{"id":4259,"date":"2015-05-23T16:16:58","date_gmt":"2015-05-23T16:16:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kupferblau.de\/?p=4259"},"modified":"2021-02-21T08:40:15","modified_gmt":"2021-02-21T08:40:15","slug":"das-warten-auf-tarantino","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/2015\/05\/23\/das-warten-auf-tarantino\/","title":{"rendered":"Das Warten auf Tarantino"},"content":{"rendered":"<p><em><strong>Gute Laune trotz (oder gerade wegen?) melancholischer Texte: Wenn die Stuttgarter Band \u201eHawelka\u201c auf die B\u00fchne kommt, ist alles etwas anders. Angeblich sogar zu anders, um Auftritte auf Festivals zu bekommen. Das Caf\u00e9 Haag war hingegen aus vielerlei Hinsicht die passende Location f\u00fcr ihren Auftritt am letzten Donnerstag.<\/strong><\/em><br \/>\n<!--more--><br \/>\nWenn man sich heutzutage das Band-Programm auf Festivals oder Musik-Seiten anschaut, wird man immer wieder von der unglaublich kreativen Genre-Namensgebung mancher Bands erschlagen. Je l\u00e4nger und ausgefallener, desto besser \u2013 so das vermeintliche Motto, um dar\u00fcber hinweg zu t\u00e4uschen, dass die Musik selbst gar nicht so kreativ und ausgefallen ist. Dementsprechend skeptisch mag der einzelne also auch bei Hawelka sein: Als \u201eGrenzg\u00e4nger-Blues-Pop\u201c oder \u201eMusik zwischen Blues, Rumpelpolka und Psychedelic\u201c beschreibt die Band sich selbst. Nach zwei Stunden schwei\u00dftreibendem Konzert gilt allerdings: Das beschreibt es nicht ann\u00e4hernd!<\/p>\n<h3>\u201eGib uns drei Mikros und es dauert ne Weile!\u201c<\/h3>\n<p>Die Musik von Hawelka l\u00e4sst sich wirklich nur sehr schwer greifen. W\u00e4hrend in einen Moment noch ein Hauch von Jim Morrison durch das Caf\u00e9 weht, zieht einen die markante, raue Stimme von Petr Novak im n\u00e4chsten Moment wieder auf den melancholischen Boden der Tatsachen, um schon wenige Takte sp\u00e4ter die Illusion eines erstklassigen Roadmovies irgendwo zwischen Tschechien und Mexiko zu erschaffen. Und das \u00fcber fast zwei Stunden. Oder auch nicht. Denn unterbrechen tut sich die Band dabei nur allzu gern selbst. Denn etwas genauere Ansagen zu den Songs und vor allem der Band selbst, sind bei Hawelka Pflicht. Und wirken dabei so ungezwungen, dass sie sich ganz organisch im Abend verweben, zusammen mit etwas Bier, Wein und Schnaps.<\/p>\n<p>Das Publikum hatte derweil genug zu feiern, die Rythmuswechsel wurden elegant mit Tanzeinlagen oder auch gem\u00fctlichem Schunkeln honoriert. Pfiffe gab es dennoch, allerdings nicht gegen die Band: Als Drummer und Booking-Chef Christian Seyffert berichtet, dass sie eine Absage vom Ract!-Festival bekamen, mit der Begr\u00fcndung, nicht \u201eFestival-tauglich\u201c zu sein, ist die mehrheitliche Meinung dazu eindeutig. Ebenso wie bei der unerkl\u00e4rlichen Nachricht, dass Quentin Tarantino auch bei seinem n\u00e4chsten Film nicht auf die Musik Hawelkas zur\u00fcckgreifen wird. \u201eKommt noch!\u201c, so die klare Meinung der Band dazu. Am Ende braucht es nur etwas mehr \u201eZuversicht und Kippen\u201c.<br \/>\nWer sich selbst ein Bild von Hawelka machen will, kann sich hier etwas reinh\u00f6ren: <a title=\"www.zuversichtundkippen.de\" href=\"www.zuversichtundkippen.de\">www.zuversichtundkippen.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gute Laune trotz (oder gerade wegen?) melancholischer Texte: Wenn die Stuttgarter Band \u201eHawelka\u201c auf die B\u00fchne kommt, ist alles etwas anders. 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