{"id":6840,"date":"2016-05-16T11:10:23","date_gmt":"2016-05-16T11:10:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kupferblau.de\/?p=6840"},"modified":"2021-02-20T15:11:39","modified_gmt":"2021-02-20T15:11:39","slug":"tuebinger-museen-museum-der-universitaet-tuebingen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/2016\/05\/16\/tuebinger-museen-museum-der-universitaet-tuebingen\/","title":{"rendered":"T\u00fcbinger Museen: Museum der Universit\u00e4t T\u00fcbingen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong>\u00dcber den D\u00e4chern der Altstadt befindet sich das Museum der Universit\u00e4t T\u00fcbingen (MUT). Im Schloss Hohent\u00fcbingen f\u00fchrt es seine Besucher anhand von Sammlungsobjekten der Universit\u00e4t seit 1997 durch die Geschichte der Menschheit.<\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more-->Vor vielen Jahrhunderten lebten im Schloss Herz\u00f6ge und Grafen, heute hat es die Wissenschaft eingenommen. Institute der Ethnologie, Empirischen Kulturwissenschaft und der Arch\u00e4ologie haben ihr Zuhause im Schloss gefunden \u2013 und nicht nur diese: der aufmerksame Betrachter entdeckt dort auch das Museum der Universit\u00e4t T\u00fcbingen. Auf ca. 2000 m2 pr\u00e4sentiert es zwei Ausstellungen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_6842\" aria-describedby=\"caption-attachment-6842\" style=\"width: 302px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Bild-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6842\" src=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Bild-1-448x672.jpg\" alt=\"Bild 1\" width=\"302\" height=\"453\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-6842\" class=\"wp-caption-text\">Die T\u00fcr ist offen. Studierendenausweis bereithalten und eintreten.<\/figcaption><\/figure>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Themenvielfalt im Wechsel<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein kleiner Raum gleich neben dem Eingang beherbergt regelm\u00e4\u00dfig Sonderausstellungen, wie zuletzt eine Fotografie-Ausstellung von Nachwuchsjournalisten und -journalistinnen mit dem Titel \u201eGanz nah, aber weit genug\u201c. Diese zeigte Szenen des Lebensalltags gefl\u00fcchteter Menschen im Libanon. Ab dem 9.6. wird die Ausstellung \u201eKrankheit als Kunst(Form):\u00a0Moulagen der Medizin\u201c dieser nachfolgen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_6845\" aria-describedby=\"caption-attachment-6845\" style=\"width: 1008px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Bild-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6845 size-medium\" src=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Bild-2-1008x672.jpg\" alt=\"Bild 2\" width=\"1008\" height=\"672\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-6845\" class=\"wp-caption-text\">Eine kleine Vorschau auf die kommende Sonderausstellung.<\/figcaption><\/figure>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Geschichte im Zeitraffer<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weiter geht es auf einer Wendeltreppe hinauf in den Kern des Museums: Die Dauerausstellung von Objekten der arch\u00e4ologischen und ethnologischen Sammlungen der Universit\u00e4t &#8211; Sch\u00e4tze der Menschheit, wie das MUT sie nennt. Statt in den Depots zu verweilen, werden sie den Besuchern pr\u00e4sentiert und bieten eine Reise von der Urzeit bis in die Antike. Doch nicht nur das: sie sind auch Gegenst\u00e4nde der Forschung und Lehre der Universit\u00e4t.<\/p>\n<figure id=\"attachment_6843\" aria-describedby=\"caption-attachment-6843\" style=\"width: 1008px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Bild-3-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6843 size-medium\" src=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Bild-3-2-1008x672.jpg\" alt=\"Bild 3 (2)\" width=\"1008\" height=\"672\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-6843\" class=\"wp-caption-text\">Wer kennt es nicht? Klein, aber fein: das Wildpferd aus Elfenbein.