{"id":8320,"date":"2017-01-25T16:56:13","date_gmt":"2017-01-25T16:56:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kupferblau.de\/?p=8320"},"modified":"2021-02-20T14:30:43","modified_gmt":"2021-02-20T14:30:43","slug":"tuebinger-fuer-fluechtlinge-melis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/2017\/01\/25\/tuebinger-fuer-fluechtlinge-melis\/","title":{"rendered":"T\u00fcbinger f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge &#8211; Melis"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong>Die Fl\u00fcchtlingskrise betrifft uns alle, auch wenn viele es vorziehen abzuwarten und auf Besserung hoffen. In T\u00fcbingen gehen aber einige Studierende mit gutem Beispiel voran, um den Menschen in Not zu helfen. Kupferblau hat sich mit vier von ihnen\u00a0zusammengesetzt\u00a0und \u00fcber ihre Erfahrungen gesprochen.<\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<ol>\n<li style=\"text-align: justify;\"><strong>Melis B\u00fcy\u00fck<\/strong><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/2017\/01\/25\/tuebinger-fuer-fluechtlinge-lara\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lara Bernhard<\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/2017\/01\/25\/tuebinger-fuer-fluechtlinge-katerina\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Katerina Peros<\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/2017\/01\/25\/tuebinger-fuer-fluechtlinge-clara\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Clara B\u00f6ning<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p><a href=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Foto-Melis-B\u00fcy\u00fck.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-8325 size-medium\" src=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Foto-Melis-B\u00fcy\u00fck-378x672.jpg\" alt=\"Melis-B\u00fcy\u00fck\" width=\"378\" height=\"672\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Melis B\u00fcy\u00fck<\/b> studiert Politikwissenschaft und Sprache, Geschichte und Kulturen des Nahen Ostens im dritten Semester. 2016 hat sie durch drei Aufenthalte insgesamt sechs Wochen in Griechenland verbracht. Die ersten beiden Male in Idomeni, das dritte Mal half sie in den sogenannten \u201eMilitary-Camps\u201c, in welche die Gefl\u00fcchteten nach der R\u00e4umung Idomenis gebracht wurden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wie genau liefen deine T\u00e4tigkeiten in Griechenland ab?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Idomeni konzentrierte sich die Freiwilligenarbeit haupts\u00e4chlich auf Nothilfe, das hei\u00dft der Schwerpunkt lag auf der Verteilung von Nahrung, Kleidung und Zelten. Ich habe allerdings viele verschiedene Dinge gemacht; stundenlang gespendete Kleidung sortiert, diese anschlie\u00dfend ausgegeben, mit Kindern gespielt, Gem\u00fcse f\u00fcr Tausende von Hummus-Wraps geschnippelt, nachts ein Tee- und Suppenzelt bedient, morgens an Kinder und Schwangere Obst verteilt. In den sogenannten \u201eMilitary-Camps\u201c dann sah die Arbeit ein bisschen nachhaltiger aus, da klar war, dass diese l\u00e4nger existieren w\u00fcrden. Dort war ich Teil eines Projektes, das \u201eClothes on Wheels\u201c hei\u00dft und sich darum bem\u00fcht, alle Gefl\u00fcchteten mit einem passenden Set gespendeter Kleidung auszustatten. Ach, und ich habe viel mit den Menschen dort geredet, viele Freundschaften geschlossen und unglaublich s\u00fc\u00dfen Tee getrunken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wie kamst du dazu, dich dort zu engagieren?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Irgendwann am Anfang letzten Jahres habe ich die Schlagzeilen von den vielen Ertrunkenen oder in Misere lebenden gefl\u00fcchteten Menschen nicht mehr ausgehalten und wollte unbedingt etwas tun. Ich las in einer Facebook-Gruppe, in der sich die Freiwilligen in Griechenland koordinieren, dass in Idomeni dringend Helfer gebraucht w\u00fcrden. Dann ging alles ganz schnell, zwei Tage sp\u00e4ter bin ich mit einem anderen Studierenden aus M\u00fcnchen und einem M\u00e4dchen aus Passau in einem VW-Bus nach Griechenland gefahren. Nach meinen Aufenthalten dort und durch viele Aussagen der gefl\u00fcchteten Menschen, die ich dort traf, wei\u00df ich, dass meine Entscheidung richtig war, denn ohne die Arbeit der Freiwilligen w\u00e4ren Idomeni und auch die Military-Camps weitaus miserabler.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Was war das eindr\u00fccklichste Erlebnis, das du dabei hattest?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da gab es viele. Eines der eindr\u00fccklichsten war in Idomeni, als italienische Volunteers mit Kindern aus dem Camp spielten. Sie schafften es eine Polonaise mit etwa 60 Kindern zu bilden um \u201eZug\u201c zu spielen (Das Camp liegt an dem ehemaligen Bahnhof Idomeni). Als ich vorbeiging, h\u00f6rte ich die Kinder im Chor \u201eAlmania, Almania, Germany, Germany\u201c rufen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>W\u00fcrdest du dir w\u00fcnschen, dass sich mehr Menschen \u00e4hnlich engagieren wie du?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um zu helfen ist es nicht unbedingt n\u00f6tig nach Griechenland zu fahren. Das kann man zwar sehr gerne machen, genauso gut helfen kann man aber auch hier und die ankommenden Menschen in das \u00f6rtliche Leben einbinden, Vorurteile abbauen und sich ihre Geschichten anh\u00f6ren. Da ich denke, dass viele \u00c4ngste auf Unwissenheit beruhen, finde ich einen Austausch unerl\u00e4sslich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><span style=\"text-decoration: underline;\">Foto:<\/span> Melis B\u00fcy\u00fck in Idomeni.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Fl\u00fcchtlingskrise betrifft uns alle, auch wenn viele es vorziehen abzuwarten und auf Besserung hoffen. 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