr\u00fcndet hat, ihre Zuschauer mit auf einen Trip vom Weltall in die griechische Unterwelt.\u00a0<\/p>\n<figure id=\"attachment_16566\" aria-describedby=\"caption-attachment-16566\" style=\"width: 1038px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-16566 size-medium\" src=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/titelbild-1038x583.jpg\" alt=\"\" width=\"1038\" height=\"583\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-16566\" class=\"wp-caption-text\">S\u00e4ngerin Ana Hauck reiste extra f\u00fcr ihren Auftritt aus Berlin an.<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schlagzeuger Manfred Kniel und Keyboarder Fritz Heieck musizieren schon viele Jahre zusammen, entwickeln ihre Spielart jedoch stetig weiter. Mit reduzierten, aber sehr kraftvollen Kl\u00e4ngen wollen sie den heutigen Zeitgeist in ihre Musik aufnehmen und mit klassischen Rhythmen verweben. Die experimentellen Kl\u00e4nge die daraus entstehen pr\u00e4sentieren sie an diesem Abend zusammen mit Ana Hauck, die mit Gesang und Tanz eine Schnittstelle zwischen B\u00fchne und Publikum schaffte. 2plus1 will durch die interaktive Gestaltung jeden Zuh\u00f6rer Teil des Konzerts werden lassen. Vor allem mit ihrer neuen Interpretation des klassischen Swing-Jump schaffen es die Musiker, den ganzen Raum zum Springen zu bringen und k\u00f6nnen so das klassische Konzept des Frontal-Konzerts aufbrechen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_16565\" aria-describedby=\"caption-attachment-16565\" style=\"width: 1038px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-16565 size-medium\" src=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/bild2-1038x583.jpg\" alt=\"\" width=\"1038\" height=\"583\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-16565\" class=\"wp-caption-text\">\u201eWenn es den Leuten gef\u00e4llt, werden wir als Band auf jeden Fall weiter machen!\u201c, sagt Drummer Kniel.<\/figcaption><\/figure>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><strong>\u201eWir wollen, dass man nicht st\u00e4ndig und \u00fcberall die gleichen Sachen h\u00f6rt\u201c<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Schlagzeuger Manfred Kniel spielte schon mit 17 Jahren im Jazz Club in T\u00fcbingen und war schon viele Male bei den Jazz- und Klassiktagen dabei \u2013 mit einem Streichquartett, mit satirischem Programm und als Duo. Im Gespr\u00e4ch erkl\u00e4rt er, was f\u00fcr ihn der besondere Reiz an dem Musikfestival ist: \u201eGerade hier im Club Voltaire ist es so, dass die Veranstalter auch die Gefahr mit eingehen, dass etwas Mal nicht so gut ankommt. Der Verein macht ja fast nur Sachen, die irgendwo zwischen den kommerziellen Genres liegen. Und das, was wir jetzt hier abgeliefert haben, das kann man kaum mehr einordnen. Das ist so ein Konglomerat aus allem M\u00f6glichen, was man sein Leben lang gemacht hat. Man findet also eine B\u00fchne, um ganz viele Sachen auszuprobieren.\u201c Was die Band an diesem Abend spielt, ordnet Kniel in den Post-Jazz ein. Die Musik ist aus seiner langen Erfahrung als Jazzmusiker entstanden, mit dem Anspruch Neues zu kreieren und auch wieder ein j\u00fcngeres Publikum anzusprechen. \u201eSagen wir so: Kommerziell wird sich das hier Gespielte kaum lohnen, aber das ist wurscht. Das Ziel ist es, dass man mal wieder f\u00fcr Studenten spielt. Au\u00dferdem macht es einen riesen Spa\u00df und man f\u00fchlt sich einfach jung\u201c, erz\u00e4hlt Kniel und lacht dabei.<\/p>\n<figure id=\"attachment_16564\" aria-describedby=\"caption-attachment-16564\" style=\"width: 1038px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-16564\" src=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/bild1-1038x583.jpg\" alt=\"\" width=\"1038\" height=\"583\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-16564\" class=\"wp-caption-text\">\u201eDer \u201eJump\u201c, den wir gespielt haben, wurde genauso 1940 in Harlem gespielt, aber ohne Elektronik. Der Tanz war tats\u00e4chlich nur dieses Springen. Das haben wir jetzt wieder neu interpretiert. Die Energie und der Rhythmus sind genau das Gleiche&#8220;, erz\u00e4hlt Kniel.<\/figcaption><\/figure>\n<h3 style=\"text-align: justify;\"><strong>Das Ziel des Musikfestivals<\/strong><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die T\u00fcbinger Jazz- und Klassiktage finden seit 1999 statt und haben damit in diesem Jahr ihr zwanzigj\u00e4hriges Jubil\u00e4um. Das Ziel des Vereins ist es, eine Plattform f\u00fcr regionale Musiker zu schaffen, auf der sowohl Anf\u00e4nger als auch Profis ihre Musik pr\u00e4sentieren k\u00f6nnen. Von Jazz-Classics, h\u00f6fischer Klassik, \u00fcber Swing- und Big-Band-Sound ist bis zum Krautrock f\u00fcr jeden etwas dabei. Das Musikfestival will durch die bunte Bandbreite an musikalischem Programm dazu beitragen, dass die Stadt \u00fcberall, an bekannten und an neu entdeckten Orten der Musikszene, mit Musik gef\u00fcllt wird. Sie soll dadurch nicht nur abends, sondern den ganzen Tag Menschen erreichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer Lust hat, kann noch das ganze Wochenende verschiedene Programmpunkte der Jazz- und Klassiktage genie\u00dfen und bis Mitte November noch einzelnen Nachkl\u00e4nge der Veranstaltung lauschen.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Fotos:<\/span> Friederike Streib<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":360,"featured_media":16563,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3,62],"tags":[5095,503,4050,11,174,866,5096,34,248,885,4610,3943,18,19,145,20,21,22],"class_list":["post-16561","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-kultur","tag-2plus1","tag-band","tag-club-voltaire","tag-featured","tag-interview","tag-jazz","tag-jazz-und-klassiktage-tuebingen","tag-kultur","tag-musik","tag-musiker-tuebingen","tag-musiksession","tag-schlagzeug","tag-studierende","tag-tubingen","tag-uni","tag-uni-tuebingen","tag-universitaet","tag-universitaet-tuebingen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16561","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/360"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=16561"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16561\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=16561"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=16561"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=16561"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}