{"id":274,"date":"2011-07-16T06:13:06","date_gmt":"2011-07-16T06:13:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kupferblau.de\/?p=274"},"modified":"2021-02-21T14:00:47","modified_gmt":"2021-02-21T14:00:47","slug":"unser-bisheriges-gesellschaftsbild-auf-dem-prufstand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/2011\/07\/16\/unser-bisheriges-gesellschaftsbild-auf-dem-prufstand\/","title":{"rendered":"Unser bisheriges Gesellschaftsbild auf dem Pr\u00fcfstand"},"content":{"rendered":"<p><strong>Es wurde hei\u00df diskutiert: Wie umgehen mit schwindenden Ressourcen, einem fortschreitenden Klimawandel und massivem Artensterben? Ist eine Umstrukturierung unseres gesellschaftlichen Paradigmas n\u00f6tig und m\u00f6glich, um steigende Staatsverschuldungen, globale Finanzkrisen und wachsende soziale Ungleichheiten in den Griff zu bekommen? Wie definiert man heutzutage eigentlich Wohlstand, was bedeutet \u201epers\u00f6nliches Gl\u00fcck\u201c und wie kann man durch den eigenen Konsum und das eigene Verhalten Denkanst\u00f6\u00dfe generieren?<\/strong><\/p>\n<p>Von Helen Monzel<br \/>\n<!--more--><br \/>\nAll diese Fragestellungen dienten als Leitfaden der \u00d6kosozialen Studientage, die als offizielles Projekt der UNESCO Weltdekade \u201eBildung f\u00fcr eine nachhaltige Entwicklung\u201c ausgerichtet wurden. Initiiert wurde die Veranstaltung von Institutionen wie dem Club of Rome und der Global Marshall Initiative sowie vielen weiteren, w\u00e4hrend Boris Palmer und die Universit\u00e4t T\u00fcbingen die Schirmherrschaft \u00fcbernahmen. Die Ausrichtung und Unterst\u00fctzung erfolgte, in Kooperation mit der Heinrich B\u00f6ll Stiftung, durch die studentischen Gruppen Greening the University, Global Marshall Plan und oikos T\u00fcbingen. Die Leitung dabei \u00fcbernahm Helen L\u00fcckge von Climonomics T\u00fcbingen\/Forum \u00d6kologisch-Soziale Marktwirtschaft. Ein bunter Haufen engagierter Menschen also, die aktiv geworden sind, um sich f\u00fcr eine zukunftsf\u00e4hige Gesellschaft einzusetzen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der dreit\u00e4gigen Studientage wurde ein abwechslungsreiches Programm angeboten, das nicht nur Studenten, sondern auch andere interessierte T\u00fcbinger B\u00fcrger anlockte. Die Auftaktveranstaltung der Studientage fand am Donnerstag, den 12. Mai 2011 im Schlo\u00dfcaf\u00e9 mit der Filmvorf\u00fchrung \u201eDie 4. Revolution \u2013 Energy Autonomy\u201c statt. Am darauffolgenden Tag wurde die offizielle Er\u00f6ffnungsveranstaltung abgehalten, die von den Vortr\u00e4gen von Anselm G\u00f6rres (F\u00d6S) und Thomas Jorberg (GLS Bank) getragen und dem \u201eMarkt der M\u00f6glichkeiten\u201c abgerundet wurde. Dort konnten sich Interessierte Informationen \u00fcber die Aktivit\u00e4ten der im \u00f6kologischen, sozialen und nachhaltigen Bereich t\u00e4tigen studentischen Hochschulgruppen einholen. F\u00fcr den dritten und letzten Tag der Studientage war eine vorherige Anmeldung notwendig: In sechs verschiedenen Workshops wurden verschiedene Aspekte der Nachhaltigkeit beleuchtet und Konzepte f\u00fcr ein zukunftsf\u00e4higes Gesellschaftsleben erarbeitet. Die Referenten von Workshops wie \u201eHerausforderungen in der Entwicklungszusammenarbeit: Klimawandel und Migration\u201c, \u201eKritischer Konsum?! Vom Wissen zum Handeln \u2013 ein psychologischer Ansatz\u201c oder \u201eDie Grenzen des Wachstums \u2013 Ideen f\u00fcr alternative Wachstumskonzepte\u201c gaben Inputvortr\u00e4ge, es wurde eifrig diskutiert und in Gruppenarbeiten Poster der erarbeiteten L\u00f6sungsans\u00e4tze angefertigt, die sp\u00e4ter f\u00fcr jedermann zug\u00e4ngig gemacht wurden. Nach einer Mittagspause mit schmackhaften und biologisch wertvollen K\u00f6stlichkeiten vom \u201eMarktladen\u201c ging es in die Nachmittagsphase. Hier fand in lockerer Atmosph\u00e4re eine gro\u00dfe Informations-Fusion in World-Caf\u00e9 Sessions (Workshop-Technik) zwischen den Teilnehmern der verschiedenen Workshops statt. Gemeinsam wurde ein Res\u00fcmee \u00fcber die Studientage gezogen und \u00fcberlegt, wie man selber, quasi direkt am n\u00e4chsten Tag, einen ersten Schritt zu einer zukunftsf\u00e4higen Gesellschaft tun k\u00f6nnte. Der sehr gelungene Abschluss erfolgte durch die mitrei\u00dfende Rede von Prof. Dr. F. J. Rademacher (Club of Rome), der die Veranstaltung lobte und sich w\u00fcnschte, dass es eine konstante, vielleicht auch national vereinigte Fortsetzung der \u00d6kosozialen Studientage geben sollte. Die \u00d6kosozialen Studientage bekamen ein positives Feedback und konstruktive Verbesserungsvorschl\u00e4ge von ihren Teilnehmern. Her mit der zukunftsf\u00e4higen Gesellschaft!<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Wer Lust bekommen hat, sich nun selber einzubringen und durch kleine oder gro\u00dfe Schritte zum Initiator f\u00fcr ein nachhaltiges Gesellschaftsleben zu werden, kann sich freuen: Bereits im kommenden Winter- oder Sommersemester soll es eine Fortsetzung der \u00d6kosozialen Studientage mit vielen neuen spannenden Themen und Gespr\u00e4chsrunden geben.<\/p>\n<p>Mehr Informationen \u00fcber die vergangenen Studientage findest du auch hier: <span style=\"color: #0000ff;\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><a href=\"http:\/\/www.faire-zukunft.de\/contao\/index.php\/Home.html\">www.hochschultage.org\/tuebingen<\/a><\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es wurde hei\u00df diskutiert: Wie umgehen mit schwindenden Ressourcen, einem fortschreitenden Klimawandel und massivem Artensterben? 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