{"id":2440,"date":"2013-12-16T17:34:18","date_gmt":"2013-12-16T17:34:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kupferblau.de\/?p=2440"},"modified":"2021-02-21T12:47:27","modified_gmt":"2021-02-21T12:47:27","slug":"null-vorbereitet-perfekt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/2013\/12\/16\/null-vorbereitet-perfekt\/","title":{"rendered":"Null vorbereitet? Perfekt!"},"content":{"rendered":"<address>Wenn die Ank\u00fcndigung, dass keiner der Schauspieler auch nur im geringsten geprobt hat die Zuschauer in den Saal lockt, dann wei\u00df man es ist Zeit f\u00fcr Impro am St\u00fcck. In einem abendf\u00fcllendem Programm, erdenken sieben Impro-Schauspieler des Harlekin-Theaters T\u00fcbingen ein gesamtes St\u00fcck, ohne sich vorher vorbereitet zu haben. Das Publikum ist begeistert, die Schauspieler talentiert, die Spielleitung geschickt. Impro am St\u00fcck ist sehenswert \u2013 f\u00fcr jeden.<!--more--><\/address>\n<p>\u00a0Der Raum ist bis auf den letzten Platz gef\u00fcllt. Aus der Menge kommen immer neue Vorschl\u00e4ge, Buhrufe, Applaus und \u2013 mehr als alles andere \u2013 Gel\u00e4chter. Am Mikro: Volker Quandt, auf der Bank: sieben Schauspieler des Harlekin-Theaters. Dort werden sie nicht lange bleiben. Die Stimmung ist gut bei Impro am St\u00fcck, der Veranstaltung der T\u00fcbinger Theatersportler im Landestheater T\u00fcbingen. Der Theatersport ist in T\u00fcbingen bereits etabliert, Impro am St\u00fcck ist nun der n\u00e4chste Schritt. Hier wagen die Schauspieler etwas, was in diesem Format den meisten nicht bekannt sein d\u00fcrfte: Sie versuchen mit minimalen Vorgaben des Publikums im Laufe des Abends ein zusammenh\u00e4ngendes Theaterst\u00fcck aufzuf\u00fchren \u2013 ohne auswendig gelernten Text, ohne Proben, ohne jegliche Art von Vorbereitung.<br \/>\nWas klingt wie ein unm\u00f6gliches Unterfangen, gelingt so gut, dass es fast traurig ist, dass niemand au\u00dfer der an diesem Abend anwesenden G\u00e4ste das St\u00fcck je sehen wird. Aber das geh\u00f6rt wohl mit zum Reiz von Impro am St\u00fcck. Das Publikum bestimmt den Namen des St\u00fcckes, das Genre und charakterisiert drei der Schauspieler; alles andere ergibt sich von selbst. An diesem Abend hei\u00dft die Vorstellung \u201eDer Heimkehrer\u201c und soll im Stil von Berthold Brecht gespielt werden. Aus drei Figuren, die zun\u00e4chst nichts miteinander zu tun zu haben scheinen, werden durch geschicktes improvisieren im Laufe des Abends sieben Charaktere, die eine gemeinsame Vergangenheit haben, welche \u00a0sich zu entdecken lohnt.<\/p>\n<h3>\u00a0<b>Gesang und Zugabe \u2013 das Publikum bekommt nicht genug<\/b><\/h3>\n<p>Obwohl \u2013 oder gerade weil \u2013 alles improvisiert ist, merkt man den Schauspielern ihre Professionalit\u00e4t deutlich an. Volker Quandt, Leiter der Impro-Akademie T\u00fcbingen, bestimmt wann eine Szene endet und wo und mit wem die n\u00e4chste anf\u00e4ngt, doch der Rest ist den Schauspielern \u00fcberlassen. Man hat als Zuschauer das Gef\u00fchl es macht den Darstellern gro\u00dfen Spa\u00df sich gegenseitig in die Bredouille zu bringen, um zu sehen wie der andere reagiert. Zum Gl\u00fcck, dadurch wird es nie langweilig! F\u00fcr Kurzweil sorgen auch regelm\u00e4\u00dfige Gesangseinlagen, bei denen weniger die Qualit\u00e4t der Stimme (die ist bei den wenigsten Eurovision Song Contest geeignet), als der Inhalt z\u00e4hlt. Wer sich schon beim Gedichte schreiben hinter zugezogenem Vorhang zu Hause schwer tut, den werden die aus dem Stehgreif gereimten Texte garantiert \u00fcberw\u00e4ltigen.<br \/>\nVon der B\u00fchne kommt pl\u00f6tzlich ein Schrei. Das St\u00fcck endet mit zwei Toten, langersehnter Rache und einem wiedervereinten Liebespaar. Der Applaus will gar nicht mehr aufh\u00f6ren. Die Schauspieler m\u00fcssen mehrere Male herauskommen um sich zu verbeugen und geben dann sogar noch eine Zugabe. Man merkt, das Publikum ist tief beeindruckt und w\u00e4re auch noch l\u00e4nger geblieben. Irgendwann muss der Abend dann aber leider doch ein Ende finden. Macht nichts, man kann sich ja schon auf&#8217;s n\u00e4chste Mal freuen! Der n\u00e4chste Termin ist dann zwar leider erst der <b>17.5.2014<\/b>, aber bis dahin kann man sich das Warten mit dem regul\u00e4ren Theatersport vers\u00fc\u00dfen, der findet bereits am <b>29.12.2013<\/b> wieder statt. Impro am St\u00fcck ist ein Muss, nicht nur f\u00fcr ergraute Theaterliebhaber, sondern f\u00fcr jeden, der einen unterhaltsamen Abend verbringen will.<br \/>\nMehr Impro-Theater:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.harlekintheater.de\/\">www.harlekintheater.de<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.landestheater-tuebingen.de\/\">www.landestheater-tuebingen.de<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.improakademie.de\/\">www.improakademie.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn die Ank\u00fcndigung, dass keiner der Schauspieler auch nur im geringsten geprobt hat die Zuschauer in den Saal lockt, dann wei\u00df man es ist Zeit &hellip; <\/p>\n","protected":false},"author":253,"featured_media":2441,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[299,62],"tags":[579,425,427,43,580,19,581],"class_list":["post-2440","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-kafka-co","category-kultur","tag-harlekin-theater","tag-improvisation","tag-ltt","tag-theater","tag-theaterstueck","tag-tubingen","tag-verlag"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2440","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/253"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2440"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2440\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":24170,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2440\/revisions\/24170"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2440"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2440"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2440"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}