{"id":3712,"date":"2014-12-07T23:37:45","date_gmt":"2014-12-07T23:37:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kupferblau.de\/?p=3712"},"modified":"2021-02-21T11:55:09","modified_gmt":"2021-02-21T11:55:09","slug":"promis-auf-dem-holzmarkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/2014\/12\/07\/promis-auf-dem-holzmarkt\/","title":{"rendered":"Promis auf dem Holzmarkt"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong>Der Verein Querfeldein ist vielen Studierenden bereits ein Begriff. Regelm\u00e4\u00dfig l\u00e4dt er Prominente aus Kultur und Gesellschaft ins \u201eRibi\u201c ein. Die Abende finden in lockerer Atmosph\u00e4re statt und sprechen damit vor allem junge Menschen an. Doch wer und was ist Querfeldein? Ein Blick hinter die Kulissen.<\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Drau\u00dfen auf dem B\u00fcrgersteig dr\u00e4ngen sich Menschen vor dem Eingang. Der Raum drinnen ist bereits gut gef\u00fcllt und jetzt hei\u00dft es, dass keine Zuschauer mehr eingelassen werden.<br \/>\nWenn Querfeldein zum \u201eTalk\u201c einl\u00e4dt, ist die H\u00fctte meistens voll. Der studentische Kulturverein hat es sich zur Aufgabe gemacht, Themen aus staubigen Buchvorstellungen und muffigen H\u00f6rs\u00e4len zu holen und sie einem jungen Publikum zu pr\u00e4sentieren, ohne daf\u00fcr Eintritt zu verlangen. Das Konzept geht auf. Bekannte Gr\u00f6\u00dfen wie Nah-Ost-Experte J\u00f6rg Armbruster, Musiker Mc Fitti und Fernsehchefin Katja Hofem z\u00e4hlen zu den ehemaligen G\u00e4sten von Querfeldein. Die G\u00e4ste vertreten eine gro\u00dfe Bandbreite von Interessen. Im Ribingurumu, kurz \u201eRibi\u201c, fanden in Wohnzimmeratmosph\u00e4re bislang elf Veranstaltungen statt.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">L\u00fccke in der Kulturszene<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDie Idee f\u00fcr Querfeldein entstand aus dem Gef\u00fchl heraus, dass in T\u00fcbingen eine kulturelle L\u00fccke klafft\u201c, erz\u00e4hlt Max Scherer, einer der Gr\u00fcnder: \u201eZwischen den Lesungen vom Buchladen Osiander und den Veranstaltungen des Studium Generales hat ein Programm f\u00fcr ein junges Publikum gefehlt.\u201c<br \/>\nDie z\u00fcndende Idee hatten er und sein damaliger Mitbewohner Kevin Tiedgen im Juni 2013. Die beiden luden spontan Frank Stauss ein, der unter anderem Wahlkampfberater von Ex-Kanzler Gerhard Schr\u00f6der war. Die Veranstaltung fand damals noch im \u201eL\u00f6wen\u201c statt und kostete Eintritt, war aber gut besucht. Das spornte sie zum Weitermachen an. Vier Monate und zahlreiche b\u00fcrokratische H\u00fcrden sp\u00e4ter gr\u00fcndete sich der Verein, der sich dem Namen nach verschiedensten Themenfeldern widmet.Derzeit z\u00e4hlt Querfeldein etwa vierzig Mitglieder. Davon aktiv beteiligt sind rund f\u00fcnfzehn. Auch Tiedgen, der mittlerweile in K\u00f6ln wohnt, arbeitet weiterhin mit. \u201eWir sind ein Mitmach-Verein und immer offen f\u00fcr neue Leute\u201c, sagt Scherer.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Facebook-Anfragen funktionieren<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von der G\u00e4steauswahl bis hin zum Auftritt gibt es viel zu organisieren. Jeden Montag findet ein Mitgliedertreffen statt, auf der Anstehendes besprochen wird. Welche Personen als G\u00e4ste in Frage kommen, wird am Anfang des Semesters offen diskutiert. Auch Nichtmitglieder k\u00f6nnen dazu Vorschl\u00e4ge einreichen. Sowohl die Pers\u00f6nlichkeit des Gastes als auch der Preis m\u00fcssen dabei stimmen. Weil die meisten eine Gage verlangen, ist Querfeldein auf Sponsoren angewiesen. Laut Scherer kamen die bisherigen G\u00e4ste dem studentischen Verein preislich jedoch entgegen. \u201eViele sagen, dass sie die Idee und das Konzept interessant finden. Au\u00dferdem sind manche gern wieder unter Studenten\u201c, erg\u00e4nzt Max Clar, der f\u00fcr die Pressearbeit bei Querfeldein zust\u00e4ndig ist.<br \/>\nIst ein Gast gefunden, geht es an das Booking. Anfragen werden teilweise auch \u00fcber Facebook oder Twitter verschickt, was \u00f6fter funktioniert, als man glauben mag. Wenn ein Wunschkandidat zugesagt hat, wird das Konzept f\u00fcr den Abend erarbeitet. \u201eJeder Gast ist anders und wir m\u00fcssen thematisch und menschlich immer individuell auf ihn eingehen\u201c, erkl\u00e4rt Scherer. \u201eWir sehen den Verein dabei als Spielwiese, um Neues auszuprobieren.\u201c<br \/>\nBevor der offizielle Teil des Abends beginnt, beschnuppern sich die Querfeldein-Moderation und der Gast zun\u00e4chst bei einem Essen. Manches Mal folgt auf das Kennenlernen eine kurze Stadtf\u00fchrung durch T\u00fcbingen. Der Auftritt im \u201eRibi\u201c selbst wird gefilmt und kann online nachgeschaut werden.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Vom L\u00e4ndle ins Land<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Querfeldein sieht sich als offenes Lern-Projekt: \u201eBei uns kann man Erfahrungen sammeln, sowohl was die Moderation anbelangt als auch im Bereich des Bookings, der Eventplanung oder der Technik. Auch konzeptionell bleiben wir offen, so lange es eine kostenlose Abendveranstaltung bleibt\u201c, so Clar.<br \/>\nDer Verein hat bereits Nachahmer in anderen St\u00e4dten gefunden. In Heidelberg, Leipzig und Stuttgart haben sich Ableger gefunden. Die T\u00fcbinger scheinen auf eine L\u00fccke gesto\u00dfen zu sein, die nicht nur im L\u00e4ndle existent war.<br \/>\nIm lokalen Kulturprogramm ist der studentische Verein mittlerweile eine feste Gr\u00f6\u00dfe. \u201eMich freut besonders, dass sich eine Art Stammpublikum von Querfeldein gebildet hat, das kommt, auch wenn es den Gast nicht kennt\u201c, meint Clar.<br \/>\nWer im kommenden Jahr ins Ribi eingeladen wird, ist teilweise noch in der Verhandlungsphase. Scherer setzt dabei auf Abwechslung: \u201eWir wollen innovativ sein und spannende G\u00e4ste einladen, mit denen wir Dinge ausprobieren.\u201c Man darf gespannt sein, wen die Studierenden nach T\u00fcbingen locken k\u00f6nnen. Daran, dass man immer mehr Promis bei einer privaten Stadtf\u00fchrung auf dem Holzmarkt trifft, sollte man sich vielleicht gew\u00f6hnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Verein Querfeldein ist vielen Studierenden bereits ein Begriff. Regelm\u00e4\u00dfig l\u00e4dt er Prominente aus Kultur und Gesellschaft ins \u201eRibi\u201c ein. 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