{"id":6559,"date":"2016-04-18T19:18:30","date_gmt":"2016-04-18T19:18:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kupferblau.de\/?p=6559"},"modified":"2021-02-20T15:18:32","modified_gmt":"2021-02-20T15:18:32","slug":"portraets-ohne-vorurteile","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/2016\/04\/18\/portraets-ohne-vorurteile\/","title":{"rendered":"Portr\u00e4ts ohne Vorurteile"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong>F\u00fcr gew\u00f6hnlich haben gro\u00dfe Mengen an einem Freitagabend nur eins zu bedeuten \u2013 es gibt etwas zu feiern. Dieses Mal ist es allerdings nicht nur der Start ins Wochenende, sondern auch die Vielfalt T\u00fcbingens, die Menschen zusammen bringt. Im Weltethos-Institut begr\u00fc\u00dften die Organisatorinnen Sara Azarmi und Jennifer Ruoff G\u00e4ste aus ganz Baden-W\u00fcrttemberg zur Er\u00f6ffnung der Ausstellung \u00a0&#8222;Menschen.Leben.Miteinander&#8220;.<\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit 58 analog aufgenommenen schwarz-wei\u00df Fotos zum Thema Integration und Inklusion verwandelten sie das Foyer des Instituts in eine Galerie. Die Bilder, die im Rahmen des Lehrforschungsprojekts &#8222;Menschen-Bilder&#8220; unter Prof. Dr. Susanne Marschall und Fotograf Olaf Schlote entstanden, sollen den Facettenreichtum der Einwohner T\u00fcbingens und der Menschheit im Allgemeinen beleuchten, sowie verdeutlichen, dass alle Menschen zur Gesellschaft dazugeh\u00f6ren.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eEs ist eine Freude zu sehen, wie sch\u00f6n menschliche Gesichter sein k\u00f6nnen. Gerade wenn sie nicht perfekt sind\u201c, meinte Marschall begeistert vom Erfolg der Ausstellung.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcber ein Jahr planten die Organisatorinnen mit Unterst\u00fctzung von Dozenten und Kommilitonen das Projekt. Diese M\u00fchen gipfelten schlie\u00dflich in der gro\u00dfen Er\u00f6ffnungsfeier und Vernissage ganz unter dem Thema Integration und Miteinander. So sprach der T\u00fcbinger Politiker Daniel Lede Abal von der Notwendigkeit, Begegnungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Deutsche und Fl\u00fcchtlinge zu schaffen, und Susanne Marschall vom gemeinschaftlichen Leben ohne Vorurteile. Begleitet wurden diese Reden von einem vielseitigen Abendprogramm. Darunter ein Gedicht der Poetry Slammerin Mona-Lisa Hagen und musikalischen Einlagen. Eine weitere Facette er\u00f6ffneten\u00a0die pr\u00e4mierten Kurzfilme &#8222;Diversity Wins&#8220; und &#8222;Inklusion statt Perfektion&#8220;.<\/p>\n<figure id=\"attachment_6569\" aria-describedby=\"caption-attachment-6569\" style=\"width: 1008px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/MLM-2016_Vernissage-Bilder_WEB_13\u00a9Eduard-Schmidt.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6569 size-medium\" src=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/MLM-2016_Vernissage-Bilder_WEB_13\u00a9Eduard-Schmidt-1008x672.jpg\" alt=\"\" width=\"1008\" height=\"672\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-6569\" class=\"wp-caption-text\">Menschen treffen auf Menschen &#8211; die Fotow\u00e4nde und Portr\u00e4ts regen zum Nachdenken und Verweilen ein. Foto: Eduard Schmidt.<\/figcaption><\/figure>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Pers\u00f6nlicher Kontakt zwischen Menschen<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unter den Portr\u00e4tierten befinden sich Menschen aller Altersklassen, Geschlechter und ethnischer Hintergr\u00fcnde \u2013 angefangen bei Obdachlosen bis hin zu Nonnen aus dem serbischen Raum. Auch Andrea Pfanner aus Derendingen erkl\u00e4rte sich daf\u00fcr bereit, sich ablichten zu lassen. \u201eDie Fotografinnen haben sich auf meine W\u00fcnsche eingelassen. Auch als mir die erste Serie nicht gefiel, konnten wir neue Fotos machen\u201c, erkl\u00e4rte Pfanner. \u201eDie Botschaft der Bilder ist aber getroffen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wichtig ist es den beiden Veranstalterinnen, dass es sich bei den Menschen auf den Fotografien nicht\u00a0 nur um blo\u00dfe Modelle handelt. Die Bilder seien authentisch und fingen Leben und Pers\u00f6nlichkeit der Portr\u00e4tierten ein. Dieses von Ruoff als ethische Fotografie bezeichnete Verfahren verlangt es von beiden Seiten, vor und hinter der Linse, eine Beziehung zueinander aufzubauen. Azarmi, Ruoff und die Menschen auf ihren Portr\u00e4ts kamen beispielsweise Wochen vor den eigentlichen Aufnahmen in Kontakt.<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eWir sind h\u00e4ufig in ein Fl\u00fcchtlingscaf\u00e9 gegangen, haben uns mit den G\u00e4sten unterhalten und sie kennengelernt. Irgendwann wurden wir dann auch zu ihnen nach Hause eingeladen. Erst dann haben wir mit dem Fotografieren begonnen\u201c, erkl\u00e4rte Azarmi.<\/p>\n<figure id=\"attachment_6571\" aria-describedby=\"caption-attachment-6571\" style=\"width: 1008px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/MLM-2016_Vernissage-Bilder_WEB_41\u00a9Eduard-Schmidt.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6571 size-medium\" src=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/MLM-2016_Vernissage-Bilder_WEB_41\u00a9Eduard-Schmidt-1008x672.jpg\" alt=\"\" width=\"1008\" height=\"672\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-6571\" class=\"wp-caption-text\">Sara Azarmi (li.) und Jennifer Ruoff sind die K\u00f6pfe hinter dem Ausstellungskonzept. Foto: Eduard Schmidt.<\/figcaption><\/figure><\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcber den Aufbau einer pers\u00f6nlichen Beziehung hinaus stellten auch die technischen Umsetzungen eine Herausforderung dar. \u201eWir haben die ganze Geschichte der Fotografie durchlebt\u201c, fasst Ruoff zusammen. Angefangen bei der Sch\u00e4rfeeinstellung \u00fcber das Entwickeln in der Dunkelkammer mussten sich die Studenten Herausforderungen stellen, \u00fcber die man sich in der digitalen Fotografie kaum mehr Gedanken macht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und auch die Konzeption der Ausstellung an sich er\u00f6ffnet intime Momente des Miteinanders zwischen den Fotografien, den darauf abgebildeten Menschen und den Besuchern. Wer sich selbst einen Eindruck davon verschaffen will, hat daf\u00fcr\u00a0noch bis zum vierzehnten Juni die M\u00f6glichkeit. Montag bis Freitag von 9-13 und 14-16 Uhr, sowie jeden Donnerstag bis 22 Uhr ist daf\u00fcr das Weltethos Institut daf\u00fcr ge\u00f6ffnet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Titelbild: Eduard Schmidt. Fotografin Elisa-Marie Hassel betrachtet das von ihr geschossene Bild von Andre und Sophie.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr gew\u00f6hnlich haben gro\u00dfe Mengen an einem Freitagabend nur eins zu bedeuten \u2013 es gibt etwas zu feiern. 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