{"id":6270,"date":"2016-02-13T09:39:02","date_gmt":"2016-02-13T09:39:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kupferblau.de\/?p=6270"},"modified":"2021-02-20T15:21:45","modified_gmt":"2021-02-20T15:21:45","slug":"biotop-von-morgen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/2016\/02\/13\/biotop-von-morgen\/","title":{"rendered":"\u201eBiotop von morgen\u201c"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong>Was ist typisch f\u00fcr T\u00fcbingen? In dieser Reihe geht es um die Facetten der Kleinstadt am Neckar. Ein erfolgreicher Bereich ist die BioTech-Branche in T\u00fcbingen und der Region. Als k\u00fcnftige Arbeitnehmer profitieren davon auch Studierende. Auch w\u00e4hrend des Studiums kommen viele in Kontakt mit der Arbeit in regionalen Einrichtungen.<\/strong><\/em><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Paar wache blaue Augen huscht im Clubhaus umher. Es sind die Augen von Andriko von K\u00fcgelgen. Andriko, 20, studiert in T\u00fcbingen im f\u00fcnften Semester Biochemie. Seit gut einem Jahr arbeitet er neben seinem Studium am Max-Planck-Institut in T\u00fcbingen. \u201eIch wollte wissen, wie es ist, selbstst\u00e4ndig im Labor zu arbeiten\u201c, sagt er.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Andriko geh\u00f6rt zu jenen <a href=\"http:\/\/statistik.arbeitsagentur.de\/nn_4236\/SiteGlobals\/Forms\/Suche\/serviceSuche_Form.html?allOfTheseWords=MINT&amp;x=0&amp;y=0&amp;pageLocale=de&amp;view=processForm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">rund 290 000 Studierenden<\/a>\u00a0in Deutschland, die ein MINT-Fach belegen. MINT, das ist der Oberbegriff f\u00fcr die Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Zahl der Erstsemester in MINT-F\u00e4chern hat sich in Deutschland seit 1993 mehr als verdoppelt.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">MINT-Akademiker sind vielfach begehrt. In T\u00fcbingen haben sie einen Standort-Vorteil: Die Uni darf sich seit 2012 Elite-Universit\u00e4t nennen. Sie wird in allen drei Bereichen der Exzellenzinitiative des Bundes und der L\u00e4nder mit mehreren Millionen Euro gef\u00f6rdert. Davon profitieren auch MINT-Studierende: In das Zentrum f\u00fcr Integrative Neurowissenschaften, den wissenschaftlichen Nachwuchs und in die Grundlagenforschung <a href=\"https:\/\/www.uni-tuebingen.de\/aktuelles\/newsletter-uni-tuebingen-aktuell\/2012\/sonderausgabe\/erfolg-in-der-exzellenzinitiative.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">flie\u00dft unter anderem das Geld<\/a>.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Hotspot T\u00fcbingen?\" width=\"840\" height=\"473\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/NgDnaniBB9Y?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">STERN als Zentrum<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Studierende wie Andriko haben mittlerweile gute Chancen, nach ihrem Abschluss in der Region einen Arbeitsplatz zu finden. T\u00fcbingen geh\u00f6rt zur so genannten STERN-Region, in der sich viele Unternehmen oder Forschungseinrichtungen angesiedelt haben, die von Mikrochips \u00fcber Software f\u00fcr Laborger\u00e4te oder der Krebsbek\u00e4mpfung in vielen Bereichen forschen. Im Raum zwischen Stuttgart, T\u00fcbingen, Esslingen, Reutlingen und Neckar-Alb f\u00f6rdert die <a href=\"http:\/\/www.bioregio-stern.de\/de\/ueber-uns\/die-region\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">STERN-Initiative<\/a> Life Science.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In T\u00fcbingen sitzt die Uniklinik als gro\u00dfer Arbeitsgeber, die Universit\u00e4t selbst, das Max-Planck-Institut und zahlreiche Firmen. \u201eEinige\u00a0machen sich nach dem Studium oder Doktor auch selbstst\u00e4ndig und gr\u00fcnden ein Start-Up\u201c, sagt Andriko.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #000000;\"><a style=\"color: #000000; text-decoration: underline;\" href=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/?p=6270&amp;page=2&amp;preview=true\">Auf der n\u00e4chsten Seite: Warum\u00a0Bill Gates 46 Mio. Euro in T\u00fcbingen lie\u00df.<\/a><\/span><\/span><\/p>\n<p><!--nextpage--><\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Mit Bill Gates gegen Krebs<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den Schritt zum Start-Up ist vor 24 Jahren auch Steffen H\u00fcttner gegangen. H\u00fcttner, 52, leitet heute in T\u00fcbingen eines der gr\u00f6\u00dften Bio-Informatik-Unternehmen Baden-W\u00fcrttembergs. F\u00fcr den Biochemiker, der auch in T\u00fcbingen studierte, war der Schritt damals logisch. \u201eIm Studium habe ich genau das gemacht, was mir schon in der Schule Spa\u00df gemacht hat. Und an der Uni beschloss ich dann, dass ich eine Firma gr\u00fcnden will\u201c, sagt er. H\u00fcttners Firma HB Technologies sitzt im L\u00e4ndle, die Tochterfirma Intavis in K\u00f6ln.