{"id":2228,"date":"2013-12-05T14:47:05","date_gmt":"2013-12-05T14:47:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kupferblau.de\/?p=2228"},"modified":"2021-02-21T12:53:18","modified_gmt":"2021-02-21T12:53:18","slug":"camus-ausstellung-im-institut-francais","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/2013\/12\/05\/camus-ausstellung-im-institut-francais\/","title":{"rendered":"Camus Ausstellung im Institut fran\u00e7ais"},"content":{"rendered":"<p id=\"docs-internal-guid-6e7cbb79-c2fb-0f71-da84-f3d7cd9f797b\" dir=\"ltr\"><strong>Albert Camus feiert dieses Jahr seinen hundertsten Geburtstag. Aus diesem Anlass widmet das Deutsch-Franz\u00f6ische-Institut dem ber\u00fchmten Schriftsteller und Philosophen der Grande Nation,eine Austellung. Nicht eine normale Austellung, sondern eine virtuelle und interatkive Austellung.<\/strong><\/p>\n<p><em>von Markus Wissner<\/em><br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p dir=\"ltr\">An den W\u00e4nden des Austellungsraums h\u00e4ngen Plakate, die QR-Codes beinhalten, die den Besucher in einen virtuellen Austellungsraum entf\u00fchren.<\/p>\n<p dir=\"ltr\">F\u00fcr die Austellung werden App-f\u00e4hige Mobiltelefone oder Tablets ben\u00f6tigt, um sich die kostenlose App \u201eAlbert Camus\u201d vom Institut fran\u00e7ais herunterzuladen. \u00a0F\u00fcr Besucher, die kein Smartphone besitzen, kann f\u00fcr die Dauer der Austellungsbesichtigung ein Tablet ausgeliehen werden.<\/p>\n<p dir=\"ltr\">Von jetzt an kann die Reise beginnen. Durch das Scannen der QR-Codes bekommt der Besucher Zugang zu Bildern, Zitaten, Audio \u2013 und Videodokumenten und Ausz\u00fcgen aus seinen Werken.<\/p>\n<p dir=\"ltr\"><strong>Eine virtuelle Reise in das Leben von Albert Camus<\/strong><\/p>\n<p dir=\"ltr\">Das Leben Albert Camus erstreckt sich vom Vorabend des 1. Weltkrieges 1913 bis zum Jahr 1960.<\/p>\n<p dir=\"ltr\">Bereits fr\u00fch muss er den Krieg erleben. Eine Erfahrung, die er sp\u00e4ter in einer Autobiographie verarbeiten wird: \u201eetwas entsprach hier nicht der nat\u00fcrlichen Ordnung und eigentlich herrschte hier, wo der Sohn \u00e4lter als der Vater war, nicht Ordnung, sondern Irrsinn und Chaos\u201c.<\/p>\n<p dir=\"ltr\">Sein Vater starb bereits 1914, Camus hatte ihn nie kennengelernt. Daraufhin siedelte die Familie Camus nach Algier um. Durch seinen Lernwillen schaffte er es \u00fcber die Gymnasiumspr\u00fcfung bis hin zur Universit\u00e4t, wo er sich f\u00fcr Philosophie einschrieb. Vielen ist der Philosoph Albert Camus mit seiner \u201cPhiliosophie des Absurden\u201d, die dem Existenzialismus nahe steht, in Erinnerung geblieben. In dieser Philosophie gibt es nur eine Welt des Leidens und Elends, der kein Sinn abzugewinnen ist. Durch diese Absurdit\u00e4t wird der Mensch immer weiter in existenzielle Sinnkrisen geworfen, die ihn seine Fremde f\u00fchlen lassen. Jedoch bleibt diese Welt nicht ohne Hoffnung.<\/p>\n<p dir=\"ltr\">Jene Hoffnung bringt ihn zur Schriftstellerei und zum Theater. \u201eDas wenige an Moralverst\u00e4ndnis, \u00fcber das ich verf\u00fcge, habe ich auf dem Fu\u00dfballplatz und im Theater gelernt [&#8230;]\u201c, wird Albert Camus sp\u00e4ter dar\u00fcber schreiben.<\/p>\n<p dir=\"ltr\">Im Jahre 1943 wird Albert Camus vom Nationalen Widerstandskomitees des besetzten Frankreichs zum Chefredakteur der Untergrundzeitung Combat ernannt.<\/p>\n<p dir=\"ltr\">Ein Highlight unter den Audiodokumenten ist eine Aufnahme Camus selbst, in der er das Editorial der Combat-Ausgabe am Tag der Befreiung von Paris vorliest. Seine Werke, die in der Austellung zum Teil in kurzen Auschnitten einsehbar sind, brachten ihm 1957 den Literaturnobelpreis ein.<\/p>\n<p dir=\"ltr\">Drei Jahre sp\u00e4ter, 1960, kommt Camus durch einen Autounfall ums Leben. Noch heute lebt Camus in seiner Philosophie und seinen Werken weiter: \u201eAber der Liebe sind keine Grenzen gesetzt, und was macht es mir schon aus, nicht festhalten zu k\u00f6nnen, wenn meine Arme nur weit genug sind, um alles zu umschlingen\u201c so Albert Camus in seinem Werk Licht und Schatten von 1937.<\/p>\n<p dir=\"ltr\">Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit dem Verlagshaus Gallimard und der Ecole Normale Sup\u00e9rieure pour la r\u00e9daction des contenus et la direction scientifique INA, der Agence pour l\u2019enseignement fran\u00e7ais \u00e0 l\u2019\u00e9tranger AEFE und vom Produktionsstudio Cellules realisiert.<\/p>\n<p dir=\"ltr\">Bis zum 20.12.2013 ist die virtuelle Ausstellung von Albert Camus Besuchern ge\u00f6ffnet \u2013 der Eintritt ist frei. \u00a0Die Applikation ist in zehn Sprachen verf\u00fcgbar, darunter in Franz\u00f6sisch und Deutsch.<\/p>\n<p dir=\"ltr\">\u00d6ffnungszeiten der Mediathek: Montag: 14 &#8211; 19 Uhr, Dienstag: 14 &#8211; 18 Uhr , Mittwoch: 10-12 Uhr \/14 &#8211; 19 Uhr, Donnerstag: 14 &#8211; 20 Uhr, Freitag: 14 &#8211; 18 Uhr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Albert Camus feiert dieses Jahr seinen hundertsten Geburtstag. 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