{"id":897,"date":"2012-03-03T17:04:54","date_gmt":"2012-03-03T17:04:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kupferblau.de\/?p=897"},"modified":"2021-02-21T13:57:14","modified_gmt":"2021-02-21T13:57:14","slug":"mission-finished-at-145","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/2012\/03\/03\/mission-finished-at-145\/","title":{"rendered":"\u201eMission finished at 1:45!\u201c"},"content":{"rendered":"<h3>Die erste lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten in der Universit\u00e4tsbibliothek<\/h3>\n<p><strong>Morgen, morgen, nur nicht heute\u2026.\u201c \u2013 diesen Spruch kennt jeder Student. Die Zeit fehlt immer, um eine Hausarbeit, ein Referat oder eine \u00dcbersetzung rechtzeitig fertig zu kriegen. Andere Veranstaltungen, Jobs, Sport und Partys \u2013 au\u00dferdem ist die Bibliothek unter der Woche doch \u201enur\u201c bis 24 Uhr und am Wochenende bis 22 Uhr ge\u00f6ffnet! Viele kommen um diese Uhrzeiten erst zum Lernen\u2026 Und was, wenn deine Universit\u00e4t dir entgegenkommt und einmal extra lang die Bibliothek offen l\u00e4sst?<\/strong><br \/>\n<em>von Aygul Rakhimkulova<\/em><br \/>\n<!--more--><br \/>\nIn der Nacht vom 1. auf den 2. M\u00e4rz 2012 hat zum ersten Mal das Projekt des Schreibzentrums\u00a0 \u201eDie lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten\u201c in der Universit\u00e4tsbibliothek stattgefunden. Das bedeutete f\u00fcr die Studenten, dass sie die M\u00f6glichkeit hatten, bis sechs Uhr morgens in der Bibliothek zu arbeiten. Ob es um die B\u00fccherausleihe oder Beratungen ging, jeder Studierende konnte Hilfe bekommen.<br \/>\nViele hatten ihre Decken und Kissen mitgebracht. Um 18 Uhr war die Bibliothek ganz voll, denn nicht jede Woche gibt es solche Aktionen! Au\u00dfer Beratungen von Tutoren aus vielen F\u00e4chern gab es auch etwas f\u00fcr die Seele: Massagen, Yoga und andere Entspannungs\u00fcbungen. Die Cafeteria war nat\u00fcrlich auch l\u00e4nger ge\u00f6ffnet; man braucht doch eine St\u00e4rkung zwischendurch, wenn man viel lernt.<br \/>\nEs gab zwei Pinnw\u00e4nde, auf denen jeder seine Erwartungen aufschreiben konnte:<br \/>\n\u201eWas will ich erreichen?\u201c:<br \/>\n&#8211; Linguistik HA beginnen<br \/>\n&#8211; Expose f\u00fcr die Bachelorarbeit beginnen<br \/>\n&#8211; ED-Fallarbeit anfangen + Kaffeekr\u00e4nzchen<br \/>\nOhne Humor ging es nat\u00fcrlich nicht:<br \/>\n&#8211; Ich will eine Frau finden<br \/>\n&#8211; Ich will einen Mann finden<br \/>\n&#8211; Reich werden<br \/>\nOb sich die Studenten auch diese W\u00fcnsche erf\u00fcllt haben, bleibt offen. Viele haben die Nacht wirklich genutzt und sind mit ihren Arbeiten weiter gekommen:<br \/>\nFranzi, Biologiestudentin im sechsten Semester, meint: \u201eEs hat sich sehr gelohnt, hierher zu kommen. Ich hab genau so viel geschafft, wie ich wollte. Ich hab schon Yoga gemacht und f\u00fchle mich entspannter. Aber f\u00fcr mich bringt es nicht viel, wenn die Uni immer so lange offen ist. Es ist dann zu sp\u00e4t f\u00fcr mich.\u201c<br \/>\nJulia, Studentin der Erziehungswissenschaft im 12. Semester, zieht ebenfalls eine positive Bilanz: \u201eIch hab heute f\u00fcr meine Pr\u00fcfungen gelernt. Ich habe mehr geschafft als sonst. Die Idee ist echt toll! Ich bin aber skeptisch, ob es dann jeder ausnutzen wird, wenn die Bibliothek 24 Stunden offen sein wird. Besser ist es, einmal pro Woche oder Monat. Sonst ist es langweilig.\u201c<br \/>\nThomas, der Jura im f\u00fcnften Semester studiert, sagt: \u201eIch hab heute 2,5 Seiten geschrieben. Im ganzen Semester hatte ich nicht mal eine Seite geschafft! Nur schade, dass es hier doch viel Ablenkung gibt. Und ich glaube nicht, dass die Bibliothek irgendwann 24 Stunden offen haben wird.\u201c<br \/>\nGegen zwei Uhr morgens gingen immer mehr Studenten nach Hause. Einige hielten es bis drei Uhr durch und fuhren bestimmt mit erleichtertem Herzen heim. Die Hausarbeiten waren wahrscheinlich wenn nicht fertig, dann zumindest weitergeschrieben. Studenten, die sich mit Computern nicht auskannten, hatten endlich mal ein Anti-Virusprogramm dank den Jungs von \u201eMicrosoft Campus\u201c heruntergeladen. Man konnte bis drei Uhr ihre Hilfe in Anspruch nehmen, wenn es um Computer oder irgendwelche Programme ging.<br \/>\nAm Ende der langen Nacht durfte jeder, der so lange durchgemacht hatte, an der Pinnwand einen Zettel hinterlassen, auf dem stand, wie weit man gekommen war:<br \/>\n&#8211; Bis(s) zur Schokotorte!<br \/>\n&#8211; 2 Seiten Bericht + Brezelt\u00fcte leer<br \/>\n&#8211; Einer Freundin geholfen<br \/>\n&#8211; Mission finished at 1:45!!<br \/>\nF\u00fcr die Studenten war es also eine willkommene Abwechslung, dass die Uni an dieser bundesweit stattfindenden Veranstaltung teilgenommen hat. Bald ist wieder Semesterende und nat\u00fcrlich haben viele schon jetzt mindestens eine aufgeschobene Hausarbeit. Entweder werden wir darauf warten, dass uns die Uni wieder so eine lange Nacht zur Verf\u00fcgung stellt, oder wir k\u00f6nnen es selber in Angriff nehmen: eine aufgeschobene Arbeit zu Ende schreiben.<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die erste lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten in der Universit\u00e4tsbibliothek Morgen, morgen, nur nicht heute\u2026.\u201c \u2013 diesen Spruch kennt jeder Student. 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