{"id":1745,"date":"2013-11-08T15:11:13","date_gmt":"2013-11-08T15:11:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kupferblau.de\/?p=1745"},"modified":"2021-02-21T13:12:38","modified_gmt":"2021-02-21T13:12:38","slug":"1745","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/2013\/11\/08\/1745\/","title":{"rendered":"\u201eIst der Ruf erst ruiniert, altert sich&#8217;s ganz ungeniert\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>Gibt es wirklich eine Schoko-Di\u00e4t? Und falls ja, funktioniert die \u00fcberhaupt? Mit diesen und vielen weiteren Fragen besch\u00e4ftigt sich Kabarettistin Petra Afonin im Rahmen ihrer \u201eTherapiesitzung\u201c, die sie am Mittwoch in musikalischer Begleitung Ihrer Di\u00e4tassistentin Susanne Hinkelbein abh\u00e4lt &#8211; und damit nicht nur weibliche Lacher erzeugt.<\/strong><br \/>\n<em>von Katharina Spitz<\/em><br \/>\n<!--more--><br \/>\nEs ist Mittwochabend. Wir befinden uns im Kinosaal des fr\u00fcheren L\u00f6wenkinos, wo Petra Afonin alias Cellulita f\u00fcr die heutige Sitzung ihr Therapiezentrum aufgeschlagen hat. Die heutigen Baustellen: fig\u00fcrliche Entgleisungen und andere Problemstellungen \u201eJenseits der Faltengrenze\u201c. Mit den rot geschminkten Lippen und der Scherenbrille auf der Nase bedient Cellulita das klischeehafte Bild der Therapeutin. Sie wei\u00df Bescheid \u00fcber alle Begleiterscheinungen des Alters: sei es das \u201eGabyeske\u201c, das Damen im besten Alter zu peinlichen Outfits und nicht ganz altersgem\u00e4\u00dfen Frisuren verf\u00fchrt, oder der Bedarf am \u201eLebensweichsp\u00fcler\u201c Rum, der so manchen Mann wieder ertr\u00e4glich macht.<\/p>\n<p><strong><em>\u201eM\u00e4nner altern hinter B\u00e4rten\u201c<\/em><\/strong><br \/>\nDer dicke braune Kinovorhang und die n\u00fcchtern gehaltenen Requisiten unterstreichen den Seminarcharakter der Veranstaltung. Durchbrochen wird diese Sachlichkeit von einigen gezielt eingesetzten eigensinnigen Accessoires: knallig orangefarbene Hosentr\u00e4ger stehen sinnbildlich f\u00fcr die \u201emodischen Verfehlungen\u201c des in Alter und Umfang zunehmenden Mannes. Dazu passend Cellulitas orangefarbener Mantel, der an drapierte orange-blaue Spitzenbord\u00fcren erinnert, die zu einem Kleidungsst\u00fcck zusammengef\u00fcgt worden sind.<br \/>\n<em><strong>\u201eKalorienz\u00e4hlen macht nicht nur krank, du siehst trotzdem aus wie&#8217;n Kleiderschrank\u201c<\/strong><\/em><br \/>\nNeben den verschiedenen DOs &amp; DON\u2019Ts aus der Di\u00e4twelt h\u00e4lt Cellulita auch praktische Handreichen f\u00fcr ihre Kursteilnehmer bereit. Eine eigens kreierte Taschenkollektion soll helfen, gekonnt von \u00fcppigen Rundungen abzulenken. Das Erfolgskonzept: die Taschen sind entweder gro\u00df genug, um die Problemzonen in voller Breite zu kaschieren. Oder der praktische Begleiter wird einfach aus Damenw\u00e4sche gefertigt und dadurch ganz automatisch zum Hingucker. Speziell f\u00fcr T\u00fcbingen sind die Taschen nat\u00fcrlich aus recycelten Dessous hergestellt und deshalb sogar im Rathaus ein Hit. Das Credo des Abends: sich nicht beirren lassen und selbst dar\u00fcber entscheiden, was man aus sich macht. Denn ob man nun faltenfrei im Sarg eine \u201eKantate auf die Implantate\u201c singt oder sich doch einen \u201eWodka-Bauch\u201c leisten mag, ist schlie\u00dflich jedem selbst \u00fcberlassen. Erg\u00e4nzend steht der aktuelle Spruch des Lebensfreudekalenders: \u201eEine wichtige Form der Altersvorsorge ist eine positive Einstellung gegen\u00fcber dem Alter\u201c. Und vielleicht ist es das, was man aus der Therapiesitzung mit Petra Afonin mitnehmen kann. Denn \u201eist der Ruf erst ruiniert, altert sich&#8217;s ganz ungeniert\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gibt es wirklich eine Schoko-Di\u00e4t? 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