<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Star des Museums zeigt sich gleich zu Beginn der Ausstellung: das ca. 40.000 Jahre alte Wildpferd aus Mammut-Elfenbein. In einem schwarzen Raum in pointiertem Licht inszeniert, reiht es sich in seiner Vitrine neben andere geschnitzte Figuren aus unserer Vorzeit ein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weitere Objekte der \u00e4lteren Urgeschichte, wie beispielsweise auf der Schw\u00e4bischen Alb ausgegrabene Feuerwerkzeuge, warten in den felsigen, h\u00f6hlenartigen G\u00e4ngen des Schlosses auf die Blicke der Besucher. Das Schloss selbst dient hier nicht nur als einfache Kulisse, sondern verst\u00e4rkt die urgeschichtliche Atmosph\u00e4re \u2013 obwohl es aus einer ganz anderen Zeit stammt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_6846\" aria-describedby=\"caption-attachment-6846\" style=\"width: 1038px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Bild-4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6846 size-medium\" src=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Bild-4-1038x646.jpg\" alt=\"Bild 4\" width=\"1038\" height=\"646\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-6846\" class=\"wp-caption-text\">Den Besucher erwarten viele Objekte in gro\u00dfen Vitrinen. Sind es zu viele?<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der chronologische Gang f\u00fchrt weiter durch die Geschichte der Kelten, zu Objekten des alten Orients, vorbei an Mumiens\u00e4rgen, Kunsthandwerk der Griechen und R\u00f6mer und eine der gr\u00f6\u00dften universit\u00e4ren M\u00fcnzsammlungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Museumsabschnitte beeindrucken durch eine F\u00fclle von Objekten aus kaum nachempfindbar entfernten Zeiten. Diese Masse bietet aber auch das Potenzial, sich darin zu verlieren. Eine optische Setzung von Akzenten und Heraushebung von Kernst\u00fccken k\u00f6nnten hier Hilfestellung leisten.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify;\">Ein Ende, das es in sich hat<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der letzte Raum der Ausstellung \u2013 der Rittersaal des Schlosses \u2013 widmet sich Gipsabg\u00fcssen antiker Skulpturen, deren Originale in Kunstmuseen der ganzen Welt verteilt sind. G\u00f6tter, mythische und reale Figuren begegnen den Besuchern auf ihrem Gang durch verschiedene Kunstepochen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Sonnenlicht, das durch die hohen Fenster f\u00e4llt, strahlt der vorwiegend wei\u00dfe Gips der Skulpturen hell und setzt damit einen Kontrast zum Rest der Ausstellung.<\/p>\n<figure id=\"attachment_6847\" aria-describedby=\"caption-attachment-6847\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Bild-5.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6847\" src=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Bild-5-448x672.jpg\" alt=\"Bild 5\" width=\"300\" height=\"450\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-6847\" class=\"wp-caption-text\">Die Gipsabg\u00fcsse im Rittersaal. Zwischen vielen sticht eine heraus: Nike von Samothrake.<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Ende der Ausstellung bietet dann noch ein letztes Highlight: der Abguss der Nike von Samothrake. Die griechische Siegesg\u00f6ttin steht mit ihren gro\u00dfen Fl\u00fcgeln erhaben \u00fcber den K\u00f6pfen der Besucher im Ausstellungsaum. In einer in Gips gegossenen Feinheit umspielt ihr Gewand ihren K\u00f6rper beeindruckend realistisch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ausgegraben in Griechenland steht das Original heute im Louvre in Paris. Der Abguss im T\u00fcbinger Museum zeigt somit ein wichtiges St\u00fcck Kunstgeschichte und entl\u00e4sst den Besucher mit einem bleibenden Eindruck.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Weitere Informationen<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Museum der Universit\u00e4t T\u00fcbingen im Schloss Hohent\u00fcbingen ist Mittwoch bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr und Donnerstag bis 19 Uhr ge\u00f6ffnet. Der Eintritt f\u00fcr Studierende der Uni T\u00fcbingen ist kostenlos.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Neben der Wechsel- und der Dauerausstellung geh\u00f6rt auch das Schlosslabor zum Museum, sowie weitere Ausstellungen von Universit\u00e4tssammlungen in anderen Unigeb\u00e4uden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mehr Infos dazu unter <a href=\"http:\/\/www.unimuseum.uni-tuebingen.de\">http:\/\/www.unimuseum.uni-tuebingen.de<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Fotos:<\/span> Beate Muenzenmaier<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber den D\u00e4chern der Altstadt befindet sich das Museum der Universit\u00e4t T\u00fcbingen (MUT). 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