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er ist auch transatlantisch aufgestellt \u2013 mit einer Zweigstelle in Chicago.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass das kleine T\u00fcbingen auf dem Weg zu einem Hot-Spot f\u00fcr innovative Forschung sein k\u00f6nnte, beteuerten viele nach der Millioneninvestition von Bill Gates. Der Erfinder von Microsoft interessierte sich f\u00fcr die T\u00fcbinger Firma Curevac. Nach einem Treffen in einem Pariser Hotel schien er \u00fcberzeugt und investierte im M\u00e4rz 2015 \u00fcber seine Stiftung 46 Millionen Euro in das T\u00fcbinger Unternehmen. Curevac arbeitet unter anderem an einem <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/beitrag\/video\/2611074\/Impfen-gegen-den-Krebs?bc=sts;suc#\/beitrag\/video\/2611074\/Impfen-gegen-den-Krebs\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Impfstoff gegen Krebs<\/a>.<\/p>\n<figure id=\"attachment_6274\" aria-describedby=\"caption-attachment-6274\" style=\"width: 927px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Dr.SteffenHuettner_300dpi.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-6274\" src=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Dr.SteffenHuettner_300dpi-927x672.jpg\" alt=\"Dr. Steffen H\u00fcttner gr\u00fcndete nach dem Studium ein Start-Up in T\u00fcbingen. Quelle: HB Technologies\" width=\"927\" height=\"672\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-6274\" class=\"wp-caption-text\">H\u00fcttner gr\u00fcndete nach dem Biochemie-Studium ein T\u00fcbinger Start-Up. Quelle: HB Technologies<\/figcaption><\/figure>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Doktor in Amerika<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Augen von Andriko wandern noch immer umher, w\u00e4hrend er von seinem Studium erz\u00e4hlt. Ob er in T\u00fcbingen bleiben will, wei\u00df er noch nicht. \u201eViele gehen ins Ausland und machen ihren Doktor dort. Amerika ist sehr beliebt\u201c, sagt er. \u201eDoch in T\u00fcbingen hat man auch M\u00f6glichkeiten, wenn man gut ist\u201c, meint Andriko. Ihm gef\u00e4llt seine Arbeit in einem Labor des Max-Planck-Instituts. \u201eIch arbeite sehr selbstst\u00e4ndig.\u201c Andriko hatte sich aus Eigeninitiative dort beworben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Universit\u00e4t bietet aber auch Anlaufstellen, um Unternehmen und Studierende miteinander zu vernetzen. Im Rahmen der Exzellenzinitiative wurde 2013 die <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftskoordination.de\/assets\/Uploads\/Downloads\/Broschuere.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wirtschaftskoordination<\/a> eingerichtet. Damit soll die Zusammenarbeit von Unternehmen und Wissenschaftlern gef\u00f6rdert werden.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Ist morgen schon heute?<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Uni und die Bio-Branche: Bilden sie in T\u00fcbingen eine Symbiose? Zahlen, wie viele ehemalige Studierende der Uni in der Region bleiben, gibt es keine. Denn wer von der Uni abgeht, f\u00e4llt auch aus deren Statistiken heraus. Und auch die T\u00fcbinger Unternehmen ver\u00f6ffentlichen in der Regel nicht, wo ihre Mitarbeiter studiert haben. Doch die Indizien daf\u00fcr, dass T\u00fcbingen ein beliebter Standort f\u00fcr Bio-Tech-Einrichtungen ist, sind durchaus vorhanden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nicht ohne Grund wirbt die Stadt in ihrer <a href=\"https:\/\/www.tuebingen.de\/WIT-pageplip_2015\/#page\/1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Brosch\u00fcre<\/a>\u00a0&#8222;Biotop der Wirtschaft von morgen&#8220;: \u201eDie Wirtschaftsstruktur, das kulturelle Angebot, die hohe\u00a0Lebensqualit\u00e4t, beste Bildungsm\u00f6glichkeiten und eine optimale\u00a0Vernetzung\u00a0\u2013 es gibt viele Gr\u00fcnde f\u00fcr Unternehmen, nach T\u00fcbingen zu kommen oder den Standort auszubauen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"text-decoration: underline;\">In dieser Reihe bereits erschienen<\/span>: <a href=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/2016\/02\/03\/wie-die-uni-nach-tuebingen-kam\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wie die Uni nach T\u00fcbingen kam<\/a>\u00a0und\u00a0\u00a0<a href=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/?p=6070&amp;preview=true\">Schw\u00e4bisch f\u00fcr &#8222;Reigschmeggde&#8220;<\/a>. <span style=\"text-decoration: underline;\">Coming soon:<\/span> Glosse \u00fcber die Kehrwoche.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was ist typisch f\u00fcr T\u00fcbingen? 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