{"id":9787,"date":"2017-07-10T19:11:05","date_gmt":"2017-07-10T17:11:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kupferblau.de\/?p=9787"},"modified":"2017-07-10T19:11:05","modified_gmt":"2017-07-10T17:11:05","slug":"weltkulturerbe-verdiente-auszeichnung-fuer-einmalige-funde-der-menschheitsgeschichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.kupferblau.de\/index.php\/2017\/07\/10\/weltkulturerbe-verdiente-auszeichnung-fuer-einmalige-funde-der-menschheitsgeschichte\/","title":{"rendered":"Weltkulturerbe: \u201eVerdiente Auszeichnung\u201c f\u00fcr einmalige Funde der Menschheitsgeschichte"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em><b>Am vergangenen Sonntag nahm das UNESCO-Komitee in Krakau sechs eiszeitliche H\u00f6hlen auf der schw\u00e4bischen Alb und deren Funde in das UNESCO Weltkulturerbe auf. Baden-W\u00fcrttemberg beherbergt nun sechs St\u00e4tten, die die UNESCO mit diesem Titel ausgezeichnet hat. <\/b><\/em><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als am sp\u00e4ten Nachmittag die Mitteilung, die sich rasend schnell durch die sozialen Netzwerke verbreitete, eintraf, waren nur \u00e4u\u00dferst positive Stimmen zu vernehmen. \u201eWir sind hocherfreut \u00fcber diese Nachricht: Die Auszeichnung w\u00fcrdigt jahrzehntelange arch\u00e4ologische und pal\u00e4ontologische Forschung an der Universit\u00e4t T\u00fcbingen\u201c, sagte Rektor Prof. Bernd Engler. Auch Prof. Dr. Conard vom Institut f\u00fcr \u00c4ltere Urgeschichte und Quart\u00e4r\u00f6kologie zeigte sich erfreut und sah die Auszeichnung als hochverdient an.<\/p>\n<h3>Pole Position f\u00fcr die Eiszeith\u00f6hlen der Schw\u00e4bischen Alb<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nicht ohne Grund standen die Eiszeith\u00f6hlen auf dem ersten Platz der Liste, die Deutschland als Vorschl\u00e4ge eingereicht hatte. Einstimmig wurde die Entscheidung vom zust\u00e4ndigen Komitee getroffen, die Eiszeith\u00f6hlen zum Welterbe zu machen. Insgesamt sechs Fundstellen auf der Schw\u00e4bischen Alb geh\u00f6ren dazu: Vogelherd, Bockstein, Hohlenstein-Stadel, Sirgenstein, Gei\u00dfenkl\u00f6sterle und Hohle Fels.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-9792\" src=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Grafik-Universit\u00e4t-T\u00fcbingen.jpg\" alt=\"\" width=\"850\" height=\"539\" \/><\/p>\n<h3>Die Wiege des kulturellen Lebens vor 40 Jahrtausenden<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor 40 000 Jahren bl\u00fchte auf der Schw\u00e4bischen Alb das kulturelle Leben auf. Die fr\u00fchen Menschen schufen Musikinstrumente, kleine Fig\u00fcrchen und religi\u00f6se Artefakte. Die Grabungsorte f\u00f6rderten somit die fr\u00fchesten Belege von Musik, Kunst und Religion ans Tageslicht. \u201eDie Funde aus den Eiszeith\u00f6hlen zeigen eine au\u00dfergew\u00f6hnliche Sch\u00f6pferkraft der ersten modernen Menschen. T\u00fcbinger Wissenschaftler haben sie mit viel Arbeit und Engagement erschlossen und f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich gemacht.\u201c, res\u00fcmiert Prof. Dr. Conard.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nicht alle Funde beherbergt das Museum der Universit\u00e4t T\u00fcbingen MUT. Die Fundst\u00fccke sind auf mehrere Museen verteilt: In Stuttgart, Blaubeuren, T\u00fcbingen, Ulm und ein \u201e\u00d6rtle\u201c namens Niederstotzingen-Stetten. Das MUT stellt aber die meisten Originalst\u00fccke aus. Darunter das ber\u00fchmte, im Titelbild dargestellte, Wildpferd aus der Vogelherd-H\u00f6hle und das neuste Objektfragment einer aus G\u00e4nsegeierknochen gefertigten Fl\u00f6te.<\/p>\n<figure id=\"attachment_9791\" aria-describedby=\"caption-attachment-9791\" style=\"width: 1000px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-9791 size-full\" src=\"http:\/\/www.kupferblau.de\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Fl\u00f6ten-Foto-Universit\u00e4t-T\u00fcbingen-MUT.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"667\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-9791\" class=\"wp-caption-text\">Fl\u00f6te aus G\u00e4nsegeierknochen aus der Vogelherd-H\u00f6hle.<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass eine Kooperation von Universit\u00e4t und ihrem eigenen Museum Teil des UNESCO Weltkulturerbes ist, d\u00fcrfte es auf der Welt nicht noch einmal geben, w\u00fcrdigt der Direktor des MUT Prof. Ernst Seidl, die Auszeichnung. Einzigartig waren die fr\u00fchen Menschen vor \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 40 000 Jahren auf der schw\u00e4bischen Alb, da erscheint es nur allzu passend, dass eine einzigartige Kooperation die Fundst\u00fccke ins Rampenlicht der Welt r\u00fccken konnte.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Ank\u00fcndigung:<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Rahmen des Studium Generale findet am 26. Juli um 18 Uhr in der Schlosskirche ein Spezialvortrag von Prof. Dr. J. Conard statt: \u201eDie T\u00fcbinger Vogelherdforschung und das UNESCO-Weltkulturerbe\u201c. Anschlie\u00dfend wird zum Schlossfest geladen.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Fotos\/Grafik:<\/span> Universit\u00e4t T\u00fcbingen, MUT<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am vergangenen Sonntag nahm das UNESCO-Komitee in Krakau sechs eiszeitliche H\u00f6hlen auf der schw\u00e4bischen Alb und deren Funde in das UNESCO Weltkulturerbe auf. 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