{"id":4317,"date":"2015-05-29T16:43:36","date_gmt":"2015-05-29T16:43:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kupferblau.de\/?p=4317"},"modified":"2021-02-21T08:38:37","modified_gmt":"2021-02-21T08:38:37","slug":"uno-statt-uni-studierende-als-delegierte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/2015\/05\/29\/uno-statt-uni-studierende-als-delegierte\/","title":{"rendered":"Tapetenwechsel: UNO statt Uni"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong><em>Auf den Konferenzen sieht man sie in schniekem Anzug und wei\u00dfer Bluse. Ihr Thema: die internationale Politik. Die Mitglieder der Hochschulgruppe United Nations T\u00fcbingen sind aber kein elit\u00e4rer Zirkel von Anzugtr\u00e4gern. Es sind Studierende, die sich einmal pro Woche treffen und mit der Arbeit und den Themen der Vereinten Nationen besch\u00e4ftigen.<\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jeden Mittwochabend brennt im Raum 124 des Instituts f\u00fcr Politikwissenschaft noch l\u00e4nger das Licht. Dort treffen sich die Mitglieder von United Nations (UN) T\u00fcbingen. Sie verbindet ihr Interesse an Themen der internationalen Politik. Daher halten sie an jenen Mittwochabenden \u2013 in ihrer wohlverdienten Freizeit \u2013 kurze Input-Referate zu einem semester\u00fcbergreifenden Thema und diskutieren anschlie\u00dfend dar\u00fcber. \u201eEine gewisse Uno-Verliebtheit haben die meisten von uns wahrscheinlich schon\u201c, lacht Jessica Gr\u00fcn, Finanzvorstand der Gruppe.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Menschenrechte und MUNs<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der bunte Treff von Studierenden aller Fachrichtungen will sich selbst und andere \u00fcber die Arbeit der UN informieren. Daf\u00fcr besch\u00e4ftigen sie sich in jedem Semester mit einem gro\u00dfen \u00dcberthema. Juliane Bing, die Erste Vorsitzende, \u00fcber das aktuelle Programm: \u201eIn diesem Sommer besch\u00e4ftigen wir uns mit Menschenrechten. Die gehen jeden etwas an und die Thematik hat verschiedene Aspekte, die wir beleuchten wollen.\u201c Die T\u00fcbinger Gruppe trifft sich nicht nur einmal pro Woche und spricht \u00fcber Politik, internationale Themen, Fragen und globale Probleme. Sie f\u00e4hrt auch zu Model United Nations (MUN). \u201eDas sind Simulationen von UNO-Konferenzen\u201c, erz\u00e4hlt Christof Sack, der Zweite Vorsitzende. Er konnte schon vor seiner Zeit bei UN T\u00fcbingen Erfahrungen auf MUNs sammeln und erkl\u00e4rt die Treffs: \u201eMan ist Delegierter eines Landes und verhandelt als solcher \u00fcber Resolutionen. Dabei geht es um Verhandlungsgeschick, Kompromissf\u00e4higkeit und Kommunikation mit anderen Delegierten.\u201c<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Diplomaten-Einmaleins<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf den Konferenzen trage man auch den \u201eDiplomaten-Dresscode\u201c, also schnieke Anz\u00fcge, Blusen und Kost\u00fcme. Das unterstreiche die Seriosit\u00e4t der Veranstaltung und sei bei den realen Verhandlungen der Vereinten Nationen nicht anders. Christof meint: \u201eNeben dem Lerneffekt und den netten Leuten, die man trifft, macht es vor allem eins: riesigen Spa\u00df.\u201c Die MUN-Konferenzen finden regelm\u00e4\u00dfig und \u00fcberall auf der Welt statt. Auch Teile der T\u00fcbinger Gruppe haben schon an einigen teilgenommen. Neben Berlin und Hamburg waren Mitglieder in Maastricht und momentan nehmen 17 T\u00fcbinger Studierende an der MUN in Paris teil. Auf ihrer eigenen internen T\u00fcbinger MiniMUN bereitet die Hochschulgruppe Interessierte auf die ausw\u00e4rtigen Konferenzen vor. Eine Teilnahme an diesen Veranstaltungen ist aber komplett freiwillig. \u201eDie Kosten daf\u00fcr m\u00fcssen leider immer selbst \u00fcbernommen werden\u201c, erz\u00e4hlt Christof.<\/p>\n<blockquote>\n<h3><\/h3>\n<h3>\u201eWir sind keine Anzugtr\u00e4ger\u201c<\/h3>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">UN T\u00fcbingen ist in den letzten Jahren gewachsen. Waren es vor zwei Jahren noch 14, so kommen mittlerweile bis zu vierzig Mitglieder zu den Treffen. Die Gruppe ist kein Verein und keine Verbindung. \u201eWir sind auch keine Anzugtr\u00e4ger oder so\u201c, meint Juliane Bing und lacht. Viele von ihnen wollten sp\u00e4ter einmal in internationalen Organisationen arbeiten. So diene der Treff mittwochabends auch als Austauschforum, denn einige h\u00e4tten schon spannende Praktika oder FSJ gemacht. Neben den T\u00fcbinger Treffen und den Fahrten zu MUNs organisieren die Mitglieder von UN T\u00fcbingen auch Vortr\u00e4ge und laden Gastredner ein. In Kooperation mit vielen weiteren Initiativen veranstalten sie demn\u00e4chst, vom 22. bis 26. Juni, die T\u00fcbinger Menschenrechtswoche. Auf Podiumsdiskussionen, in Workshops und Kulturveranstaltungen werden dabei verschiedene Aspekte zum Thema Menschenrechte beleuchtet. Mit einem Irrtum m\u00f6chte Christof Sack noch aufr\u00e4umen: \u201eMit National Model United Nations, kurz NMUN, haben wir \u00fcbrigens nichts zu tun\u201c, sagt er. \u201eDas denken scheinbar viele. NMUN ist ein normales Seminar an der Uni mit ECTS-Punkten und all dem. Wir sind einfach eine Hochschulgruppe.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer Interesse gefunden hat, mit den Mitgliedern \u00fcber die Vereinten Nationen und internationale Themen ins Gespr\u00e4ch zu kommen: UN T\u00fcbingen trifft sich mittwochs, 20 c.t. im Raum 124 im Institut f\u00fcr Politikwissenschaft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weitere Infos und Termine hier:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/unhsg-tuebingen.weebly.com\/\">http:\/\/unhsg-tuebingen.weebly.com\/<\/a> <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/UNHochschulgruppeTuebingen?fref=ts\">https:\/\/www.facebook.com\/UNHochschulgruppeTuebingen?fref=ts<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf den Konferenzen sieht man sie in schniekem Anzug und wei\u00dfer Bluse. Ihr Thema: die internationale Politik. 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