{"id":3721,"date":"2014-12-08T12:37:59","date_gmt":"2014-12-08T12:37:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kupferblau.de\/?p=3721"},"modified":"2021-02-21T11:17:17","modified_gmt":"2021-02-21T11:17:17","slug":"autor-in-einem-monat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/2014\/12\/08\/autor-in-einem-monat\/","title":{"rendered":"Autor in einem Monat"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong>Nach dem NaNo ist vor dem NaNo. Am letzten Sonntag ging der November und damit der NaNoWriMo (National Novel Writing Month) zu Ende. Mit Gl\u00fchwein und Keksen schickten sich die jungen T\u00fcbinger Autoren an, die 50 000 Wort-H\u00fcrde zu \u00fcberwinden, oder feierten bereits ihren fertigen Roman.<\/strong><\/em><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">30 Tage und 50 000 Worte. Dies hatten sich die Teilnehmer des diesj\u00e4hrigen NaNoWriMo zu Anfang des Monats vorgenommen. Bei den Treffen im \u201aUnterwegs\u2018 in der Wilhelmstra\u00dfe fanden sie sich w\u00f6chentlich zusammen, um sich \u00fcber ihren Wordcount und ihre Ideen auszutauschen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch am letzten Wochenende des Monats ging es wieder lebhaft zu. Bei der \u201aLast Word Party\u2018 im Unterwegs fanden sich ab 8 Uhr abends viele der T\u00fcbinger NaNo Leute zusammen. W\u00e4hrend einige noch damit besch\u00e4ftigt waren, ihre letzten Seiten zu schreiben, lie\u00dfen sich andere bereits zu ihrem fertigen Projekt gratulieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eEigentlich geht es ja nur um den Spass am Schreiben&#8220;, meinte Heike T., eine Studentin der Rechtswissenschaft, die schon seit drei Jahren am NaNoWriMo teilnimmt. \u201eAber irgendwo ist es doch ein gutes Gef\u00fchl, wenn man es am Ende schafft.\u201c Dieses Jahr hatte sie bereits nach drei Wochen ihre 50 000 Worte geschafft, sich aber trotzdem bis zum Ende noch damit besch\u00e4ftigt, Unebenheiten in ihrer Story herauszuarbeiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eMit dem Ende war ich so unzufrieden, dass ich es vielleicht vier Mal umgeschrieben habe. Dann hat es endlich gepasst.\u201c Auf die Frage, wie sie mit Schreibblockaden umgeht, die sie im Laufe des Monats befallen, antwortete sie mit einem Schulterzucken:<br \/>\n\u201eViele Autoren beharren ja darauf, dass t\u00e4gliches Schreiben, dem kreativen Prozess zutr\u00e4glich ist. Ich glaube genau daf\u00fcr ist der NaNoWriMo gut. Jeder, der sich sp\u00e4ter beruflich mit dem Schreiben befassen will, wird Deadlines kennen lernen. Je fr\u00fcher man lernt, seine Schreibblockaden zu \u00fcberwinden, desto einfacher wird es l\u00e4ngere Texte zu schreiben.\u201c<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">\u201eEs ist ja ohnehin mein erstes Mal, ich will nur mal sehen, wie es so ist&#8230;&#8220;<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dies war die Einstellung, die ein paar der neueren Autoren bei den Treffen vertraten. Ihnen ging es haupts\u00e4chlich darum, zu testen wie gut man ein solches Schreibprojekt trotz Unistress meistern kann. Neben der Vor- und Nachbereitung f\u00fcr Seminare, Pr\u00e4sentationen und Klausuren ist es nicht einfach einen ganzen Roman zu verfassen.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Motiviert bleiben<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Schwierigste f\u00fcr die Autoren war wohl \u00fcber den November hinweg motiviert zu bleiben. Nicht jeder hat bereits die Erfahrung, wie man mit Schreibblockaden umgeht und viele sind es nicht gew\u00f6hnt Geschichten zu schreiben, die l\u00e4nger als ein paar tausend Worte sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf der Website des NaNo gab es deswegen regelm\u00e4\u00dfige \u201aPep-Talks\u2018 bei denen bekanntere Autoren und Teilnehmer des NaNoWriMo die Teilnehmer anfeuerten, auf Trab zu bleiben. Das \u201aOffice of Letters and Light\u2018, dass die ganze Sache organisiert, hatte auch einen Kalender zusammengestellt, der den Autoren helfen sollte, das Ziel zu erreichen.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Der November ist vorbei. Was nun?<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr jeden, der das Ziel erreicht hat, gibt es nun die M\u00f6glichkeit, nach einem Verlag zu suchen, der das Geschriebene ver\u00f6ffentlicht. Allerdings sind die Chancen eher gering, da der \u00fcber den letzten Monat entstandene Roman zumeist nur ein erster Entwurf ist.<br \/>\nAus diesem Grund und um zu versichern, dass sich die Schreiberlinge mit ihrem Meisterwerk noch weiter befassen, machen nun viele der Autoren ein \u201aRevision Promise\u2018. Ein Versprechen, die eigene Geschichte noch einmal durchzulesen und auszubessern. Ob der Roman dann in den Buchhandel wandert, oder auf der eigenen Festplatte bleibt, ist nicht ganz so wichtig.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Was ist mit denen, die nicht genug haben vom Schreiben?<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr alle, denen der NaNoWriMo nicht genug war, gibt es auch noch das \u201aCamp NaNo\u2018. Die Projekte im April und Juli sind weniger anstrengend als der NaNoWriMo, da sie kein festes Ziel von 50 000 W\u00f6rtern haben. Alles von 10 000 bis 1 000 000 W\u00f6rtern wird akzeptiert und es gibt keine Deadline:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/campnanowrimo.org\/sign_in\">https:\/\/campnanowrimo.org\/sign_in<\/a><br \/>\nF\u00fcr alle j\u00fcngeren Teilnehmer gibt es zudem das Young Writer\u2019s Programm des NaNoWriMo.:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/ywp.nanowrimo.org\/\">http:\/\/ywp.nanowrimo.org\/<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und dann gibt es nat\u00fcrlich auch noch den NaNoWriMo 2015. Das gefl\u00fcgelte Wort der Last Word Party hie\u00df nicht umsonst: Nach dem NaNo ist vor dem NaNo.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach dem NaNo ist vor dem NaNo. Am letzten Sonntag ging der November und damit der NaNoWriMo (National Novel Writing Month) zu Ende. 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