{"id":3979,"date":"2015-03-14T15:47:05","date_gmt":"2015-03-14T15:47:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kupferblau.de\/?p=3979"},"modified":"2021-02-21T08:52:30","modified_gmt":"2021-02-21T08:52:30","slug":"intimer-singersongwriter-abend-im-willi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/2015\/03\/14\/intimer-singersongwriter-abend-im-willi\/","title":{"rendered":"Intimer Singer\/Songwriter-Abend im Willi"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong>Die T\u00fcbinger Musiker Jan Horst und exBird gestalten am Donnerstag den 12.03. das erste Konzert im stimmungsvoll eingerichteten Willi. Ein Abend zwischen unterhaltsamem Pop und melancholischen Songs. Was ehemalige Kwick-Accounts damit zu tun haben, erfahrt ihr hier.<\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Lieder \u00fcber Vera<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eDas ist mein erster Gig heute\u201c, mit diesen Worten und dem Gest\u00e4ndnis, eigentlich mehr reden zu wollen als zu singen, beginnt Jan Horst den Abend. Und tats\u00e4chlich, wenn man ihm zuh\u00f6rt, merkt man, dass der 25-J\u00e4hrige eigentlich eher aus dem Autorenbereich kommt und seine Songs vor allem auf Text und Inhalt aufbauen. So wird aus dem Outcast-Song \u201eHey Yah!\u201c ganz einfach mal \u201eVera\u201c, die Ode an die verflossene Liebe, die sich vom damals 14-j\u00e4hrigen Singer\/Songwriter getrennt hatte. Auf Prosieben habe er sie dann wieder gesehen, gesteht Jan Horst, als Freundin von Stefano Zarrella, dem Bruder des ehemaligen Bro\u2019sis S\u00e4ngers. Unter ihrem Gesicht tauchte dann ein Schriftzug auf, mit den Worten die ihm das Herz gebrochen haben, \u201eVera &#8211; Stefano ist ihre erste gro\u00dfe Liebe\u201c. Und das nimmt man ihm auch ab.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit akustischer Gitarre begleitet, erkl\u00e4rt Jan Horst dass alle seine Songs eigentlich von Frauen handeln &#8211; und zwar von unterschiedlichen. Es sind Geschichten vom Scheitern, und unerwiderter Liebe, aber auch von Freundschaft, die bleibt. Die meisten Songs sind witzig-unterhaltsam, aber auch zwei nachdenklich-ernste schleichen sich in das Set. Mit dem Cover des Fettes Brot Klassikers \u201eJein\u201c beendet Jan Horst das Programm und wei\u00dft noch scherzhaft auf seine gerade gegr\u00fcndete Facebook-Seite hin, die seinen Kwick-Namen aus alten Zeiten nachempfunden sei &#8211; \u201eChe Guitarra\u201c. Kurze Zeit sp\u00e4ter gibt es diese Seite tats\u00e4chlich, einer der Besucher hatte sie kurzerhand w\u00e4hrend des Konzerts gebastelt.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">exBird\u00a0bietet intime Einblicke in seine Welt<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der \u00dcbergang gestaltet sich nun zun\u00e4chst schwierig, hatte Jan Horst eher auf lockere Unterhaltung gesetzt, beginnt das Set von exBird sofort mit tiefen, nachdenklichen, st\u00fcckweise abgr\u00fcndigen Sounds. Mit einem Alien-artigen Effekt auf der Stimme richtet sich Dominik Feth alias exBird an das Publikum und beschw\u00f6rt es auf Englisch dazu, sich gemeinsam seinen D\u00e4monen zu stellen. Noch wirkt das Publikum etwas z\u00f6gerlich und irritiert, doch nach und nach gelingt es dem Mann mit der Gitarre und der rauen Stimme das Publikum auf seine Seite zu ziehen. Wer sich darauf einl\u00e4sst diese Reise mitzumachen wird nicht entt\u00e4uscht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">exBirds Songs sind d\u00fcster, zuweilen fast trostlos und anklagend, aber gew\u00e4hren dem Zuh\u00f6rer einen intimen Einblick in die Seelenwelt eines versto\u00dfenen, eines entt\u00e4uschten, trauernden Wolfes. Auch seine Songs seien fast alle f\u00fcr eine Frau geschrieben worden, erz\u00e4hlt Dominik Feth, allerdings nur f\u00fcr eine spezielle. Dass es mit dieser Speziellen wohl nicht geklappt hat, l\u00e4sst sich leicht aus den Songs herauslesen, und so schreit exBird seinen Schmerz aus der Brust, bis ihm fast die Halsschlagader platzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Intensit\u00e4t der Songs wei\u00df der sichtlich gl\u00fcckliche S\u00e4nger immer wieder aufzulockern, mit unterhaltsamen Anekdoten \u00fcber Bad Urach oder Rentner. Auch seinen Kwick-Namen m\u00f6chte er dem Publikum anvertrauen und erntet mit \u201eDom Cruise\u201c einige Lacher. Am Ende wollen die Zuh\u00f6rer des randvollen Willis noch mal eine Zugabe h\u00f6ren, und die verw\u00e4hrt exBird ihnen nicht &#8211; zu gl\u00fccklich ist er \u00fcber die Zuh\u00f6rerschaft, die sich bereitwillig in die Sph\u00e4ren seiner Musik begibt. Punkt 22Uhr ist Schluss, und die Beiden Musiker verneigen sich nochmals strahlend vor der wundersch\u00f6nen Kulisse.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Musik zwischen Vintage Sessel und Waldtapete<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was bleibt ist der Eindruck eines insgesamt sehr gelungenen Abends, f\u00fcr den die obere Etage des Willis in der Wilhelmstra\u00dfe pr\u00e4destiniert ist. Vintage Sessel und Waldtapete werden von Designerlampen in ein zartes Licht geh\u00fcllt, welches die perfekte Kulisse f\u00fcr diese Art gem\u00fctliches Konzert liefert. Auch Veranstalter Stefan Hieltscher ist begeistert, er hatte nicht mal ann\u00e4hernd mit so viel Publikum gerechnet, und garantiert, dass das nicht das letzte Mal gewesen sei. Das kann man nur hoffen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">ExBird zum H\u00f6ren: <a title=\"https:\/\/soundcloud.com\/exbird\" href=\"https:\/\/soundcloud.com\/exbird\">https:\/\/soundcloud.com\/exbird<\/a><br \/>\nExBird zum Sehen: <a title=\"https:\/\/www.facebook.com\/exbirdmusic\" href=\"https:\/\/www.facebook.com\/exbirdmusic\">https:\/\/www.facebook.com\/exbirdmusic<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die T\u00fcbinger Musiker Jan Horst und exBird gestalten am Donnerstag den 12.03. das erste Konzert im stimmungsvoll eingerichteten Willi. Ein Abend zwischen unterhaltsamem Pop und &hellip; <\/p>\n","protected":false},"author":274,"featured_media":3980,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[62],"tags":[881,11,248,1037,1038,926],"class_list":["post-3979","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-kultur","tag-exbird","tag-featured","tag-musik","tag-singer","tag-songwriter","tag-willi"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3979","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/274"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3979"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3979\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23999,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3979\/revisions\/23999"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3979"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3979"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3979"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}