{"id":305,"date":"2011-07-16T14:16:07","date_gmt":"2011-07-16T14:16:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kupferblau.de\/?p=305"},"modified":"2021-02-21T13:59:44","modified_gmt":"2021-02-21T13:59:44","slug":"spielerisch-deutsch-lernen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/2011\/07\/16\/spielerisch-deutsch-lernen\/","title":{"rendered":"Spielerisch Deutsch lernen"},"content":{"rendered":"<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><strong>In <\/strong><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><strong>einem Pilotpr<\/strong><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><strong>ojekt versuchten Studenten Kindern mit Sprachf\u00f6rderbedarf die Regeln der deutschen Sprache nahe zu bringen. Ein Theaterst\u00fcck diente als Rahmen. Mitzureden hatten die St<\/strong><\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\"><strong>adt T\u00fcbingen, die Uni und das LTT.<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"JUSTIFY\"><em>von Hannah Ko<\/em><em>m<\/em><em>mol<\/em><!--more--><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\">Man schreibt das Jahr 2011, Pfingstferien. Im Innern einer T\u00fcbinger Grundschule herrscht Totenstille. Scheinbar. Langsam \u00f6ffnet sich die T\u00fcr zum Quartier der Agenten und pl\u00f6tzlich schl\u00e4gt einem Stimmengewirr entgegen. Wildes Fu\u00dfgetrappel ist zu h\u00f6ren und elf Agenten h\u00fcpfen in Aufruhr durch den Raum. Stille Ferien? Fehlanzeige.<\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\">Dies bekam zu sehen und vor allem zu h\u00f6ren, wer sich zwischen dem 14. und 24. Juni in die H\u00f6hle der deutschen Grammatik traute. Dort, im Lindenbrunnenpavillon, hatten neben den Agenten auch die Zauberer und vier weitere Gruppen ihre Lager aufgeschlagen. Sie alle fanden sich zusammen, um an der \u201eStadt der Kinder \u2013 Pfingstcamp 2011\u201c teilzunehmen. In diesem zweiw\u00f6chigen Camp sollte anhand der Erarbeitung eines Theaterst\u00fccks spielerisch Grammatik angewandt werden. Nebenbei wurde auf einer nahe gelegenen Wiese eine h\u00f6lzerne H\u00fcttenstadt errichtet, die als Probe- und Auff\u00fchrungskulisse diente. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"> So fand sich jeden Morgen eine bunte Truppe von 66 Kindern ein. Sie kamen nicht nur aus unterschiedlichen T\u00fcbinger Schulen sondern stammen zum Beispiel aus Griechenland, der T\u00fcrkei oder von den Philippinen. Dahingehend standen die Lehrer, 20 Studenten verschiedenster Studieng\u00e4nge, ihren Sch\u00fclern in nichts nach. In festen Kleingruppen die jeweils von drei Studenten betreut wurden, widmete man sich vormittags den Kniffen der deutschen Sprache. Anhand des Spiels \u201eFeuer, Wasser, Sturm\u201c wurden zum Beispiel Lokalisierungsausdr\u00fccke ge\u00fcbt. Das Mittagessen sollte gemeinsam stattfinden. Jedoch war nicht immer genug f\u00fcr alle da und so mussten manche Sch\u00fcler und Studenten auf ihre Mahlzeit warten. In der anschlie\u00dfenden Pause wurde allerhand gemalt und gebastelt. Auch f\u00fcr das eine oder andere Fu\u00dfballspiel war Zeit. Manch einer gab seinen Moves in der Tanzgruppe den letzten Schliff. Am Nachmittag folgte die theaterp\u00e4dagogische Arbeit. Diese war auch Aufgabe der Studenten. Unterst\u00fctzt wurden sie dabei von Volker Schubert, einem Theaterp\u00e4dagogen des LTT. F\u00fcr die acht bis elfj\u00e4hrigen Teilnehmer des Camps endete der Tag um 17 Uhr. Der studentische Lehrk\u00f6rper hingegen hatte da noch zwei Stunden vor sich. Abends wurde in einer Feedbackrunde der Tag besprochen. Ebenso mussten, in teils hitzigen Diskussionen, die Aktivit\u00e4ten f\u00fcr den Folgetag bestimmt werden und das Aufr\u00e4umen machte sich auch nicht von selbst. <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"> F\u00fcr die Studenten fingen die Vorbereitungen auf das Pilotprojekt schon fr\u00fch an. Bereits seit Oktober 2010 mussten alle ein Seminar belegen. Jede zweite Woche traf man sich. Am Abend wurde dann vier Stunden lang gearbeitet und theaterp\u00e4dagogische Spiele entwickelt. Ohne Hausaufgaben durften die Pfingstp\u00e4dagogen auch nicht nach Hause. \u201eEs ist viel Aufwand und man muss die Bereitschaft mitbringen viel zu arbeiten\u201c, best\u00e4tigt Lehramtsstudent Michael Spaun (25).<\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\">W\u00e4hrend des Vorbereitungsseminars wurden die Studenten von Herrn Schubert und der Sprachwissenschaftlerin Doreen Bryant begleitet. Die Tatsache, dass die Vorbereitung ausschlie\u00dflich theoretisch ablief, stie\u00df auch auf Kritik. Denn nicht alle studentischen Lehrer hatten Erfahrung mit der Kinderbetreuung. Marie Kaiser (23), Studentin der Linguistik und Psychologie, meinte aber: \u201eDas theoretisch Erlernte funktioniert in der Praxis.\u201c<\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Arial,serif;\"> In der Praxis f\u00e4llt aber kein Geld vom Himmel. Da die Teilnahme am Camp dennoch nicht von der Gr\u00f6\u00dfe des elterlichen Geldbeutels abh\u00e4ngen sollte, musste das Projekt <\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\">anderweitig<\/span><span style=\"font-family: Arial,serif;\">finanziert werden. Dabei half die Robert-Bosch-Stiftung. Am Freitag, dem 24. Juni, war es dann soweit und die gro\u00dfe Auff\u00fchrung des erarbeiteten Theaterst\u00fccks stand an. Viele Eltern kamen um ihre Kinder zu bewunden und auch Oberb\u00fcrgermeister Boris Palmer lie\u00df sich blicken. Zusammen mit einer gelungenen Darbietung war der Abschluss ein Erfolg. Das Projekt k\u00f6nnen Marie und Michael weiterempfehlen, denn \u201edie Kinder sind motiviert und haben Spa\u00df\u201c. Ob die \u201eStadt der Kinder\u201c tats\u00e4chlich in eine zweite Runde geht? Abwarten und deutsche Grammatik \u00fcben! <\/span><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einem Pilotprojekt versuchten Studenten Kindern mit Sprachf\u00f6rderbedarf die Regeln der deutschen Sprache nahe zu bringen. Ein Theaterst\u00fcck diente als Rahmen. 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