{"id":4230,"date":"2015-05-21T18:24:45","date_gmt":"2015-05-21T18:24:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kupferblau.de\/?p=4230"},"modified":"2021-02-21T08:40:36","modified_gmt":"2021-02-21T08:40:36","slug":"tuebingen-goes-hollywood","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/2015\/05\/21\/tuebingen-goes-hollywood\/","title":{"rendered":"T\u00fcbingen goes Hollywood"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong>Am Montag, den 18. Mai, fand zum vierten Mal die T\u00fcbinale, ein vom T\u00fcbinger Institut f\u00fcr Medienwissenschaften veranstaltetes Kurzfilmfestival, im LTT statt. Insgesamt wurden zw\u00f6lf Beitr\u00e4ge gezeigt, die sich teils kritisch, teils sehr am\u00fcsant mit dem diesj\u00e4hrigen Thema \u201eMedienkonvergenz und Gaming\u201c auseinandersetzten.<\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Montagabend vor dem Landestheater T\u00fcbingen: Sommerliche Temperaturen, die tiefstehende Sonne, M\u00e4nner in Sakkos und Frauen in Cocktailkleidern. Der Anlass daf\u00fcr: die zum vierten Mal stattfindende T\u00fcbinale. Es herrscht ein so gro\u00dfer Andrang, dass die Karten an der Abendkasse nach wenigen Minuten restlos ausverkauft sind. Bei dem Filmwettbewerb hatten die Studierenden die Chance, ihr filmisches K\u00f6nnen einem gro\u00dfen Publikum und einer Fachjury zu pr\u00e4sentieren. Die diesj\u00e4hrige Thematik \u201eMedienkonvergenz und Gaming\u201c wurde von den Studierenden teilweise sehr ernsthaft, aber auch mit viel Witz umgesetzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im drittplatzierten Film \u201eHard Life of a Gamer\u201c wurde beispielsweise gezeigt, wie sich die Figuren verschiedener Spiele wie \u201eLara Croft\u201c oder \u201eSims\u201c im realen Leben verhalten w\u00fcrden, was f\u00fcr viele Lacher im Publikum sorgte. Auch Umsetzungen, die das Leben oder die Universit\u00e4t als Spiel interpretierten, bei dem es darum geht, das jeweils n\u00e4chste Level zu meistern, gingen das Thema Gaming mit viel Humor an. Doch auch die negative Seite von Games und Medien, wurde in Form von Spiel- oder Handysucht und deren Folgen f\u00fcr das soziale Leben oder dem Verlust der F\u00e4higkeit Realit\u00e4t und Spiel zu unterschieden, thematisiert.<\/p>\n<figure id=\"attachment_4257\" aria-describedby=\"caption-attachment-4257\" style=\"width: 960px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/11259001_10206863958944615_1942615583_n.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-4257 size-full\" src=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/11259001_10206863958944615_1942615583_n.jpg\" alt=\"11259001_10206863958944615_1942615583_n\" width=\"960\" height=\"640\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-4257\" class=\"wp-caption-text\">Das restlos ausverkaufte LTT.<\/figcaption><\/figure>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Qualitative und inhaltliche Unterschiede<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Filme unterschieden sich jedoch nicht nur durch die unterschiedlichen Themen, sondern auch durch ihre Qualit\u00e4t. Vor allem die erst- und zweitplatzierten Kurzfilme \u00fcberzeugten durch ihre technische Umsetzung, die hochwertigen Bilder und einen professionell wirkenden Schnitt. Hier war deutlich zu sehen, dass die Teams bereits zuvor Erfahrungen im Bereich Film gesammelt hatten. Dies belohnte auch die Jury, die aus den Gewinnerinnen des Vorjahres, mehreren Mitarbeitern des Instituts f\u00fcr Medienwissenschaften, Mitarbeitern von Campus TV sowie dem Zentrum f\u00fcr Medienkompetenz und einem Professor der Hochschule der Medien bestand.<\/p>\n<figure id=\"attachment_4255\" aria-describedby=\"caption-attachment-4255\" style=\"width: 960px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/11312212_10206863989545380_1207593323_n.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-4255 size-full\" src=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/11312212_10206863989545380_1207593323_n.jpg\" alt=\"11312212_10206863989545380_1207593323_n\" width=\"960\" height=\"640\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-4255\" class=\"wp-caption-text\">Die Gewinner des Publikumspreises: &#8222;Digital Divide&#8220;.<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Jury vergab den zweiten Platz an das Team \u201eDigital Divide\u201c, deren Film \u201eSpiel mir das Lied vom Leben\u201c zeigt, mit wie vielen Entscheidungen wir t\u00e4glich konfrontiert sind. Besonders durch die zwei alternativen Enden, zu denen sie von \u201eLola rennt\u201c inspiriert wurden, wurde eine unheimliche Spannung aufgebaut. Diese packende Umsetzung begeisterte auch die Zuschauer, sie ehrten ihn mit dem Publikumspreis.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der erstplatzierte Film \u201eDer Anarchist\u201c, der vom Team \u201eMurat sein Benz\u201c eingereicht wurde, zeigt im Stil des Film noir wie ein Werbeexperte schlie\u00dflich zu roher Gewalt greift, um ein gewaltverherrlichendes Spiel authentisch zu bewerben, nachdem seine vorherigen Vorschl\u00e4ge abgelehnt wurden. Als daf\u00fcr sogar ein Obdachloser sein Leben lassen muss, stimmt vor allem der Sprecher mit seiner wunderbar rauchigen Stimme nachdenklich: \u201eKrankhafter Ehrgeiz verbiegt die Moral.\u201c<\/p>\n<figure id=\"attachment_4254\" aria-describedby=\"caption-attachment-4254\" style=\"width: 960px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/11310995_10206863958904614_1625811525_n.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-4254 size-full\" src=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/11310995_10206863958904614_1625811525_n.jpg\" alt=\"11310995_10206863958904614_1625811525_n\" width=\"960\" height=\"640\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-4254\" class=\"wp-caption-text\">Die erstplatzierten der T\u00fcbinale: &#8222;Murat sein Benz&#8220;.<\/figcaption><\/figure>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Themen mit Diskussionsstoff<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Filme regen zum Nachdenken und zur Reflexion \u00fcber das eigene Verhalten im Umgang mit Medien, dem Smartphone und dem Gaming an. Bei vielen Beitr\u00e4gen wird der Zuschauer gezwungen, sich selbst kritische Fragen zu stellen: Neige auch ich dazu, mich im Spielen oder im Internet zu verlieren? Wie gehe ich mit Medien und meiner Privatsph\u00e4re um? Kann ich auch ohne mein Smartphone und die vielen darauf installierten Apps leben? Wie h\u00e4tte ich mich an der Stelle des Protagonisten entschieden?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Abschlie\u00dfend kann man jedoch sagen, dass die Filme und der ganze Abend vor allem eines macht: Spa\u00df. Denn die humorvollen Filme, die das Thema weniger ernst angegangen sind, sind sehr unterhaltsam. In den Pausen und am Anschluss an die Vorf\u00fchrungen, tauschen sich alle angeregt bei einem St\u00fcck Pizza oder einem Getr\u00e4nk in der Hand \u00fcber das eben Gesehene aus. F\u00fcr ausreichend Diskussionsstoff wurde durch die Kurzfilme zweifelsohne gesorgt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fotos: Janne Ebel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Montag, den 18. Mai, fand zum vierten Mal die T\u00fcbinale, ein vom T\u00fcbinger Institut f\u00fcr Medienwissenschaften veranstaltetes Kurzfilmfestival, im LTT statt. 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